Nach dem Zweiten Weltkrieg legte der französische General Marie Pierre Koenig, Oberkommandierender in der französischen Besatzungszone, den Grundstein für das heutige Rheinland-Pfalz. Mit einer "Ordonnance“, der Verordnung Nr. 57, wurde am 30. August 1946 Teile der preußischen Provinz Hessen-Nassau, der Rheinprovinz, der bayerischen Pfalz und Rheinhessen zu einem neuen Land zusammengefasst. Dem "Land aus der Retorte“ wurde anfangs kein großer Bestand eingeräumt, da es sowohl an historischer Tradition als auch an wirtschaftlicher Verbundenheit fehlte.
Als am 18. Mai 1947 die Bevölkerung per Volksabstimmung mit knapper Mehrheit, 53 Prozent, die Verfassung des Landes angenommen hatte, erhielt Rheinland-Pfalz seine demokratische Legitimation. Damit ist der 18. Mai der offizielle Geburtstag des Landes.
Erster Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz war Wilhelm Boden, zunächst von den französischen Militärbehörden ernannt und am 13. Juni 1947 vom Parlament gewählt. Da er keine mehrheitsfähige Regierung zusammenbringen konnte, erklärte er nach nur 27 Tagen seinen Rücktritt.


