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1. Kabinett unter Peter Altmeier 1947; Bild: dpa
Startseite > Unser Land > Geschichte > Start für Rheinland-Pfalz > Aufbruch und Reformen

Aufbruch und Reformen (1969-1991)

Vereidigung Helmut Kohl; Bild: dpa

Vereidigung von Helmut Kohl 1969.

Ab 1969 übernahm der, damals knapp 40 Jahre alte, Helmut Kohl die Regierungsverantwortung. Kohl verbreitete in Rheinland-Pfalz eine Aufbruchstimmung und packte Reformprojekte an. Zunächst gab es eine große Verwaltungs- und Strukturreform, bei der unter anderem die Verbandsgemeinden entstanden sind. Es folgten weitere Reformen, beispielsweise eine Schulreform, in der die Konfessionsschulen abgeschafft wurden. Weiter erfolgte der Ausbau der Hochschulen Trier und Kaiserslautern. Schließlich gab es auch Veränderungen im Sozialbereich. Die heutigen Sozialstationen wurden geschaffen und Rheinland-Pfalz bekam das bundesweit erste Kindergartengesetz.

Ein Volksentscheid in den früheren Regierungsbezirken Koblenz, Trier, Montabaur und Rheinhessen brachte am 19. Januar 1975 ein klares Ja für Rheinland-Pfalz. Seit diesem Zeitpunkt ist somit der Bestand des Landes endgültig gesichert.

Kohls Nachfolger ab 1976 war Bernhard Vogel. Er führte die angefangene Reformpolitik weiter fort und setzte neue Akzente. Unter der Führung von Vogel wurde 1982 die Partnerschaft mit Ruanda begründet. In der Medienpolitik wurden in Deutschland erstmals private Hörfunk- und Fernsehprogramme zugelassen. Nach einem innerparteilichen Streit trat Vogel 1988 von seinem Amt als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident zurück.

 

Carl Ludwig Wagner 1990; Bild: dpa

Carl Ludiwg Wagner 1990

Danach war Carl Ludwig Wagner für drei Jahre Ministerpräsident. Er engagierte sich in der Europapolitik und intensivierte die Wirtschaftskontakte zu China. In seine Amtszeit fallen auch die Partnerschaften mit der chinesischen Provinz Fujian und mit Thüringen.