Vertragliche Grundlage
21.05.2003 | Gemeinsame Erklärung der Regionen Burgund (Frankreich), Mittelböhmen (Tschechien), Oppeln (Polen) und Rheinland-Pfalz |

21.05.2003 | Gemeinsame Erklärung der Regionen Burgund (Frankreich), Mittelböhmen (Tschechien), Oppeln (Polen) und Rheinland-Pfalz |

Gemeinsame Erklärung am 21.05.2003
Die Regionen Burgund (Frankreich), Mittelböhmen (Tschechien), Oppeln (Polen) und Rheinland-Pfalz gaben im Mai 2003 eine Gemeinsame Erklärung ab und beschlossen damit die Ausweitung ihrer bilateralen Partnerschaften zu einem „4er Netzwerk der Regionalpartner“.
Dieser Verbund dient dazu, direkte Kontakte zwischen den beteiligten europäischen Regionen aus den Gründerstaaten und den beigetretenen EU-Mitgliedsstaaten herzustellen. Dadurch können z. B. (EU-) Projekte mit mehreren Partnern sehr viel leichter umgesetzt werden, schon allein weil alle Beteiligten auf administrativer Ebene nun persönliche Ansprechpartner haben, die sich wechselseitig unterstützen.
Die Verwirklichung konkreter Projekte kann natürlich auch nur mit zwei oder drei der Partner erfolgen. Dies hängt neben einem gemeinsamen politischen Willen auch davon ab, welche Gestaltungsmöglichkeiten, also welche rechtlichen Kompetenzen und finanziellen Mittel die genannten Regionen haben.
Politik und Verwaltungen fördern also die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft, der Schulen und Hochschulen usw.
Zahlreiche Projekte der Zusammenarbeit sind dargestellt im zweijährlichen Bericht an den Landtag über den Stand der internationalen Kontakte der Landesregierung.
Seit dem Auftaktseminar im Frühjahr 2004 im Europahaus Marienberg finden im jährlichen Turnus Tagungen zu interkulturellen Themen für junge Multiplikatoren aus den vier Regionen statt. Nach Cluny in Burgund (2004), Machuv Mlyn in Mittelböhmen (2005), Mainz (2006) sowie Oppeln (2007) wurde die Seminarreihe im Oktober 2008 in Mâcon in Frankreich fortgesetzt.

Das „4er Komitee der jungen Regionalpartner (e.V.)“ wurde Ende des Jahres 2005 gegründet. Hier engagieren sich junge Menschen an der Schwelle zum Berufsleben und entwickeln gemeinsame Aktivitäten, wie z. B. die Durchführung von mehrtägigen Seminaren zu europäischen Themen.
Die „Europäische Akademie der Regionen (ear)“ wurde von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung zusammen mit dem hiesigen "4er Netzwerk der Regionalpartner" und den Ländern Hessen und Thüringen sowie deren jeweiligen osteuropäischen Partnerregionen ins Leben gerufen.
Die „ear“ bietet beispielsweise Fortbildungen für Führungskräfte der Regionalverwaltungen an, die sich aus zwei Modulen zusammensetzen: Zum einen aus mehrwöchigen Hospitationen in den jeweiligen Fachressorts, zum anderen aus Seminaren und Exkursionen zu aktuellen Themen wie Infrastrukturmaßnahmen, Wirtschaftsförderung, Forstwirtschaft, Bildung, Soziales bis hin zu spezifischeren Themen wie die Entwicklung von Regionalflughäfen und Technologiezentren.

www.europa-entdecken.rlp.de
Informationen zum 4er Netzwerk und den damit verbundenen vier Partnerregionen
www.4kt.eu
4er Komitee Junger Regionalpartner
www.ghst.de
Gemeinnützige Hertie Stiftung Europäische Akademie der Regionen