
Daten und Fakten/Branchen- und Marktüberblick
Rheinland-Pfalz verfügt über eine starke industrielle Basis: Mit einem Anteil von 28,5% an der gesamten Bruttowertschöpfung nimmt das Produzierende Gewerbe auf Landesebene einen deutlich höheren Stellenwert ein als auf Bundesebene (25,9%). Unter allen Bundesländern liegt Rheinland-Pfalz damit auf Position drei. 2008 fanden in 2.219 Industriebetrieben mit 20 und mehr Beschäftigten 291.066 Menschen einen Arbeitsplatz und erzielten rd. 83,4 Mrd. EUR Umsatz.
Kennzahlen der Industrie in Rheinland-Pfalz im Jahr 2008
Quelle: Statistisches Landesamt, eigene Berechnungen
Branchenstruktur der Rheinland-Pfälzischen Industrie
Mit Blick auf Umsatz und Beschäftigung ist die Chemische Industrie die wichtigste rheinlandpfälzische Industriebranche. Gut 30% des Umsatzes und fast 20% aller Beschäftigten entfallen auf diesen Wirtschaftszweig. Mit der BASF SE in Ludwigshafen und Boehringer Ingelheim verfügt das Land über zwei international renommierte Chemie- bzw. Pharmakonzerne.
An zweiter Stelle unter den umsatzstärksten Industriezweigen rangiert der Fahrzeugbau (ohne Zulieferer), der im Jahr 2008 einen Umsatz von mehr als 13 Mrd. EUR erzielte und nahezu 32.000 Menschen beschäftigte. Mit der Zulieferinitiative Rheinland-Pfalz, dem Commercial Vehicle Cluster Südwest, dem Digitalen Nutzfahrzeugcluster und dem Zentrum für Nutzfahrzeugtechnologie wird die Entwicklung dieser Branche in Rheinland-Pfalz unterstützt.
Mit Blick auf den Umsatz nimmt die Metallerzeugung und –bearbeitung den dritten Rang, gemessen an der Anzahl der Beschäftigten den zweiten Rang ein (rd. 9,2 Mrd. EUR Umsatz; fast 41.000 Beschäftigte).
Der Maschinenbau, das Ernährungs- und Tabakgewerbe sowie die Gummi- und Kunststoffverarbeitung sind weitere wichtige Industriebranchen in Rheinland-Pfalz. In Anbetracht der vielen Mineralwasserquellen, der größten Weinanbaufläche Deutschlands sowie eines breiten Spektrums an Brauereien (größte Brauerei ist die Bitburger Braugruppe GmbH) ist die Getränkeindustrie von hoher wirtschaftlicher Bedeutung für das Land. Mittelgroße Industriebranchen in Rheinland-Pfalz (Jahresumsatz: 2-5 Mrd. EUR) sind das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe, die Herstellung von Büromaschinen und DVGeräten (Elektrotechnik) sowie die Glas- und Keramikindustrie.
Die Möbelindustrie, die Schmuckindustrie, das Holzgewerbe sowie die Lederindustrie (einschließlich der Herstellung von Schuhen) zählen auf Landesebene zu den vergleichsweise kleinen Industriebranchen mit einem Jahresumsatz von jeweils unter 1,5 Mrd. EUR. Angesichts ihrer teilweise starken regionalen Konzentration sind diese Branchen für die jeweilige Region jedoch von hoher Bedeutung. Beispiele hiefür sind die Südwestpfalz bei der Schuhindustrie, die Region um Idar-Oberstein bei der Schmuck- und Edelsteinindustrie oder das Kannenbäckerland im Westerwald bei der Keramikindustrie. Unterstützung finden die Unternehmen der Keramikindustrie im „Innovationscluster Metall & Keramik“.
Die 5 größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes in Rheinland-Pfalz im Jahr 2008
Quelle: Statistisches Landesamt
Prozentuale Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts in den Bundesländern 2008 (im Vergleich 2007)
Quelle: Statistisches Landesamt (Angaben: 2009)
Produktivität der Flächenländer: Bruttowertschöpfung pro Erwerbstätigem im verarbeitenden Gewerbe
Quelle: Statistisches Bundesamt (Angaben: 2008)
Saldo aus Existenzgründungen und Betriebsaufgaben nach Flächenländern
Quelle: Statistisches Bundesamt (Angaben: 2006)
Die 10 größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes nach Umsatz
Quelle: Statistisches Landesamt (Angaben: 2008)
Daten und Fakten
Branchenstruktur der Rheinland-Pfälzischen Industrie
Produktivität der Flächenländer: Bruttowertschöpfung pro Erwerbstätigem im verarbeitenden Gewerbe
Saldo aus Existenzgründungen und Betriebsaufgaben nach Flächenländern
Die 10 größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes nach Umsatz
Die 10 größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes nach Anzahl der Beschäftigten
