Christian Mang und Mario Lars gewinnen die Rückblende 2020

Die Sieger der 37. Rückblende stehen fest: Es sind der Fotograf Christian Mang und der Karikaturist Mario Lars. Beide konnten die Jury des deutschen Preises für politische Fotografie gemeinsam mit dem Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen überzeugen, der von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V. (BDZV) vergeben wird.

Christian Mang erhält den mit 7.000 Euro dotierten Foto-Preis der Bevollmächtigten für eine Aufnahme, die eine Berliner Protestdemo in Berlin aus dem Frühjahr 2020 zeigt als Demonstrantinnen ohne Mund-Nasen-Schutz Polizisten anschreien. Der Karikaturist Mario Lars gewinnt den Karikaturenpreis der deutschen Digitalpublisher und Zeitungsverleger für eine Zeichnung, die sich mit dem Lockdown während der Corona-Pandemie auseinandersetzt. Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Die Jury-Vorsitzende, Staatssekretärin Heike Raab, erklärte: „Mit der Rückblende 2020 schauen wir zurück auf ein Ausnahmejahr, das uns in vielerlei Hinsicht gefordert hat. Wir beschreiten aber auch neue Wege: Mit der digitalen Preisverleihung können wir heute ein breiteres Publikum erreichen und für den deutschen Preis für Fotografie und Karikatur werben. Außerdem zeigen wir die Rückblende-Ausstellung mit den 100 besten Fotos, 5 besten Foto-Serien und 50 besten Karikaturen in einem neuen „Showroom“ auf der Webseite www.rueckblende.rlp.de. Hier können die Besucherinnen und Besucher auch bis zum 17. Februar für ihre Favoriten abstimmen, den beliebten Publikumspreis wählen. Gleichzeitig haben wir mit dem Showroom nun eine digitale Alternative, sollten – wie im vergangenen Jahr – nicht alle Tourneestationen ausstellen können.“

Zu den weiteren Gewinnern des Abends zählten der Fotograf Daniel Pilar, der für den „Leica-Camera-Preis - die beste Serie 2020“ mit einer Leica CL Kamera ausgezeichnet wurde. Seine Serie Geschlossene Gesellschaft – Stillstandsverwalter in der Corona-Pandemie. zeigt sechs Personen in ihren Unternehmen und Institutionen, die Corona-bedingt derzeit keinen Publikumsverkehr haben, darunter der Kölner Dom, die Elbphilharmonie und der Frankfurter Flughafen. Der Fotograf Michael Kappeler erhielt den mit 3.000 Euro dotierten Preis für „Das scharfe Sehen 2020“ gestiftet von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz für sein Foto der Aspiranten auf den CDU-Parteivorsitz, Friedrich Merz und Armin Laschet.

In der Kategorie Karikatur überzeugten Klaus Stuttmann mit Variantenreichtum zum Tragen von Alltagsmasken unter dem Titel „Es lebe der Föderalismus!“ und Mathias Hühn mit einer Karikatur des AfD-Vorsitzenden, der einen abgestorbenen Baum als Klimahysteriker beschimpft. Klaus Stuttmann erhielt den mit 2.000 Euro dotierten „2. Preis Karikatur“, Mathias Hühn den „3. Preis Karikatur“ und 1.000 Euro. Diese wurden wie auch der 1. Preis gestiftet vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V.

Heike Raab dankte in diesem Zusammenhang allen Partnern der Rückblende, die trotz eines wirtschaftlich angespannten Jahres den Preis unterstützen. „Die Beschränkungen der Pandemie sind für uns alle spürbar – gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich; sie stellen ebenso die Medienschaffenden vor Herausforderungen. Ich bin daher dankbar für die Rekordteilnahme von 1.587 Einsendungen und das Engagement unserer Partner, die der Rückblende ihren Stellenwert als politisches Bildgedächtnis geben.“