Das Europa von morgen gestalten die Bürgerinnen und Bürger

„Am 9 Mai feiern wir den Europatag und damit 70 Jahre europäische Erfolgsgeschichte. Wir können stolz sein auf die Errungenschaften der Europäischen Union und ihr starkes Fundament aus gemeinsamen Werten und dem Streben nach Frieden, Freiheit Wohlstand und Solidarität. Ohne Robert Schuman, der mit seiner Rede am 9. Mai 1950 den Grundstein für den Einigungsprozess legte, wäre Europa nicht, was es heute ist.“

Die Pandemie mit zeitweise geschlossenen Grenzen hat uns klargemacht, wie sehr wir in Europa schon zusammengewachsen sind. Der Europatag ist ein Tag, an dem wir uns ins Gedächtnis rufen können, wie wertvoll das Erreichte ist – nicht nur für die Grenzregionen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.“

„Am diesjährigen Europatag richten wir den Blick aber auch darauf, wie die Europäische Union zukünftig aussehen soll“, betonte die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatssekretärin Heike Raab, anlässlich des Startschusses für die Konferenz zur Zukunft Europas, mit dem ein europaweiter Beteiligungsprozess eingeläutet wird. „Wie wir den großen Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Digitalisierung, der Stärkung der Wirtschaft und sozialen Gerechtigkeit gemeinsam begegnen, betrifft uns alle in Europa und wird Auswirkungen auf das Leben nachfolgender Generationen haben. Deshalb begrüße ich die Initiative, die gesamte europäische Bevölkerung an der Diskussion über Zukunftsthemen wie zum Beispiel Bildung, Kultur, Jugend und Sport sowie Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit in Europa zu beteiligen und ihr eine Stimme zu geben, die von den europäischen Institutionen gehört wird.“

Eine mehrsprachige digitale Plattform ist die zentrale Drehscheibe für die Konferenz zur Zukunft Europas. Die Ideen, Veranstaltungen und Debatten zu den großen Fragen der europäischen Zukunft wie z.B. Demokratie in Europa oder Bildung, Kultur, Jugend und Sport werden hier gebündelt. Sie dienen den Bürgerpanels auf nationaler Ebene, die zu einem Drittel aus jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren bestehen sollen, als Diskussionsgrundlage. Erste Ergebnisse werden bereits im Frühjahr 2022 unter der französischen Ratspräsidentschaft vorgestellt.

Ziel der Konferenz zur Zukunft Europas ist es, die Diskussion über die Weiterentwicklung der Europäischen Union auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene zu führen und die Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedstaaten aktiv daran zu beteiligen. „Auch wir werden mit eigenen Formaten und in Partnerschaft mit vielfältigen Akteuren der Zivilgesellschaft im Laufe des Jahres Teil der Konferenz zur Zukunft Europas sein und ich freue mich auf die starken europäischen Stimmen bei uns in Rheinland-Pfalz. Nur wer jetzt mitredet, kann mitgestalten!“, erklärt Staatssekretärin Heike Raab.