Die Gesellschaft muss aufwachen und aufstehen gegen Judenfeindlichkeit

„Der kaltblütige Angriff auf die Synagoge in Halle ist eine Aufforderung an alle in unserer Gesellschaft, aufzuwachen und aufzustehen gegen jede Form der Judenfeindlichkeit“. Das haben der Beauftragte von Ministerpräsidentin Malu Dreyer für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Dieter Burgard, und der hessische Beauftragte für jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus, Uwe Becker, bei einem Treffen in der Mainzer Staatskanzlei erklärt.

Die Sicherheit jüdischer Einrichtungen müsse bundesweit verstärkt werden.

Uwe Becker, neu gewählter Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, ist auch Bürgermeister der Stadt Frankfurt - mit 6000 Bürgern jüdischen Glaubens neben Berlin ein bundesweites jüdisches Zentrum mit Einrichtungen wie dem Anne-Frank-Zentrum und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Dieter Burgard und Uwe Becker wollen in der neuen Bund-Länder-Kommission eng zusammenarbeiten, die im November zu ihrer 2. Sitzung zusammenkommt. Diese Kommission, so Burgard und Becker, müsse nach dem Anschlag in Halle noch mehr Gehör finden.

Das Jahr 2021 sehen beide Beauftragte als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu mehr Kenntnissen über das Judentum. Dann solle das Thema „1700 Jahre Juden in Deutschland“ bundesweit in den Blickpunkt gerückt werden.