Innovationen, Kultur, Wald und Wein – Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßt den Bundespräsidenten und seine internationalen Gäste

„Wer Rheinland-Pfalz besucht, lernt ein Land kennen, das schon lange Wirtschaft und Umweltschutz versöhnt. 41 Prozent des Landes sind Wald – deswegen freuen wir uns sehr, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch unseren Nationalpark zusammen mit dem Diplomatischen Korps besuchen wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Außerdem sei Rheinland Pfalz ein Land des Zusammenhalts. „Die Menschen sind optimistisch und stellen ehrenamtliches Engagement in den Vordergrund. Für andere da sein und gemeinsam gestalten ist unser Lebensgefühl und unsere Überzeugung“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Informations- und Begegnungsreise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Rheinland-Pfalz.

Einmal im Jahr lädt das Staatsoberhaupt die Missionschefs des Diplomatischen Korps und der in Deutschland vertretenen Internationalen Organisationen zu einer Reise in eines der 16 Bundesländer ein. Die rund 200-köpfige Delegation besucht heute den Hunsrück und die Mosel. 

Die Ministerpräsidentin dankte dem Bundespräsidenten, dass er in diesem Jahr Rheinland-Pfalz für seine Begegnung mit den internationalen Repräsentanten ausgewählt habe. „Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie von Ihrem Besuchsprogramm viele gute Eindrücke mitnehmen und hoffentlich gerne wiederkommen,“ so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Diplomaten unterschiedlichster Länder seien regelmäßig zu Gesprächen und Veranstaltungen zu Gast in Mainz, denn gerade für ein exportorientiertes Land wie Rheinland-Pfalz sei die Pflege von Partnerschaften und internationalen Kontakte sehr wichtig. „Schön, dass wir uns auch einmal außerhalb meines Dienstsitzes austauschen können und gemeinsam eine um diese Jahreszeit besonders schöne Region von Rheinland-Pfalz besuchen.“

Der Auftakt der Informations- und Begegnungsreise führte den Bundespräsidenten und seine Gäste gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. „Als Landesregierung sind wir besonders stolz auf unser Naturschutzgebiet, eine grüne Lunge unseres an Naturschätzen reichen Bundeslandes. Ganz seltene Tier- und Pflanzenarten haben dort - wieder - ein Zuhause gefunden“, so die Ministerpräsidentin. Daher sei es ihr ein großes Anliegen gewesen, dem hochrangigen Besuch den rheinland-pfälzischen Nationalpark im Rahmen einer Rundfahrt sowie das Besucherzentrum zu zeigen. Nachhaltigkeit sei nicht nur Schutz von Umwelt und Natur. Wichtig sei auch Umweltbildung, um jungen Menschen nahe zu bringen, wie sie sich langfristig für den Erhalt der Natur und Artenvielfalt einsetzen könnten.

Von Traben-Trarbach nach Bernkastel-Kues fuhren die Missionschefs des Diplomatischen Korps und der in Deutschland vertretenen Internationalen Organisationen anschließend mit dem Schiff „Wappen von Cochem“ entlang des Weinanbaugebiets an der Mosel. „Rheinland-Pfalz ist das Weinland Nummer eins. Es ist nicht nur Deutschlands größtes Weinanbaugebiet, Winzer und Winzerinnen arbeiten hier höchst innovativ und nachhaltig“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Mosel sei geprägt von Steillagen und Schieferböden, die Grundlage für exzellenten Riesling seien. “Die Digitalisierung birgt große Chancen für Moselwinzer, deren Arbeit in steilen Weinbergen durch Drohnen und intelligente Hilfssysteme sehr erleichtert wird“, sagte die Ministerpräsidentin.

Der zweite Teil des Besuchsprogramms in Rheinland-Pfalz führt den Bundespräsidenten und seine Gäste am Nachmittag nach Bernkastel-Kues. Dort werden sie das Cusanusstift besichtigen. Der Gelehrte und Kardinal Nikolaus von Kues stiftete in seinem Geburtsort ein „Armenhospital“. Seit 500 Jahren bietet die spätgotische Stiftsanlage alten Menschen Unterkunft und Fürsorge. In dem historischen Gewölbekeller betreibt das DRK-Sozialwerk die weltweit größte Vinothek für Moselriesling. Dort wird die internationale Delegation moselländische Weinkultur kennen lernen. Zum Ende der Informations- und Begegnungsreise lädt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Abendempfang auf Schloss Lieser ein. 
 

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