Israel bleibt für uns ein wichtiger Partner

„Israel bleibt für uns ein ganz wichtiger Partner! Die Koalitionspartner haben im neuen Koalitionsvertrag ganz bewusst den Beziehungen zu Israel einen wichtigen Stellenwert eingeräumt. Das wird die Landesregierung nun weiter mit Leben erfüllen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich des Gesprächs zum Abschied der israelischen Generalkonsulin Sandra Simovich.

Mit ihrem herzlichen Dank an Sandra Simovich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit verband die Ministerpräsidentin die besten Wünsche bezüglich der seit Mitte Juni abgeschlossenen Regierungsbildung in Israel. „Ich bin zuversichtlich, dass wir beispielsweise die etablierten Kooperationen mit dem israelischen Bildungsministerium und der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in der Bildungs- und Gedenkarbeit erfolgreich werden fortsetzen können. Es ist das Ziel unserer Regierung, die besonderen Beziehungen zu Israel weiter zu stärken, unter anderem durch eine verstärkte Erinnerungsarbeit für und mit der Jugend unseres Landes, die Förderung von deutsch-israelischen Schulpartnerschaften und die Unterstützung der Gründung des Deutsch-Israelischen Jugendwerks.“

„Erinnern und Gedenken bleibt für uns in Deutschland eine zentrale Aufgabe. Antisemitismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. Mit Dieter Burgard haben wir in Rheinland-Pfalz einen engagierten Antisemitismus-Beauftragten, dessen Rechtsstellung wir stärken und zudem gesetzlich verankern werden,“ betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Rheinland-Pfalz unterstützt die jüdisch-arabische Friedens- und Bildungsstätte Givat Havia seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Diese leiste einen wichtigen Beitrag zu den Friedensbemühungen gerade im nachbarschaftlichen Kontext. Wie wichtig das sei, hätten die jüngsten Auseinandersetzugen in Israel nachdrücklich gezeigt, so die Ministerpräsidentin.

Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Israel und Rheinland-Pfalz sind vielfältig. Seit Oktober 2020 unterhält Rheinland-Pfalz eine Wirtschaftsrepräsentanz in Israel, die rheinland-pfälzische und israelische Unternehmen verstärkt vernetzen soll. „Ich hoffe, sehr, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie zukünftig wieder mehr persönliche Begegnungen und Reisen ermöglicht,“ sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Gegenüber der Generalkonsulin drückte sie ihre Freude über die beeindruckende Impfkampagne in Israel mit 56 Prozent vollständig geimpften Personen aus. Inzwischen ist auch mehr als die Hälfte der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer einmal geimpft (54 Prozent) und mehr als ein Drittel zweimal geimpft (33,5 Prozent). Für die israelischen Restriktionen bei touristischen Reisen zeigte die Ministerpräsidentin Verständnis: Die Entwicklung der Pandemie weltweit bereite Sorge und es sei Vorsicht geboten, damit die Delta-Variante nicht die Erfolge dieses Jahres zunichte macht.

Sandra Simovich war von August 2017 bis Juli 2021 Generalkonsulin des Staates Israel in München und wird im August 2021 in das Außenministerium Israel zurückkehren. Ihre Nachfolgerin im Generalkonsulat in München, das auch für Rheinland-Pfalz zuständig ist, ist Carmela Shamir.