Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei Einweihung des Wohnprojekts Froh2Wo in Bad Dürkheim

„Wohnen ist ein soziales Gut und für die Lebensqualität und die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen von elementarer Bedeutung. Zusammenleben, sich gegenseitig im Alltag helfen, kommunikativ sein, aber auch Rückzugsräume bieten – dies ist für uns eine moderne und mit den Zukunftswünschen der Bevölkerung im Einklang stehende Form des Wohnens“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Einweihung des genossenschaftlichen Wohnprojekts „Froh2Wo“ in Bad Dürkheim.

Das generationsübergreifende Wohnprojekt verfügt über 41 neue Wohneinheiten, von denen alle barrierearm und 13 barrierefrei sind. Ein Drittel der Wohnungen soll an Menschen mit Anspruch auf sozial geförderten Wohnraum vergeben werden.

„Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sowie steigender Immobilien- und Mietpreise wächst der Bedarf an bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnungen. Die Entwicklung neuer, gemeinschaftlicher Wohnkonzepte ist daher von zentraler Bedeutung. Genossenschaften, die als sogenannte `dritte Säule´ neben Miete und Eigentum bezeichnet werden, sind eine sehr gute Alternative zum bestehenden Wohnungsmarkt“, so die Ministerpräsidentin. „Das demokratische Prinzip von Genossenschaften bietet Beteiligung und Mitbestimmung. Die Gemeinschaft entscheidet, wie beispielsweise gebaut wird, welche Aktionen geplant werden und wie man sich aktiv in das Quartiersleben einbringen möchte. Das ist gelebte Demokratie und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt! Ich wünsche mir von Herzen, dass sich viele Menschen von Ihrem Projekt inspirieren lassen und wir noch viele weitere genossenschaftliche Wohnprojekte in Rheinland-Pfalz einweihen können“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die vier Gebäude des Wohnprojekts wurden nach aktuellen Energieeffizienz-Richtlinien gebaut und auf allen Dächern wurden Photovoltaikanlagen installiert. Sie verfügen über eine Regenwassernutzungsanlage sowie ein Blockheizkraftwerk, die Außenanlagen wurden mit insektenfreundlichen Pflanzen sowie Nutzpflanzen begrünt. Bereits heute leben in dem Projekt Menschen im Alter zwischen sieben Monaten und 84 Jahren aus acht Nationen, darunter zwei ukrainische Familien. Das gemeinsame Wohnen findet in gemeinschaftlich nutzbaren Räumen wie einem Hobbykeller, einer Gemeinschaftsküche, Hauswirtschaftsräumen oder auch einem CoWorking Space statt.

Das Projekt wurde mit Mitteln des Finanz- und Bauministeriums, des Sozialministeriums, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) sowie des Bundes gefördert. Die Landesberatungsstelle „Neues Wohnen Rheinland-Pfalz“ hat durch Beratungsangebote unterstützt.