Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Tag des Innehaltens, des Gedenkens und des Reflektierens

„Es liegt in unser aller Verantwortung, uns jeden Tag, heute und in Zukunft, für ein friedliches, tolerantes und demokratisches Miteinander einzusetzen und uns entschieden gegen jede Form der Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit, der Gewalt, des Chauvinismus‘ und des Hasses zu stellen. Dass wir heute in Frieden in unserem Land leben, ist ein unschätzbar hohes Gut, das niemals selbstverständlich werden darf“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Bad Kreuznach, zu der die Landesregierung gemeinsam mit der Stadt Bad Kreuznach und dem Landesverband Rheinland-Pfalz des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge eingeladen hatte.

Am Volkstrauertag wird der Menschen gedacht, die in der Vergangenheit und in der Gegenwart ihr Leben durch Krieg, Terror und Gewalt verloren haben. Der Volkstrauertag sei ein Tag des Innehaltens, des Gedenkens und des Reflektierens, so die Ministerpräsidentin. Sie betonte, dass Erinnerungsarbeit notwendig sei, damit niemals vergessen werde, zu welch unvorstellbarer Grausamkeit Menschen fähig seien. Die Ministerpräsidentin würdigte auch die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, in dem sich ehrenamtlich Engagierte für das Gedenken all jener einsetzen, die Gewalt und Krieg zum Opfer gefallen sind.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte, dass Frieden ein kostbares Gut sei und den Frieden zu erhalten, eine immerwährende, mit großen Anstrengungen verbundene Aufgabe. Sie verwies dabei auch auf aktuelle Konfliktherde und dankte allen Soldaten und Soldatinnen sowie Polizisten und Polizistinnen aus Rheinland-Pfalz, die derzeit im Auslandsdienst tätig sind, um vor Ort Menschen und Institutionen zu schützen, zu verteidigen und weiterzubilden.

Die Ministerpräsidentin wies auch auf die zunehmenden Anfeindungen gegen Helfer und Helferinnen, Rettungskräfte, Minderheiten, Andersdenkende, Amts- und Mandatsträger sowie Journalisten und Journalistinnen hin. „Wir können es nicht akzeptieren, dass Menschen solchen Angriffen ausgesetzt sind. Denn jeder Angriff ist immer auch ein Angriff auf unsere Demokratie“, sagte die Ministerpräsidentin. Sie betonte, dass Hass und Hetze, Populismus und rechtem Gedankengut kein Nährboden bereitet werden dürfe. Dies sei auch eine der Lehren, die am Volkstrauertag gezogen werden müsse.

„Es ist unsere Aufgabe, uns unermüdlich für Frieden und Verständigung einzusetzen. Das ist unsere Verpflichtung gegenüber den nächsten Generationen“, so die Ministerpräsidentin.