Qualitätsjournalismus auch in der digitalen Welt wichtig für lebendige Demokratie

„Durch die Digitalisierung ist die Medienwelt heute so vielfältig wie nie. Die Corona-Pandemie hat den Transformationsprozess enorm beschleunigt. Die journalistisch-redaktionelle Aufarbeitung von Informationen ist deshalb umso wichtiger für eine lebendige Demokratie und den Kampf gegen Falschmeldungen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf der Content Convention in Mainz.

„Es braucht Medienschaffende, die kritische Fragen stellen, Aussagen einordnen und Desinformation enttarnen – egal ob im Rahmen einer klassischen Nachrichtensendung oder auf digitalen Plattformen“, so die Ministerpräsidentin weiter. Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Medienkongress als digitales Event statt.

In der Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der Nachrichten“ betonte die Ministerpräsidentin die Bedeutung von Qualitätsjournalismus als tragende Säule einer demokratischen Gesellschaft. „Die Digitalisierung der Medienlandschaft ist ein Fortschritt und bietet mehr kommunikative Chancengleichheit. Vor allem Nachrichteninhalte prägen den gesellschaftlichen Diskurs. Wir müssen aber auch alle Generationen erreichen, deshalb brauchen wir kreative Medienmacher und -macherinnen, damit Qualitätsjournalismus durch zeitgemäße Formate punkten kann“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Verbreitung von Informationen und die direkte Kommunikation über Online-Plattformen habe sich durch die Corona-Pandemie deutlich verstärkt. „Meine Landesregierung und ich haben auch selbst neue digitale Wege genutzt, um mit den Bürgern und Bürgerinnen in Kontakt zu kommen. Das Gute an dieser Entwicklung ist, dass die Kommunikationskanäle dabei in beide Richtungen funktionieren. Sie erlauben Interaktion. Das bietet neue Chancen für gesellschaftlichen Austausch“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

Heike Raab, Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales, eröffnete die Paneldiskussion mit einem Impuls. „Die Content Convention verbindet den Medienstandort Mainz mit internationalen Playern der Branche. Traditionelle Fernsehsender wie das ZDF, SWR oder die privaten Rundfunkanbieter gehören hier ebenso zur Medienlandschaft, wie Funk und ARD Online, Radio- und Zeitungsmacher, aber auch YouTuber, Start Ups und Digitalagenturen. Sie alle sind beispielhaft für neuen Content, für Innovationen aus Mainz, mit Strahlkraft weit über die Region hinaus.“

„Medienvielfalt sicherzustellen und Kommunikationsräume offen zu halten, wird eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre bleiben. Denn Vielzahl bedeutet eben nicht gleich Vielfalt und Meinungsmacht fällt immer häufiger mit Marktmacht zusammen. Es braucht deshalb ein Denken über das rein wirtschaftliche hinaus – ein Verantwortungsgefühl und ein Bewusstsein für den Wert der Medien für unsere Demokratie. Die Content Convention bietet auch für diese Debatte eine hervorragende Plattform“, bekräftigte die Medienstaatssekretärin.

Die Staatskanzlei richtet die Content Convention zusammen mit ZDF Digital, dem Zweiten Deutschen Fernsehen, dem Südwestrundfunk, Google, der LMK Medienanstalt Rheinland-Pfalz, der Hochschule Mainz, der Internationalen Filmschule Köln und dem Spieleentwickler Ubisoft nach einem erfolgreichen Start im letzten Jahr zum zweiten Mal aus.