Starke Tarifbindung hilft Beschäftigten und Unternehmen

„Rheinland-Pfalz ist das Land der starken Sozialpartnerschaft. Geschäftsführungen, Arbeitnehmervertretungen, Gewerkschaften und Landesregierung ziehen gemeinsam an einem Strang, um unser Land voranzubringen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Betriebs- und Personalräteforum. Rund 800 Betriebs- und Personalräte waren in die Opel-Arena nach Mainz gekommen, um über die Zukunft der Tarifbindung zu diskutieren und sich mit der Ministerpräsidentin auszutauschen.

„Rheinland-Pfalz ist wirtschaftlich stark, wir sind für die Zukunft gerüstet“, betonte die Ministerpräsidentin und verwies auf die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aber auch in Rheinland-Pfalz sinke die Tarifbindung, was Nachteile für die Beschäftigten mit sich bringe und den Unternehmen bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften schade.

Daher setze sich ihre Landesregierung für eine stärkere Tarifbindung ein. Arbeitgeber, Gewerkschaften und der Staat müssten gemeinsam ihren Beitrag dazu leisten. „Wir stärken Arbeiternehmervertretungen und Gewerkschaften“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Diejenigen, die sich ehrenamtlich für die Interessen ihrer Kollegen und Kolleginnen engagieren, leisten mit ihrem täglichen Engagement in den Betrieben und Dienststellen einen unverzichtbaren Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt unseres Landes. Mir ist ein Herzensanliegen, dass die starke Sozialpartnerschaft weiterhin ein Markenzeichen für Rheinland-Pfalz bleibt.“

Der Staat stärke Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, indem er 90 Prozent aller Steuerzahler durch die Abschaffung des Solidaritätszuschlags entlaste. Das Paketbotenschutzgesetz helfe konkret den Menschen, die bald die Weihnachtsgeschenke für die Haustüre brächten. Ab 2020 werde zudem stufenweise die Mindestausbildungsvergütung eingefügt. „Sie hilft dort, wo es bisher keine Tarifverträge gibt“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. 2021 komme die Grundrente, von der rund 1,5 Millionen Menschen profitierten, die über 35 Jahre gearbeitet haben. „Die Grundrente ist ein wichtiger Schritt zur Anerkennung der Lebensleistung von so vielen Menschen in unserem Land“, betonte die Ministerpräsidentin.

„Neben dem demografischen Wandel und der fortschreitenden Globalisierung sind es vor allem die Digitalisierung und die Transformation, die Unternehmen und Beschäftigte vor große Herausforderungen stellen. Für eine Arbeitswelt der Zukunft fördert die Landesregierung Projekte, die dem Kompetenzerhalt und der -entwicklung, dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie der Personalgewinnung und Arbeitgeberattraktivität dienen. Wir begleiten Betriebe und Beschäftigte in diesen Veränderungsprozessen und helfen mit, Beschäftigung in Rheinland-Pfalz auch in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zukunftsfest zu gestalten“, so Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in ihrem Schlusswort.

Weitere Bilder finden Sie hier.