Wirtschaft in der Katastrophenregion braucht eine Perspektive

Die Hochwasserkatastrophe hat auch die Unternehmen in der Region hart getroffen, Gebäude und Maschinen wurden beschädigt oder teilweise sogar ganz zerstört. Von dem Ausmaß der Schäden haben sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsstaatsekretärin Petra Dick-Walther bei einem Besuch der Wershofen GmbH in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Bild gemacht.

Das Unternehmen beschäftigt zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie sieben Auszubildende und ist spezialisiert in der Gestaltung von Bädern, Heizungstechnik sowie dem Einsatz von Erneuerbaren Energien im häuslichen Umfeld. Die Firma ist in direkter Nähe zur Ahr ansässig. Das Firmengebäude wurde bei der Hochwasserkatastrophe teilweise zerstört. „Die Hochwasserkatastrophe hat nicht nur Menschen ihr Heim genommen, sie hat auch ganze Lebenswerke vernichtet. Was über Generationen aufgebaut wurde, wurde über Nacht zerstört“, so die Ministerpräsidentin. Umso wichtiger sei es nun, schnell die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die von der Konferenz der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen beschlossenen Hilfen schnellstmöglich bei den Betroffenen ankämen.

Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther betonte, dass die Landesregierung alles unternehme, um die Betriebe zu unterstützen. Die Hochwasserkatastrophe dürfe nicht auch noch dazu führen, dass Menschen ihren Arbeits- oder Ausbildungsplatz verlören. „Die Hochwasserkatastrophe war und ist eine enorme Belastung für die Menschen in der Region. Wir müssen nun alles tun, um die Existenz der Unternehmen sowie die Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern. Die Betriebe sind das Rückgrat der Regionen und elementar für die Zukunft und die Prosperität der Ortschaften“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Dick-Walther. Die 5.000 Euro Soforthilfe für die Unternehmen sei ein erster wichtiger Schritt zur Abmilderung der finanziellen Belastung. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther betonten, dass Bund und Länder die betroffenen Unternehmen auch mit Hilfen aus dem Aufbaufonds unterstützen werden. Die Landesregierung arbeite mit Hochdruck daran, auch die Aufbauhilfen, nach abschließender Befassung des Bundestags, schnell auf den Weg zu bringen.

Es sei zudem beeindruckend zu sehen, mit welchem herausragenden Engagement, welcher Spontanität und Kreativität die Wirtschaft der Wirtschaft helfe. „Egal ob Winzer, die Winzern helfen, Unternehmen, die Unternehmen helfen oder Handwerker, die Handwerkern helfen, auch in der größten Not wie der Hochwasserkatastrophe stehen Wirtschaft und Gesellschaft bei uns in Rheinland-Pfalz zusammen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei dem Besuch der Material-Sammelstelle der Hilfsaktion der Elektro-Innung in Niederzissen. Die Welle der Hilfsbereitschaft sei ein starkes Signal für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, betonte die Ministerpräsidentin. Gemeinsam dankten Malu Dreyer und Petra Dick-Walther Obermeister Christian Müller und Frank Simonis, Simo-tec GmbH, für die Koordination der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie für die Verteilung der gespendeten Materialien.

Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther ergänzte, dass die Hilfsaktionen der Unternehmen und des Handwerks ein wichtiges Element des Wiederaufbaus sei. „Die Selbsthilfe der Unternehmen ist beeindruckend, sie greift schnell und effizient. Dafür möchte ich mich ausdrückglich bedanken. Ohne die Unterstützung der vielen Unternehmen wären wird beim Aufräumen und ersten Reparaturen nicht so weit, wie wir es heute sind. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, schnellstmöglich auch die Aufbauhilfen für die Unternehmen bereitzustellen“, so die Wirtschaftsstaatssekretärin. Die Hochwasserkatastrophe dürfe nicht zu einer dauerhaften wirtschaftlichen Schlechterstellung der Region führen. „Unternehmen, das Handwerk, aber auch die vielen Betroffenen brauchen Hoffnung und eine belastbare Perspektive“, so Dick-Walther.

Das historische, am Dienstag beschlossene Wiederaufbaupaket sei eine Botschaft der Solidarität und Hoffnung für die betroffenen Regionen, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Die Region wird noch lange mit den Folgen zu kämpfen haben, sie steht aber nicht allein, Bund und Länder stehen an ihrer Seite“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.