Zweibrücker Bahnhof soll wieder Verkehrsdrehscheibe der Region werden

Anlässlich der Revitalisierung des Hauptbahnhofs in Zweibrücken hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Bedeutung der Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Reisenden aus der Region insbesondere im Hinblick auf den geplanten Ausbau der S-Bahn Rhein-Neckar zwischen Homburg und Zweibrücken betont.

„Der Anfang zu unserem großen Projekt ist von Seiten der Stadt und ihrer Baugesellschaft gemacht. Wir werden jetzt alles daransetzen, dass der Ausbau der S-Bahn zwischen Homburg und Zweibrücken zügig vorangeht. Der Zweibrücker Hauptbahnhof soll wieder die Verkehrsdrehscheibe der Region werden," unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch im Hauptbahnhof und dem anschließenden digitalen Bürgerdialog im Ratssaal der Stadt Zweibrücken. Zu letzterem konnten Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld Fragen einreichen.

„Das Land Rheinland-Pfalz und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) bemühen sich schon lange, die Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken zu reaktivieren. Zuerst stieß dies nicht überall auf Zustimmung, doch inzwischen sind alle Partner mit an Bord“, betonte die Ministerpräsidentin. Im Juli vergangenen Jahres stimmten die Verkehrsminister der Länder Rheinland-Pfalz und des Saarlandes sowie des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar zu, die Unterlagen für die Planfeststellung einzureichen. Nach der Prüfung durch das Eisenbahnbundesamt findet ab dieser Woche der Versand der Unterlagen statt. Ab Mitte März sollen Bürgerinnen und Bürger dann gleichzeitig im Saarland und in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit haben, die Planungen auch online einzusehen. Das Land Rheinland-Pfalz hatte im Rahmen seiner Transparenzstrategie bereits vor längerer Zeit einen Entwurf der Vorplanungen online gestellt. „Damals gab es kaum Hinweise und wir sind optimistisch, dass das aufgrund der guten Vorplanung so bleibt“, sagte Werner Schreiner, der beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar das Verfahren betreut. Die gute Nachricht von Seiten der Deutschen Bahn ist, dass das Vorhaben wirtschaftlich so ausgewogen ist, dass die Länder im Vorfeld keine der üblichen Ausgleichszahlungen zahlen müssen. Der VRN hat den Bau- und Finanzierungsvertrag geprüft und sieht keine Einwände gegen die Vertragsunterzeichnung.

Die GeWoBau Zweibrücken erwarb 2018 das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Hauptbahnhofs von der Deutschen Bahn. Ziel war es, den Bahnhof zu revitalisieren, die Attraktivität des Stadtviertels zu steigern und im Hinblick auf die Planungen für die S-Bahn Rhein-Neckar Zweibrücken zu einer attraktiven Station zu machen. Die weiteren Pläne der GeWOBau, im Obergeschoss des Bahnhofs Wohnungen einzurichten, tragen nach Auffassung der Ministerpräsidentin dazu bei, den Standort „Hauptbahnhof“ weiter zu stärken. 

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (Kreisverband Südwestpfalz) öffnete bereits 2019 der Backshop „Bummelzug“. Dieser zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Inklusionsbereich arbeitet. Gleiches gilt für den „Postzug“, eine Filiale der Deutschen Post AG, die genauso wie der Pressekiosk 2020 öffnete. Die vom VRN geförderte Mobilitätszentrale öffnete im Dezember 2020. Nach Schulung durch die Deutsche Bahn verkaufen dort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Inklusionsbetriebs Fahrkarten des VRN und des Fernverkehrs. Darüber hinaus hält die Mobilitätszentrale Informationen für Touristen über die Herzogsstadt bereit. Diese inklusiven Arbeitsmöglichkeiten begrüßte Ministerpräsidentin Malu Dreyer ausdrücklich.

Die Ministerpräsidentin freut sich, dass im Zusammenhang mit der Verbesserung des ÖPNV in Zweibrücken in diesem Sommer auch der Start zum Bau des Haltepunktes Zweibrücken-Rosengarten erfolgen soll. Der neue Haltepunkt wird unter anderem eine verbesserte Erschließung der touristischen Attraktionen im Rosengarten ermöglichen. Die Überlegungen des Zweibrücker Oberbürgermeisters im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der S-Bahn die lothringische Stadt Bitche, mit ihrer seit 1979 unter Denkmalschutz stehenden Festung, durch eine grenzüberschreitende touristische Buslinie mit Zweibrücken zu verbinden, unterstützt die Ministerpräsidentin.