Ausnahmefußballerin und Vorbild

Mit der ehemaligen Fußball-Nationalspielerin Heidi Mohr verliere Rheinland-Pfalz eine Ausnahmefussballspielerin, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Heidi Mohr ist im Alter von 51 ihrem Krebsleiden erlegen. „Sie war viel mehr, als nur ein Ausnahmetalent im Frauenfußball. Neben ihren großen Erfolgen war sie für viele Mädchen und Frauen Vorbild, sich auch in einem von Männern dominierten Sport durchsetzen und erfolgreich sein zu können“, sagte die Ministerpräsidentin.

„Sie war eine außergewöhnliche und bodenständige Sportlerin, die als Pionierin den deutschen Fußball prägte. Ihrer Heimat fühlte sie sich immer sehr verbunden.“

Ihren größten Erfolg auf Vereinsebene feierte Heidi Mohr in Rheinland-Pfalz, als sie 1993 mit dem TuS Niederkirchen die deutsche Meisterschaft gewann. „Unvergessen bleiben ihre Europameistertitel 1989 und 1991“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. 

Heidi Mohr wurde 1967 in Weinheim in Baden-Württemberg geboren. Über Umwege gelang sie zum TuS Niederkirchen in der Pfalz. 1999 wurde Heidi Mohr zu „Europas Fußballerin des Jahrhunderts“ gewählt. Für ihre drei Europameistertitel erhielt sie zwei Mal das Silberne Lorbeerblatt, die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in Deutschland. Im Jahr 2000 beendete sie ihre Karriere beim 1. FFC Frankfurt. Erst im Januar dieses Jahres war sie in die „Hall of Fame“ der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen gewählt worden.

„Mein Mitgefühl gilt ihrer Familie und ihren Freunden, denen ich viel Kraft wünsche“, sagte die Ministerpräsidentin.