Bundespräsident besucht innovative Orte in der Südwestpfalz

„Rheinland-Pfalz hat pulsierende Städte und lebendige Dörfer. Das liegt an den Menschen, die ihre Heimat gestalten und viele innovative Ideen haben. Aufgabe der Landesregierung ist es, dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Politik in Rheinland-Pfalz ist deshalb immer auch Politik für den ländlichen Raum“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Südwestpfalz.

Sie sei stolz darauf, dass Rheinland-Pfalz viele hervorragende Beispiele für die Lebendigkeit und den Zusammenhalt des ländlichen Raums vorweisen könne. „Ich freue mich, dass der Bundespräsident sich bei seiner Themenreise über Orte und Projekte in unserem Land informiert, die zukunftsweisende Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels geben“, so die Ministerpräsidentin. Es sei eine besondere Ehre, dass Rheinland-Pfalz das Staatsoberhaupt in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal als Gast begrüßen dürfe.

Im Rahmen seiner Themenreise „Land in Sicht – Zukunft ländlicher Räume“ besucht Frank-Walter Steinmeier ländliche Regionen in allen Teilen Deutschlands. Erste Station seiner Reise durch Rheinland-Pfalz war die Firma „comlet Verteilte Systeme“ auf dem Gelände der Kreuzberg Kaserne in Zweibrücken. Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Hochschule Kaiserslautern und als Dienstleistungsunternehmen für „Embedded Systems“ sehr erfolgreich. 

Durch die enge Verbindung zur Hochschule ist es dem Unternehmen möglich, innovative Forschung und industrielle Praxis zu verknüpfen. 

Im Anschluss an diesen Termin fand in der nahegelegenen ehemaligen Kasernenkapelle eine Gesprächsrunde mit Vertretern von Hochschule und Wirtschaft statt, bei der es um die Situation und den Ausblick des Wirtschaftsstandortes Konversionsfläche ging. Dabei präsentierten Studenten aus dem Fachbereich Informatik ihren E-Rennwagen. Der Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern ist das erste und größte Konversionsprojekt in Rheinland-Pfalz mit mittlerweile über 2.700 Studierenden.

Die Versorgung im ländlichen Raum war Thema bei der nächsten Besuchsstation des Bundespräsidenten in der Ortsgemeinde Großsteinhausen, die mit 625 Einwohnern nahe an der französischen Grenze liegt. Dort besuchten Bundespräsident Steinmeier und Ministerpräsidentin Dreyer den Multifunktionsdorfladen „Sonjas Lädchen“. Er bietet insbesondere älteren und weniger mobilen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Dinge des alltäglichen Bedarfs und ist mit seinem Dorfcafé ein Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. „Natürlich unterscheidet sich das Leben auf dem Land von dem in einer Metropole. Aber gerade auf dem Land gestalten Menschen ihre Heimat ganz aktiv mit und stellen das gute Miteinander und die Gemeinschaft in den Vordergrund. Insofern ist die Debatte um Heimat auch eine Demokratie-Debatte, wie Bürger und Bürgerinnen ihr Umfeld gestalten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Zur Mittagszeit wurden sie in der Grundschule im benachbarten Bottenbach mit einem deutsch-franzöischen Lied von den Schülerinnen und Schülern herzlich begrüßt. Dort informierten sich der Bundspräsident und die Ministerpräsidentin über das Projekt des Landfrauenverbandes „Ernährungsführerschein“ für die 3. Klasse und aßen anschließend gemeinsam mit den Kindern zu Mittag.

Am späten Nachmittag wird sich der Bundespräsident bei einem Rundgang durch die vielfach prämierte Ortsgemeinde Rumbach über die Förderung regionaler Baukultur und naturverträglichen Tourismus im Rahmen der Dorferneuerung informieren. Das Besuchsprogramm in Rheinland-Pfalz endet mit einem Empfang für ehrenamtlich Engagierte aus der Region.

Zur Bildergalerie