Bundesratspräsidentin Malu Dreyer zu hochrangigen Gesprächen in Israel und den Palästinensischen Gebieten

„Deutsch-Israelische Freundschaft leben, Partnerschaften ausbauen“ – unter diesem Motto reist Bundesratspräsidentin Malu Dreyer vom 21. bis 24. Oktober 2017 nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete. Höhepunkte der Delegationsreise sind Gespräche mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin und dem israelischen Premierminister Benyamin Netanyahu.

Außerdem sind Treffen mit dem Sprecher des israelischen Parlaments, der Knesset, Yuli Edelstein sowie mit dem Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Rami Hamdallah geplant.

In Jerusalem wird die Delegation die zentrale israelische Gedenkstätte Yad Vashem besuchen. Dort werden auch die „Gerechten unter den Völkern“ geehrt, die sich während der Shoa in Lebensgefahr begaben, um Juden zu retten. Darunter sind 569 Deutsche, einige davon aus dem heutigen Rheinland-Pfalz. Sibylla Cronenberg aus Rolandseck bei Remagen zum Beispiel, die in ihrem Hotel eine jüdische Familie beherbergte und Josef Heinen aus Ahrweiler, der eine jüdische Familie in seinem Wochenendhaus versteckte.  

Ein Schwerpunkt der Reise ist das Thema Bildung und Begegnung. Geplant ist in diesem Kontext ein Besuch der Givat Haviva International School. Givat Haviva ist die älteste und größte Institution, die sich in Israel für das jüdisch-arabische Verständnis einsetzt, den kulturellen und religiösen Pluralismus fördert und für Frieden und demokratische Werte wirbt. An den Bildungsprogrammen von Givat Haviva nehmen jedes Jahr viele arabische und jüdische Jugendliche teil. Darüber hinaus gibt es auch internationale Begegnungsprojekte mit Rheinland-Pfalz, zum Beispiel das Programm „Face-to-Face“. Rheinland-Pfalz und Givat Haviva verbindet eine langjährige Freundschaft und Partnerschaft. Das Land fördert die Friedensarbeit von Givat Haviva jährlich mit knapp 100.000 Euro. Bundesratspräsidentin Malu Dreyer wird von drei rheinland-pfälzischen Schülern nach Israel begleitet, die selbst an Austauschprogrammen von Givat Haviva teilgenommen haben. 

Eine weitere Station der Reise ist eine Schule für Migranten- und Flüchtlingskinder, viele von ihnen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus. Außerdem besucht die Delegation das Forschungsprojekt „Oliveoil“ in Gilat, eine Kooperation zwischen israelischen Forschungseinrichtungen und der Universität Koblenz-Landau, sowie die Ben-Gurion-Universität des Negev, die ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Quantenphysik mit der Universität Mainz betreibt.

Zur Delegation von Bundesratspräsidentin Malu Dreyer zählen der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, Dr. Gerhard Braun, der Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, Dietmar Muscheid, der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch, Prof. Dr. Ferdinand Schmidt-Kaler vom Fachbereich Physik der Universität Mainz und Prof. Dr. Gabriele Schaumann von der Universität Koblenz-Landau sowie Vertreter des Bildungsprojekts Givat Haviva und der Medien. Es ist die letzte Auslandsreise von Malu Dreyer als Bundesratspräsidentin. Am 1. November gibt sie ihr Amt turnusgemäß ab.

Hier finden Sie Impressionen der Reise.