Digital lehren und lernen

„Unser Ziel ist es, dass an jeder Schule und in jedem Unterricht digitales Lehren und Lernen zum Teil des schulischen Alltags wird. Daher werden wir nun verstärkt die Grundschulen auf dem Weg in die digitale Welt begleiten. Denn auch vor der Welt der Kinder und dem Leben von Schülern und Schülerinnen in der Grundschule macht der digitale Wandel nicht halt“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Sie startete in der Grundschule am Gartenfeld in Dolgesheim die Pilotphase für zwölf Grundschulen, die in das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ aufgenommen werden. 

Ziel der Pilotphase sei, in den nächsten zwei Jahren die Bedürfnisse von Grundschulen im Bereich Medienkompetenzförderung zu ermitteln und ein pädagogisches Konzept dazu zu entwickeln. „Zu diesem gehört auch ein gut durchdachtes grundschulgerechtes, technisches Ausstattungskonzept, das gemeinsam mit den Pilotschulen erprobt werden soll“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Bei der Auswahl der Schulen habe man die Vielfalt der Grundschulen abbilden wollen. Die ausgewählten Grundschulen erhalten bis zu 7.500 Euro pro Schule aus dem Landesprogramm zur bedarfsorientierten Verbesserung der technischen Infrastruktur. Weiterhin werden unter anderem Lehrkräftefortbildungs-veranstaltungen durch das Pädagogische Landesinstitut durchgeführt, das für die erforderliche pädagogische und projektorientierte Betreuung zuständig ist. 

„Die digitale Bildung ist ein bildungspolitischer Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz und wird bereits seit neun Jahren sehr erfolgreich durch das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ vorangebracht“, sagte die Ministerpräsidentin. Das Programm richtet sich an Schüler und Schülerinnen, (angehende) Lehrkräfte sowie Eltern. Im Mittelpunkt stehe die kritische, verantwortungsvolle und effiziente Nutzung digitaler Medien. „Rheinland-Pfalz ist damit auf einem sehr guten Weg und nimmt im bundesweiten Vergleich seit Jahren eine Vorreiterrolle ein“, sagte die Ministerpräsidentin. Dies habe die Studie „Schule digital – der Länderindikator 2015“ der Telekom Stiftung Ende letzten Jahres bestätigt. Rheinland-Pfalz ist als einziges Flächenland in den TOP 3 vertreten. Den Schulen wird bescheinigt, dass sehr häufig digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden, sie über eine gute Ausstattung verfügen, dass sie durch Fortbildungen unterstützt werden und in sehr hohem Maße detaillierte, schuleigene Konzepte zur Medienbildung vorhanden sind. 

„Ziel der Landesregierung ist, die Chancen der Digitalisierung in allen Lebensbereichen zu nutzen und ihre Risiken zu minimieren. Denn die Digitalisierung soll das Leben der Menschen besser machen und wir wollen sie gestalten“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Rheinland-Pfalz Digital. Wir vernetzen Land und Leute“ sei deshalb ein Markenzeichen für Rheinland-Pfalz. Zudem habe sie das bundesweit erste Digitalisierungskabinett einberufen sowie den „Digital-Dialog“ unter dem Motto „Mitmachen, Mitreden, Mitbestimmen“ auf digital.rlp.de initiiert. 

Ministerpräsidentin Malu Dreyer nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen an schulischer Bildung Beteiligten – Schulleitungen, Lehrkräften, Schülern und Schülerinnen und Eltern – für die engagierte Arbeit im Rahmen des Landesprogramms, insbesondere beim Pädagogischen Landesinstitut und den Mitarbeitern des Teams „Medienkompetenz macht Schule“, zu bedanken. „Alle Beteiligten haben wesentlich dazu beigetragen, Medienkompetenz als eine entscheidende Schlüsselqualifikation für Gegenwart und Zukunft in und außerhalb von Schule zu etablieren“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Medienkompetenz macht Schule

Die digitale Bildung ist bildungspolitischer Schwerpunkt der Landesregierung und wird seit neun Jahren durch das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ vorangebracht. Dabei steht eine umfassende Medienkompetenzförderung von allen an schulischer Bildung Beteiligten – (angehenden) Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern – im Mittelpunkt. Über 63.000 Lehrkräfte aller Schularten wurden im Einsatz von digitalen Medien und im Jugendmedien-, Daten- und Verbraucherschutz fortgebildet und qualifiziert, mehr als 2.100 Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen wurden als Medienscouts ausgebildet und stehen ihren Mitschülerinnen und -schülern in den Schulen als Ansprechpartnerin und -partner bereit. An Elterninformationsveranstaltungen haben mehr als 51.500 Eltern teilgenommen. Über 60.000 Schülerinnen und Schüler aller Schularten nahmen zudem an den Schülerworkshops der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und rund 82.500 an den Schülerworkshops des Landesbeauftragen für den Datenschutz und die Informationsfreiheit teil. Auf dem landeseigenen Medienportal OMEGA stehen allen Lehrenden und Lernenden an rheinland-pfälzischen Schulen und Studienseminaren darüber hinaus 15.000 Medienbausteine kostenfrei zur Verfügung. 

Die jetzt ausgewählten Pilot-Grundschulen sind:

Grundschule am Gartenfeld, Dolgesheim 

Grundschule Seebachschule, Osthofen

Grundschule Rottmann-Schule, Simmern/Hunsrück

Grundschule Rhaunen

Grundschule Birkenfeld

Grundschule Erpel 

Grundschule Bodelschwingh, Bendorf

Grundschule am Frankenwall, Asbach

Grundschule Obermoschel

Grundschule Pestalozzi, Zweibrücken

Grundschule Vogelgesang, Speyer 

Grundschule Edenkoben