Landesgremium Demenz

„Seit 2003 verfolgen wir in Rheinland-Pfalz eine konsequente und breit gefächerte Demenzstrategie. Mit dem neuen Landesgremium Demenz schaffen wir eine zentrale Plattform zum Austausch und zur Weiterentwicklung unserer Maßnahmen", sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

„Demenz – vergiss mich nicht“ – das Motto des Welt-Alzheimertages 2015 passt gut zu den in Rheinland-Pfalz angestoßenen Beteiligungsprozessen, die wir über das Landesgremium Demenz stärken wollen. Ich bin stolz, dass alle angefragten Partnerinnen und Partner aus ganz unterschiedlichen Bereichen meiner Berufung in dieses Gremium gefolgt sind. Die Bereitschaft, sich gemeinsam der Aufgabe zu stellen und Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen, ist groß“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Die Demenzstrategie der Landesregierung in Rheinland-Pfalz setzt auf die Sensibilisierung und Enttabuisierung des Themas in der Öffentlichkeit, auf die Verbesserung von Beratungsangeboten und die Qualifizierung von Hausärzten, Pflegefachkräften und Angehörigen. Mit dem von der Sozialministerin berufenen Landesgremium Demenz wird die rheinland-pfälzische Demenzstrategie im Sinne einer dauerhaft angelegten engen Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Pflege, Medizin, Beratung und Selbsthilfe untermauert. Damit können das vielfältige Wissen und die spezifischen Erfahrungen aus der Praxis in die unterschiedlichen Bereiche einfließen.

Das Landesgremium Demenz wird von einem fachlichen Beirat begleitet und bei den Arbeitsprozessen von zwei vom Land geförderten Koordinierungsstellen unterstützt. Die Koordinierungsstelle für die Bereiche Selbsthilfe und Beratung ist bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz zu erreichen, die Koordinierungsstelle für die Bereiche Medizin und Pflege bei der Rheinhessen-Fachklinik Alzey.

„Mit der Unterstützung von Beirat und Landesgremium Demenz möchten wir Schnittstellenprobleme in der Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen diskutieren und Verbesserungsmöglichkeiten in den bestehenden Beratungs- und Versorgungssystemen in gemeinsamer Absprache angehen. Die Expertenempfehlungen sind dafür eine gute Grundlage und Handlungsorientierung. Neue Umsetzungsansätze wurden bereits in der ersten Sitzung des Landesgremiums Demenz besprochen und werden jetzt weiterentwickelt. Dieser gemeinsame Entwicklungsprozess im Sinne der betroffenen Menschen und deren pflegender Angehöriger freut mich sehr“, so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Die Arbeit des Landesgremiums Demenz bezieht sich auf die Ergebnisse eines unabhängigen und multiprofessionellen Expertenforums Demenz, das zwischen August 2013 und Juli 2014 Empfehlungen für eine bestmögliche Versorgung, Beratung und Betreuung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen erarbeitet hat. Die Zusammenführung der unterschiedlichen Bereiche Pflege, Medizin, Beratung und Selbsthilfe wird nun im Landesgremium Demenz in einem breit angelegten Beteiligungsprozess fortgeführt.

Nähere Infos zur Demenzstrategie Rheinland-Pfalz können Sie unter www.msagd.rlp.de/demenzstrategie nachlesen.