Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Trier und in der Eifel

Auch am zweiten Tag ihrer Sommerreise von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Trier, in Bernkastel-Kues und in der Eifel standen Frauen im Mittelpunkt. Ganz nach dem Motte der diesjährigen Sommerreise - „Starke Frauen, starkes Land".

Zum Auftakt ihres zweiten Reisetags traf die Ministerpräsidentin kommunale Gleichstellungsbeauftragte und Vertreterinnen des Netzwerks „Frauen in Bewegung“ der Region Trier. „Politik und Verwaltung können sehr viel von dem großen Engagement und der gebündelten Kompetenz von Frauennetzwerken profitieren“, betonte die Ministerpräsidentin. Das gelte in den Kommunen genauso wie auf Landesebene. Deshalb wolle sie den Ausbau der Frauennetzwerke nach Kräften unterstützen: „Die regionalen und die landesweiten Bündnisse sind nicht nur wichtige Mitstreiterinnen für gleichstellungspolitische Ziele. Sie  sind oft auch Impulsgeberinnen für die Politik und Motor der gleichstellungs-politischen Entwicklung.“

Zweite Station war das Weingut Witwe Dr. Thanisch, Erben in Bernkastel-Kues. Es zählt zu den Spitzenweingütern in Rheinland-Pfalz. Produziert werden hier ausschließlich Riesling-Weine. In der mehr als 380-jährigen Geschichte des Weinguts spielten Frauen immer eine tragende Rolle. Seit vier Generationen wird das Weingut von Frauen geführt. „Heute ist es zum Glück selbstverständlich, dass Frauen Führungspositionen einnehmen. Auch als Winzerinnen und Unternehmerinnen stehen sie Männern in nichts nach“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Dies sei zur Zeit der Übernahme des Weinguts durch die ersten Frauen der Familie sicher noch anders gewesen. Allerdings würden auch heute noch die meisten Mitgliedsbetriebe des VDP von Männern geführt. Deshalb unterstütze die Landesregierung gründungswillige Frauen mit zahlreichen Beratungs- und Förderangeboten.

Im Anschluss besuchte die Ministerpräsidentin den evangelischen Kindergarten Vitelliuspark in Wittlich, der seine Öffnungszeiten an Eltern im Schichtdienst angepasst hat. Hier gibt es eine „Frühaufstehergruppe“, die schon um 5.30 Uhr beginnt und eine „Nachteulengruppe“, in der die Kinder bis 22.30 Uhr betreut werden. Diese Öffnungszeiten seien bislang landesweit einmalig, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „In vielen Familien profitieren von den verlängerten Öffnungszeiten wahrscheinlich am stärksten die Mütter. Sie erhalten hier die Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Sie können arbeiten, ihr Einkommen sichern und zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Das ist aktive Armutsprävention.“ Der Ausbau der Kinderbetreuung in Rheinland-Pfalz bleibe ein Schwerpunkt der Politik der Landesregierung. Nach dem Ausbau des Platzangebots in den rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten in den vergangenen zehn Jahren solle das neue Kitazukunftsgesetz dafür sorgen, dass die gute Qualität in der Kinderbetreuung gesichert, weiterentwickelt und gleichmäßig in die Fläche getragen werde.

Am Nachmittag ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu Gast beim Training der Frauenmannschaft des FC Bitburg. “Frauenfußball ist heute zum Glück etwas Selbstverständliches in unserem Land“, sagte die Ministerpräsidentin. Trotzdem zeige sich, auch am Beispiel der gerade laufenden WM und dem teilweise frauenfeindlichen Shit-Storm gegen eine weibliche Fußballkommentatorin, dass der Weg bis zu einer vollständigen, gelebten Gleichstellung noch weit sei. Hier leisteten die Sportvereine einen wichtigen Beitrag: „Im Sportverein wird Gleichberechtigung gelebt und man sieht, worum es dabei eigentlich geht: Dass jeder Mensch die Chance hat mitzuspielen. Das Leistung zählt und Fair Play.“  Die Frauenmannschaft des FC Bitburg ist schon seit 1992 aktiv. Derzeit spielt sie in der Regionalliga Südwest.

Zum Abschluss des 2. Tags ihrer Sommerreise besucht  Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Internationalen Frauengarten in Trier. „Der Garten ist ein Musterbeispiel für Kreativität. Der Frauennotruf Trier geht damit erfolgreich alternative Wege und unterstützt Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, wirksam dabei, zu neuer Kraft und  neuem Selbstbewusstsein zu finden“, betonte die Ministerpräsidentin. Ursprünglich sei der Garten zur Integration von Migrantinnen und zu deren Unterstützung bei der Verarbeitung von Traumata eingerichtet worden. Mit der Zeit habe er sich jedoch zu einem Treffpunkt für alle interessierten Frauen entwickelt.

Bilder der Sommerreise finden Sie in unserer Mediathek