Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Ministerin Anne Spiegel unterzeichnen Charta der Vielfalt

„Mit der heutigen Unterzeichnung der Charta der Vielfalt setzt die Landesregierung ein deutliches Zeichen für eine Kultur des gegenseitigen Respekts und der Wertschätzung jedes Einzelnen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, einer Behinderung oder sexueller Identität.“ Das unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute in Mainz.

„Mit der Charta der Vielfalt bekennen wir uns klar dazu, dass Vielfalt unsere Gesellschaft auszeichnet und bereichert“, so die Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, Anne Spiegel. Die Charta ergänzt die Strategie Vielfalt der Landesregierung. Die Ministerpräsidentin und die Ministerin unterzeichneten die Charta für die Landesregierung in Anwesenheit von Denise Hottmann, Boehringer Ingelheim, als Vorstandsmitglied der Charta der Vielfalt e.V. und der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, sowie zahlreicher Gäste.

„Rheinland-Pfalz ist bunt und vielfältig; die Vielfalt prägt unsere Region in der Mitte Europas bereits seit Jahrhunderten“, so die Ministerpräsidentin. Angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen sei es umso wichtiger, ganz ausdrücklich und aktiv für Vielfalt und deren Akzeptanz einzutreten. Dies diene nicht nur dem Einzelnen, sondern stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt und komme auch der wirtschaftlichen Entwicklung zugute. Die Landesregierung fördere Vielfalt auch als Arbeitgeber durch eine Kultur, in der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Ideen einbringen könnten, so die Ministerpräsidentin.

Ministerin Spiegel umriss in ihrem Ausblick die Maßnahmen, mit denen die Strategie Vielfalt umgesetzt werde. „Wir bringen die Menschen zusammen, ob in der interministeriellen Arbeitsgruppe Vielfalt, am Runden Tisch Antidiskriminierung und Vielfalt oder durch die Unterstützung des Netzwerks diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz.“ Das diene dem Schutz der Menschenrechte ebenso wie den Interessen aller Beteiligten, so die Ministerin weiter. Die Maßnahmen umfassen ein breites Spektrum von der Aufklärung und Information über die Personalentwicklung und Projektförderung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.

Die Charta der Vielfalt ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Die Initiative will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Mehr als 2.600 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet; in Rheinland-Pfalz sind es – inklusive der heutigen Unterzeichnung -  bislang 84 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.

Im Rahmen der Veranstaltung bekannten sich außerdem folgende Personen zur Charta:

Albrecht Bähr, Diakonie Rheinland-Pfalz
Klaus-Peter Hammer, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Rheinland-Pfalz
Hans-Josef Bracht, Mitglied des Landtags
Barbara Schleicher-Rothmund, Mitglied des Landtags
Jaqueline Rauschkolb, Mitglied des Landtags
Claudia Becker-Schäfer, Omnibusverband Süd-West e.V.
Joachim Schulte, QueerNet Rheinland-Pfalz e.V.
Jacques Delfeld, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz
Judith Delfeld, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz
Romano Blum-Baqué, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz
Norbert de Wolf, Fachverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz Rheinland-Pfalz
Hélène de Wolf, Unternehmen à la Carte/Fair World Academy
Adolf Kessel, Mitglied des Landtags
Prof. Dr. Konrad Wolf, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur
Dr. Gerhard F. Braun, Landesvereinigung Rheinland-Pfälzischer Unternehmerverbände e.V.
Frank Dupré, Baugewerbeverband Rheinland-Pfalz e.V.
Dr. Bernhard Braun, Mitglied des Landtags
Heidrun Schulz, Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Saarbrücken
Roland Strasser, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Bezirk Ludwigshafen
Brigitte Jakob, ver.di, Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
Nina Melches, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Katrin Györy, AGO Stahlbau Neuwied GmbH
Sandor Györy, Arn Georg AG
Andrea Benecke, Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz
Dr. Markus Mai, Landespflegekammer Rheinland-Pfalz
Hermann Hubing, Schreiner Rheinland-Pfalz/Unternehmerverband Handwerk Rheinland-Pfalz e.V.
Andreas Resch, Industrie- und Handelskammer Rheinhessen
Dr. Klaus Manns, ADAC Mittelrhein e.V.
Dr. Ulrich Oelschläger, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Gracia Schade, Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e.V.
Matthias Rösch, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung
Denise Hottmann, Boehringer Ingelheim
Ralph Spiegler, Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz
Benno Langenberger, Deutsche Polizeigewerkschaft im DBB, Landesverband Rheinland-Pfalz
Jürgen Hesch, Landkreistag Rheinland-Pfalz
Gerold Reker, Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Dipl.-Psych. Malika Laabdallaoui, Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V., Landesverband Rheinland-Pfalz
Torsten Jäger, Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz
Ulrike Pingel, IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz
Miguel Vicente, Beauftragter für Migration und Integration
Charlotte Nell, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V.

Das Bekenntnis ist eine Form der Unterstützung der Charta.