Standort steht jetzt fest

Bad Neuenahr-Ahrweiler wird Standort der fünften rheinland-pfälzischen Landesgartenschau im Jahr 2022. Das haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing nach dem Beschluss des Ministerrats bekannt gegeben.

„Wir freuen uns auf die Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Entscheidung ist dem Ministerrat nicht leichtgefallen. Alle vier Bewerberstädte waren als Standort für die Landesgartenschau grundsätzlich geeignet und haben stimmige, teils sehr unterschiedliche Konzepte vorgelegt“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

Das Konzept von Bad Neuenahr-Ahrweiler sieht vor, den Strukturwandel vom Kur- und Heilbad zu einem zeitgemäßen Gesundheits- und Erholungsstandort auch im Stadtbild nachzuvollziehen. Punktuelle städtebauliche Maßnahmen mit dem Schwerpunkt Familien- und Mehrgenerationenwohnen, inklusive Wohnformen sowie die teilweise Neugestaltung des Freiraums sollen die touristische Attraktivität unterstreichen. Mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz kann in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Attraktivität der Stadt deutlich gesteigert und ein Impuls für die ganze Region gesetzt werden.

Der Ministerrat hat die beteiligten Ministerien (Wirtschaft, Innen, Umwelt und Finanzen) sowie die Stadt  Bad Neuenahr-Ahrweiler nun beauftragt, ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu erstellen und bis Jahresende  vorzulegen.

Das Bewerbungsverfahren zur Ausrichtung der fünften rheinland-pfälzischen Landesgartenschau im Jahr 2022 wurde auf Grundlage eines umfangreich überarbeiteten Konzeptes zur Planung und Durchführung von Landesgartenschauen realisiert. Dabei wurden erstmals ein Bewertungsbeirat, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von elf verschiedenen Institutionen und Organisationen, sowie eine Auswahlkommission, bestehend aus den Staatssekretären der für eine Förderung in Frage kommenden Ressorts (MdI, FM, MUEEF und MWVLW), unter Vorsitz des MWVLW eingesetzt.

Der Ministerrat hat sich sehr intensiv mit den städtebaulichen Herausforderungen aller Bewerberstädte auseinandergesetzt. Diese Herausforderungen werden von der Landesregierung ausdrücklich auch bei den drei Bewerbern, die nicht ausgewählt worden sind, gesehen. Für diese Städte war schon das Bewerbungsverfahren sinnvoll, durch das bereits ein Mehrwert für eine städtische Gesamtplanung geschaffen wurde. So wurde im Rahmen der Bewerbung eine Analyse der  Entwicklungspotenziale, des Quartiersmanagements, der Sozialplanung und von modernen Stadtmodellen gründlich durchdacht. Daher wird die Landesregierung  auch mit Bitburg, Neuwied und Bad Kreuznach konzeptionell an der Lösung ihrer Bedarfe arbeiten.