Starkes Zeichen des Friedens, der Hoffnung und Völkerverständigung

Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben das Friedenslicht aus Bethlehem in die Staatskanzlei nach Mainz gebracht. „Das Friedenslicht ist ein starkes Zeichen des Friedens, der Hoffnung und der Völkerverständigung“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Dass Sie es zu uns in die Staatskanzlei tragen, macht uns jedes Jahr wieder deutlich, dass uns das Schicksal aller Länder angeht.“

Gerade angesichts der zahlreichen und zunehmenden Konflikte weltweit sei es umso wichtiger, das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Friedlich und gut miteinander zusammenzuleben.

In diesem Jahr ermutige die Aktion unter dem deutschlandweiten Motto „Frieden braucht Vielfalt“, oder auch der Mainzer Variante „Vielfalt braucht Frieden“, sich für den Frieden und eine tolerante Gesellschaft einzusetzen. „Das Motto könnte passender nicht sein. Denn wir streiten in Deutschland aktuell sehr darüber, wie vielfältig unser Land sein soll. Dabei gibt es viel mehr, das uns verbindet als uns unterscheidet“, so die Ministerpräsidentin.

2018 sei für die Friedenslicht-Aktion auch deshalb ein besonderes Jahr, da sie Jubiläum feiere. Sie bestehe seit nunmehr 25 Jahren in Deutschland. Dass sich die Pfadfinderbewegung seit so langer Zeit für Frieden und Versöhnung einsetze, freue sie sehr, sagte die Ministerpräsidentin. „Herzlichen Dank für Euer Engagement, die Zeit, die Ihr investiert, und die Wege, die Ihr auf Euch nehmt. Ich wünsche alles Gute für die nächsten 25 Jahre.“

Die Delegation junger Pfadfinderinnen und Pfadfinder kam aus den Pfadfinderstämmen Mainz, Budenheim und Pfungstadt. Begleitet wurde sie von Mathias Berger, Diözesanjugendseelsorger des Bistums Mainz, und Clemens Kipfstuhl, Diözesankurat der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg im Bistum Mainz.

Das Friedenslicht gilt als Symbol der Hoffnung auf Frieden am Weihnachtsfest. Die Kerzen, die an einem Licht aus der Geburtsgrotte Jesu entzündet worden waren, reisen in sicheren Behältern per Flugzeug und Bahn und werden in ganz Europa verteilt. Seit 1994 sorgen deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder dafür, dass es an Weihnachten in Kirchen, Wohnungen, Krankenhäusern, Kindergärten, Seniorenheimen, Flüchtlingsunterkünften, Rathäusern und Justizvollzugsanstalten leuchtet. Privatleute können sich das Licht in den Kirchen vieler Gemeinden abholen. In Mainz ist es seit Jahren Tradition, dass die Flamme aus Betlehem auch in die Staatskanzlei gebracht wird.