Verbandsgemeinde Oberes Glantal führt als 114. Kommune Ehrenamtskarte ein

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, hat in Schönenberg-Kübelberg mit dem Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Manfred Weißmann, die Kooperationsvereinbarung für die Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte unterschrieben. Von den vier Verbandsgemeinden im Landkreis Kusel ist die Verbandsgemeinde Oberes Glantal die erste, die die landesweite Ehrenamtskarte einführt.

„Für diese Aufgeschlossenheit möchte ich mich bei allen Beteiligten recht herzlich bedanken“, sagte Staatssekretär Clemens Hoch. Insgesamt ist die Verbandsgemeinde die 114. Kommune, die sich an dem Projekt beteiligt. „Wir wissen, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für unsere Gesellschaft ist. Ohne diesen freiwilligen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger würde unser soziales, kulturelles, aber auch unser politisches Zusammenleben nicht so gut funktionieren“, sagte der Chef der Staatskanzlei.

Er zeigte sich sehr stolz, dass Rheinland-Pfalz mit fast 50 Prozent ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger bundesweit den Spitzenplatz belege. „Als herausragende Anerkennung dafür, dass so viele Menschen in unserem Land tagtäglich in hohem Maße Verantwortung für andere und das Gemeinwohl übernehmen, haben wir auf Initiative von Ministerpräsidentin Malu Dreyer 2014 in Rheinland-Pfalz die landesweite Ehrenamtskarte eingeführt und die Kommunen im Land eingeladen, auf freiwilliger Basis mitzumachen. Damit wollen wir den Ehrenamtlichen für ihr Engagement danken und ihnen die verdiente Anerkennung zukommen lassen.“ Im Februar sei die Altersgrenze für die Ehrenamtskarte von 16 auf 14 Jahre gesenkt worden. Die Landesregierung wolle damit das Engagement von jungen Menschen stärker würdigen und fördern, sie anspornen, sich weiterhin zu engagieren, und sie für ein Ehrenamt begeistern.

Alle großen Städte, viele Verbandsgemeinden und schon sechs komplette Landkreise beteiligen sich an der Ehrenamtskarte. „Die Vergünstigungsliste wächst mit der Anzahl der mitmachenden Kommunen. Somit wird die Karte immer attraktiver, zumal die Inhaberinnen und Inhaber sie im ganzen Land nutzen können“, sagte Staatssekretär Clemens Hoch. Mit den heute neu hinzukommenden Vergünstigungen sei die Liste auf rund 530 Positionen angewachsen. Insgesamt sei die Ehrenamtskarte ein echtes Erfolgsmodell. Er wünschte allen ehrenamtlich Engagierten in der Verbandsgemeinde viel Freude bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit und der Nutzung der Ehrenamtskarte.

Der Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Manfred Weißmann freute sich, dass der Verbandsgemeinderat Oberes Glantal in seiner Sitzung vom 11.07.2017 die Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte einstimmig beschlossen hat. Dies sei ein weiteres Zeichen des Dankes, der Anerkennung und der Wertschätzung für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Es ist nicht selbstverständlich, einen nicht unerheblichen Anteil der Freizeit freiwillig für Dienste in der  Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, dass möglichst viele der ehrenamtlich Tätigen von dem Angebot der Ehrenamtskarte Gebrauch machen und somit in den Genuss der damit verbundenen Vergünstigungen kommen.

In der Verbandsgemeinde Oberes Glantal können die Inhaber der Ehrenamtskarte drei Vergünstigungen/Ermäßigungen in Anspruch nehmen. Der Eintrittspreis im Bergmannsbauernmuseum der Verbandsgemeinde beträgt hier 2,- Euro (regulär 3,- Euro). Für den Tretboot-Verleih am Ohmbachsee erfolgt ein Preisnachlass in Höhe von 2,- Euro auf den  regulären Preis (7,- Euro) für eine Stunde. Die Tageseintrittskarte im Warmfreibad Waldmohr wird ebenfalls für die Inhaber der Ehrenamtskarte vergünstigt.

Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 14 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden jährlich ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung bekommt. Weitere Informationen gibt es unter www.wir-tun-was.rlp.de.