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Neuer Höhepunkt: Start der 5. Staffel - Juni 2018

Die Initiative "Ich bin dabei!" von Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Mittlerweile sind in 22 Kommunen 210 Projektgruppen vor Ort eigenständig aktiv und in diesem Sommer beginnt in fünf weiteren Kommunen die fünfte Staffel. An dieser Runde nehmen die Stadt Germersheim sowie die Verbandsgemeinden Altenkirchen, Langenlonsheim, Meisenheim und Vordereifel teil. Ministerpräsidentin Dreyer dankte den Bürgermeistern der Kommunen für ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dem erfolgreichen Projekt. "Mit den Kommunen gemeinsam das Ehrenamt weiter unterstützen zu können, freut mich sehr. Vielen Senioren und Seniorinnen wird hierdurch ein Weg zu neuem und eigenverantwortlichem Engagement eröffnet", so die Ministerpräsidentin.

Obwohl schon 48 Prozent der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen sich ehrenamtlich engagieren und damit Rheinland-Pfalz an der Spitze aller Bundesländer steht, suchen vor allem ältere Bürger und Bürgerinnen neue Wege für ihr eigenes Engagement, so die Ministerpräsidentin. Genau um diese Zielgruppe geht es der Initiative konkret. "Darüber hinaus hören wir gerne, dass die Teilnahme an der Initiative in manchen Kommunen, die vor oder in der Fusion stehen, eine integrierende Wirkung hat", unterstreicht die Ministerpräsidentin.

In der ersten Staffel 2013/2014 nahmen die Pilotkommunen Worms, Nierstein-Oppenheim, Kirn-Land, Sprendlingen-Gensingen, Prüm und Boppard an der einjährigen Begleitung teil. In der zweiten Staffel 2014/2015 waren es die Kommunen Adenau, Andernach, Otterbach-Otterberg, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, in der dritten Staffel 2015/2016 Bad Marienberg, Heidesheim, Kirn, Montabaur, Rhein-Selz, Stromberg und am Beginn der jetzigen Legislaturperiode 2016/2017 die Kommunen Bad Sobernheim, Betzdorf-Gebhardshain, Flammersfeld, Hagenbach, Hamm (Sieg) und Ingelheim.

"Mit Netzwerktreffen für die Kümmerer der Projektgruppen sowie mit Nachhaltigkeitstreffen der Moderationsteams der einzelnen Staffeln sind wir auf Landesebene auch weiterhin Ansprechpartner für Austausch und Impulsgebung", sagt Bernhard Nacke, Beauftragter der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement. "Darüber hinaus erproben wir zurzeit zwei neue Formate: Die Themen-Strategiewerkstatt: Förderung der Vereine und die Zielgruppen-Strategiewerkstatt: Junge Erwachsene, die uns weitere Möglichkeiten der Engagemententwicklung in unseren Kommunen erschließen sollen", so Nacke.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer lädt zur 5. Staffel ein - Februar 2018

„An der Initiative „Ich bin dabei!“ haben bisher in vier Staffeln 22 Städte und Verbandsgemeinden teilgenommen. Dabei engagieren sich Bürger und Bürgerinnen in über 200 Projektgruppen“, schreibt Ministerpräsidentin Malu Dreyer in einem Brief an alle Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz, womit sie zur Teilnahme an der 5. Staffel einlädt.

Von den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen der teilnehmenden Kommunen wisse sie, „dass der Erfolg für viele überraschend groß“ sei. Nach Beendigung der Projektphase der 3. Staffel habe sie mit den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern aller beteiligten Kommunen eine Gemeinsame Erklärung vorgelegt, „in der wir vereinbart haben, den begonnenen Weg nachhaltig weiterzuführen“, so Ministerpräsidentin Dreyer.
„Im letzten Jahr hat die Leitung der Initiative damit begonnen, diesen neuen Ansatz auf ein neues Themenfeld sowie eine neue Zielgruppe anzuwenden“: Themenwerkstatt: Förderung der Vereine und Zielgruppen-Werkstatt: Junge Erwachsene. Diese sich mittlerweile in der Pilotphase befindenden neuen Formate stießen bei den 22 teilnehmenden Kommunen auf ein hohes Interesse. „All das hat mich motiviert“, schreibt Ministerpräsidentin Dreyer, „die Initiative fortzuführen.“

Die Frist zur Einreichung der Bewerbung der Teilnahme an der 5. Staffel der Initiative „Ich bin dabei!“ ist der 6. April 2018. Der Beauftragte der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement, Bernhard Nacke und Leiter der Initiative kommt gerne - auch vor der Bewerbung - in die Kommunen, um für die erfahrungsgemäß vielen Fragen vor Ort beratend zur Verfügung zu

(Terminanfragen können an ich-bin-dabei(at)stk.rlp.de gerichtet werden)

Staatssekretär Clemens Hoch: Neue Chancen für die kommunale Engagementpolitik - Landestreffen der 4. Staffel - 27. November 2017

„Vor vier Jahren haben wir mit der Initiative begonnen und heute sind in 22  Kommunen über 200 Projektgruppen mit ihrem Engagement unterwegs“, sagte Staatssekretär Clemens Hoch zur Begrüßung beim Landestreffen der 4. Staffel im Festsaal der Staatskanzlei. Mit den Bürgermeistern, den Moderationsteams und den Projektgruppenteilnehmern waren rund 180 Gäste der Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer gefolgt, die aus aktuellen bundespolitischen Gründen in Berlin weilte. Man wolle, sagte Staatssekretär Hoch, über die kommunalen Grenzen hinweg den Austausch zwischen den Projektgruppen in Gang setzen.

„Die kommunale Engagementpolitik hat eine enorme Bedeutung. Menschen kommen zusammen. Das Gemeindeleben wird lebendiger. Manche unerwartete Gestaltungsmöglichkeit werde Realität“. Er ergänzt: „Hierdurch wird die gesamte kommunale Familie gestärkt. Bürgerschaft und Politik arbeiten Hand in Hand“. So entstünden konkrete Antworten auf manche Herausforderungen in der Gesellschaft.

„Bürgerinnen und Bürger übernehmen Verantwortung. Sie sorgen sich um ihr Umfeld“. Die Initiative sei eine neue Chance für die kommunalpolitische Ehrenamtsförderung. „Ihnen allen danke ich sehr herzlich für das außergewöhnliche Engagement und für das, was Sie in Ihren Kommunen bewirken".

Bei der Talkrunde mit den Bürgermeistern der teilnehmenden Kommunen wurde deutlich, dass die Initiative eine Ergänzung und eine sehr gute Vernetzung im Ehrenamtsbereich der Kommune sein kann. Andere Bürgermeister seien nach anfänglicher Skepsis jetzt froh mitgemacht zu haben. Angesichts der Integration zweier Kommunen wurde festgestellt, man sei total begeistert, wie über die Grenzen der alten VG hinweg die neuen zusammengewachsen seien.

Auf die Frage nach Wünschen an das Land wurde einhellig ein „Weiter so“ erbeten. Darüber hinaus hieß es zum Beispiel auch: man brauche das Land weiterhin als Anlaufstelle und es sei wünschenswert, wenn es eine Plattform schaffe für die Kommunen. Andere wünschten sich eine Erweiterung der Initiative, da die bestehenden Vereine Unterstützung bräuchten. Wieder andere verwiesen auf den demographischen Wandel, gerade in den ländlichen Regionen. (Siehe O-Ton Talkrunde der Bürgermeister ….)

Die Talkrunde mit Mitgliedern der Moderationsteams brachte Einblicke in deren Aufgabenstellung. Die Strukturen der Initiative seien ganz neu und weckten bei vielen Menschen Potenziale, die man sonst nicht wecken könne. Im ländlichen Raum Mitstreiter zu finden, sei heute schwieriger geworden, die Initiative sei hierauf eine Antwort. Im Prozess der gemeinsamen Arbeit habe es auch Stolpersteine gegeben. Nur in einem netten Miteinander könne man Lösungen finden und Ängste abbauen. Man sei überrascht, dass man so viel auf die Beine stellen und so viele Menschen begeistern könne. Vom Land wünsche man sich unter anderem, dass das bürgerschaftliche Engagement eine Pflichtaufgabe für die Kommunen würde. Das Land solle die Initiative in den nächsten Jahren weiterführen, damit die Moderationsteams weiterhin unterstützt werden könnten und eine Vernetzung auf Landesebene weitergehe. Denn es sei ja mittlerweile bekannt, dass das Ehrenamt eine große gesellschaftliche Stütze sei. (Siehe O-Ton Talkrunde der Moderationsteams …)
Abschließend erinnerte der Beauftragte daran, dass Staatssekretär Hoch zu Beginn der Veranstaltung zugesichert habe, die Initiative gehe weiter. Darüber hinaus habe man im laufenden Jahr zwei neue Formate entwickelt, die derzeit in der Pilotphase erprobt würden: Themenwerkstatt: Förderung der Vereine und Zielgruppenwerkstatt: Junge Erwachsene. Die Weiterentwicklung der Initiative sei in vollem Gange.

Hier werfen Sie einen Blick ins Landestreffen.

 

 

Eine neue Zielgruppe: Zielgruppen-Werkstatt: Junge Erwachsene - September 2017

Die Initiative hat in allen bislang 22 teilnehmenden Kommunen eine Projekte-Werkstatt durchgeführt. Ausgerichtet speziell für die Zielgruppe von Menschen im Alter 60+ haben die Mitwirkenden dort die Gelegenheit erhalten, begleitet von einem Moderationsteam eigenständig Ideen für ein neues Engagement zu entwickeln und gemeinsam in Projektgruppen zu realisieren. 

Der Erfolg dieses Angebots ist so groß, dass gleich mehrere Kommunen sich interessiert gezeigt haben, nun auch das Engagement der jungen Erwachsenen (17-27 Jahre) anzuregen und zu unterstützen und dazu mit dem gleichen methodischen Ansatz eine eigene Projekte-Werkstatt durchzuführen.   

Zur Vorbereitung auf diese neue Aufgabe in den Kommunen werden die Moderationsteams auf Landesebene in der jetzt begonnenen Zielgruppen-Werkstatt: Junge Erwachsene unter dem Dach der Initiative qualifiziert. Die Moderationsteams erhalten dort die Gelegenheit, mit Unterstützung z.T. externer Experten schrittweise eine auf diese Zielgruppe bezogene Konzeption der Projekte-Werkstatt zu erarbeiten. Dabei wird es um Fragen gehen wie die, wie junge Erwachsenen sich unter Einsatz der Social Media ansprechen lassen und/oder ihre Arbeit in den Projektgruppen organisieren, auf welche Weise die spezielle Lebenssituation dieser Zielgruppe bei der Durchführung der Projekte-Werkstatt und bei der Unterstützung ihrer Arbeit an ihren Projektideen zu berücksichtigen ist – u.v.ä.m. 

"Die Zielgruppen-Werkstatt: Junge Erwachsene ist neben der gerade begonnenen Themen-Werkstatt: Förderung der Vereine ein zweites neues Element der Arbeit der Initiative. Sie bietet die Chance, sich einer Altersgruppe zuzuwenden, die für das zukünftige kommunale Leben von besonderer Bedeutung ist", so der Beauftragte der Ministerpräsidentin und Leiter der Initiative Bernhard Nacke. Die Erprobung in der Pilotphase werde zeigen, mit welchem Potenzial landesweit zu rechnen sei.

An der ersten Zielgruppen-Werkstatt: Junge Erwachsene nehmen Moderationsteams aus folgenden Städten bzw. Verbandsgemeinden teil: Adenau, Andernach, Boppard, Heidesheim, Kirn-Land, Montabaur und Rhein-Selz. Von letzterer kamen die Idee und schon konkrete Anregungen, das Grundkonzept der Projekte-Werkstatt für die kommunale Engagementförderung auch anderer Zielgruppen wie der jungen Erwachsenen zu nutzen.

Ein neuer Ansatz: Themen-Werkstatt: Förderung der Vereine - August 2017

Die Initiative “Ich bin dabei!" von Ministerpräsidentin Malu Dreyer widmet sich seit vier Jahren erfolgreich der Anregung, Begleitung und Weiterentwicklung des ehrenamtlichen Engagements in den Kommunen des Landes. In diesen Tagen beginnt sie, mit der Themen-Werkstatt: Förderung der Vereine ein neues Element in ihre Arbeit einzuführen.

Zentraler Ansatzpunkt der Initiative ist auf Landesebene eine praxisbegleitende Qualifizierung multifunktionaler Moderationsteams, die in ihrer Kommune im Auftrag der jeweiligen politischen Spitze die Engagementförderung weiter entwickeln. Jeweils zu Beginn ihrer Arbeit und diese begleitend erhalten die Teammitglieder in einer mehrteiligen Strategie-Werkstatt eine prozessorientierte und inhaltlich breit angelegte Basisqualifizierung für die Übernahme ihrer neuen Verantwortungsrolle. 

Im Fokus der neuen mehrteiligen Themen-Werkstatt, die auf diese Basisqualifikation aufbaut, steht die Frage nach Möglichkeiten und Ansätzen nachhaltiger kommunaler Förderung der Vereine. Sie trägt damit der besonderen Bedeutung der Vereine Rechnung, die hierzulande als "wichtigste Organisationsform ehrenamtlichen Handelns" (Stiftung Mitarbeit) gilt. Vereine sorgen für Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt; sie stellen so eine tragende Säule für Städte und Gemeinden dar. Man beobachtet deshalb mit einiger Sorge, dass sich vielerorts die Gewinnung von Nachwuchs insbesondere auch von Führungskräften zunehmend schwieriger gestaltet.

„Für die Leitung der Initiative ‘Ich bin dabei!‘ ist dies ein Anlass, mit mehreren zweitägigen Workshops den Moderationsteams vor Ort eine fachlich begleitete Plattform zu bieten, sich auszutauschen und die notwendigen Kenntnisse zu erwerben, um gemeinsam an passenden Strategien und Strukturen zu arbeiten, die dieser Entwicklung nachhaltig entgegenwirken", so Bernhard Nacke, Leiter der Initiative und Beauftragte der Ministerpräsidentin. Gearbeitet werde wieder nach den Prinzipien des selbstorganisierten prozessorientierten Lernens in Gruppen - ein Ansatz, der sich bereits in den Workshops der Strategie-Werkstätten bewährt habe.

An der neuen Themen-Werkstatt nehmen Vertretungen aus den Städten bzw. Verbandsgemeinden Adenau, Andernach, Boppard, Hagenbach und Montabaur teil.

Dokumentation der ersten drei Netzwerk-Treffen liegt vor – 29. Juni 2017

Die Dokumentation der drei Netzwerk-Treffen, die im Dezember 2016 und Januar 2017 für die Projektgruppen aus den an der Initiative teilnehmenden 16 Kommunen durchgeführt wurden, liegt nun vor.

Sie gibt den Kümmerinnen und Kümmerern sowie allen anderen Aktiven in den Projektgruppen die Möglichkeit, den bei den Netzwerk-Treffen erhaltenen Anregungen, Hinweisen und Impulsen vor Ort nachzugehen. So können sie das eigene Engagement überprüfen, weiterentwickeln oder – wenn erforderlich – korrigieren. Zudem beinhaltet die Dokumentation die Chance, über die einzelnen Projektgruppen hinaus das auf Landesebene Erfahrene in der nächsten Projekte-Werkstatt in der Kommune gemeinsam zu reflektieren.

Darüber hinaus ist sie eine gute Ausgangsbasis für die weitere Arbeit in und an dem Netzwerk. Mit einer gebündelten Darstellung der Arbeitsergebnisse der drei Treffen liegt eine gemeinsame Dokumentation vor, die als Handwerkszeug und Ideenpool konzipiert ist. Sie kann zur Zusammenarbeit anregen Synergieeffekte anstoßen und die Möglichkeit einer inhaltlichen Nachlese bieten. Das gilt auch für die Projektgruppen (-Mitglieder), die aus Krankheits-, Termin- oder ähnlichen Gründen nicht selbst hatten teilnehmen können.

Die Dokumentation – eine Komposition u.a. aus Fotos und wörtlichen Abschriften dessen, was Mitwirkende im Verlauf der Netzwerk-Treffen zu Papier gebracht haben – besteht aus insgesamt drei Teilen und einem Anhang: 1. "Sie waren dabei" – die beteiligten Projektgruppen, 2. Engagierte fragen – Engagierte antworten: Kollegialer Austausch von Wissen, Erfahrungen und Know-how unter ehrenamtlich Engagierten, 3. Wünsche und Visionen rund um die Engagemententwicklung. Ausgewählte Ergebnisse der Visionswerkstätten "Unsere Kommune 2030", Anhang: Kontaktdaten der Kümmerinnen und Kümmerer der beteiligten Projektgruppen.

Hier kommen Sie zur Dokumentation

 

 

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Initiative ‚Ich bin dabei!‘ geht auch in der neuen Legislaturperiode weiter - 15. Februar 2017

Die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ins Leben gerufene Initiative ‚Ich bin dabei!‘ ist zu Beginn des Jahres in die vierte Runde gestartet. Die sechs Kommunen, die an der 4. Staffel teilnehmen, sind die Verbandsgemeinden Bad Sobernheim, Betzdorf, Flammersfeld, Hagenbach, Hamm (Sieg) und Ingelheim. Die Ministerpräsidentin dankte den Bürgermeistern der Kommunen für ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dem bereits in der letzten Legislaturperiode sehr erfolgreichen Projekt. „Es ist mir eine Freude, mit den Kommunen gemeinsam das Ehrenamt weiter zu fördern. Dadurch wird vielen Senioren und Seniorinnen ein Weg zu neuem freiwilligem und eigenständigem Engagement eröffnet“, so die Ministerpräsidentin.

Mittlerweile sind es schon 48 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, die sich ehrenamtlich engagieren. Vor allem unter den älteren Bürgerinnen und Bürgern gebe es aber immer noch viele, die sich gerne ehrenamtlich engagieren würden, wenn sie wüssten, wo und wie, so die Ministerpräsidentin. Gerade diese Menschen werden von der Initiative konkret angesprochen. „Das ehrenamtliche Engagement entfaltet sich vor allem in den Kommunen vor Ort. So freut mich die weiterhin positive Resonanz der Kommunen auf unsere Initiative“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

Die Pilotkommunen Worms, Nierstein-Oppenheim, Kirn-Land, Sprendlingen-Gensingen, Prüm und Boppard haben in der 1. Staffel 2013/2014 an der einjährigen Begleitung teilgenommen. Die 2. Staffel mit den Kommunen Adenau, Andernach, Otterbach-Otterberg, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach wurde 2014/2015 durchgeführt, die 3. Staffel mit den Kommunen Bad Marienberg, Heidesheim, Kirn, Montabaur, Rhein-Selz, Stromberg 2015/2016.

Am Ende der letzten Legislaturperiode waren nach Auskunft der Kommunen über 1.600 Menschen in 156 Projektgruppen aktiv. Mit der Broschüre „Bilanz und Entwicklung“ wurde im ersten Halbjahr 2016 eine erstmalige Übersicht über das Engagement aller Projektgruppen erstellt, woraus ersichtlich ist, dass die vielen Projektgruppen zwar aus eigener Motivation und Interesse entstanden sind, aber für das kommunale Leben vielfach einen außerordentlichen Gewinn darstellen. Die gleichzeitig erstellte Schrift „Bilanz und Konzept“ gibt allen Außenstehenden einen Einblick in die Arbeitsweise der Initiative. Dort sind auch die Beurteilungen der Oberbürgermeister und Bürgermeister der teilnehmenden Kommunen zu finden, die von den vielfach überraschenden Ergebnissen berichten.

„Es sind viele nachhaltig wirkende Projekte entstanden, die auch in der neuen Legislaturperiode von den Kommunen weiter begleitet und von Landesseite unterstützt werden. Parallel hierzu wird die Weiterentwicklung der Ehrenamtsförderung durch die jeweilige Kommune unter anderem mit den Themen Bestandsaufnahme, Anerkennungskultur, Stärkung der Vereine, Beteiligung von Unternehmen und Verbesserungen an den Schnittstellen zwischen Verwaltung und freiwilligem Engagement vorangetrieben“, sagte Bernhard Nacke, Beauftragter der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement.

Informationen über die Initiative sowie die genannten Berichte sind im Internet unter www.rlp.de und dort unter Ministerpräsidentin/Staatskanzlei/Beauftragter Ehrenamt zu finden.

 

 

Erste Netzwerk-Treffen für alle Projektgruppen der Initiative - 10. Februar 2017

Es waren 72 Projektgruppen der Initiative „Ich bin dabei!“, die im Dezember 2016 bzw. Januar 2017 erstmalig auf Landesebene in Mainz zusammenkamen. Engagierte Ältere hatten sie in den 16 Standorten der ersten drei Staffeln zwischen 2013 und 2016 eigenständig aufgebaut. Jetzt folgten sie einer Einladung von Bernhard Nacke, dem Beauftragten der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement und Leiter der Initiative zu einem von drei Netzwerk-Treffen im Festsaal der Staatskanzlei. Diese führten standortübergreifend Vertretungen von Projektgruppen mit jeweils ähnlichem Arbeitsschwerpunkt zusammen. Zahlenmäßig besonders stark präsent waren Computer-, Reparatur(café)-, Natur-/Wander-/Reise-/Fitness-, Flüchtlingshilfe-/Integrations-, Lese- und Seniorenhilfe-Gruppen.

Die Netzwerk-Treffen hatten zum Ziel, die Projektgruppen zum Kontakteknüpfen über die kommunalen Grenzen hinweg anzuregen und damit einen landesweiten kollegialen Austausch von Erfahrungen, Know how und Informationen zu unterstützen. Mit ihrem Workshop-Format boten sie den ehrenamtlich Engagierten eine moderierte Plattform, auf der sie sowohl Bestätigung und Anerkennung für das bisher Geleistete erfuhren als auch gleichzeitig Impulse und neues Wissen für die Weiterarbeit zu Hause vermittelt bekamen. Dazu informierten sie sich gegenseitig über Ansätze, Strategien, Erfolge ebenso wie über besondere Herausforderungen. Verschiedene Teilnehmende entwickelten konkrete Ideen für eine gemeinsame Weiterarbeit und trafen dazu erste Verabredungen.

Viele Projektgruppen-Vertretungen nutzten zudem das Angebot, Fragen und Probleme aus ihrer Praxis, die sie vor Ort nicht hatten klären können, zu den Treffen mitzubringen. In Mainz öffentlich gemacht, erhielten sie von ihren Kolleg/innen aus den anderen Gruppen und vom Leitungsteam der Initiative für ihre Arbeit weiterführende Informationen, Hinweise, Erfahrungsberichte, Tipps und Anregungen zur weiteren Gestaltung. Zu den Themen gehörten solche von allgemeinem Interesse wie die unterschiedlichen lokalen Nutzungsbedingungen kommunaler Räumlichkeiten, Versicherungsschutz bei Haftpflicht- bzw. Unfallschäden etc. sowie projektspezifische wie der Umgang mit dem Betreten von Privatbesitz, mit Bestimmungen der GEMA u.ä., Möglichkeiten und Grenzen der Landschaftsgestaltung, Erfahrungen im Kontakt mit NaBu und BUND.

Schließlich ging es in den Netzwerk-Treffen um Visionen für eine neue Kultur des Ehrenamtes in den eigenen Kommunen: Die gemeinsam entwickelten Ideen reichten vom kostenfreien E-Mobil für Ehrenamtliche über die Ergänzung des Ortsschildes mit dem Titel "Ehrenamtsstadt" bis hin zu der Einrichtung einer Anlaufstelle für Engagierte und Engagementwillige und Austausch über Landesgrenzen hinweg.

Von der anonymen Teilnehmendenbefragung zum Abschluss erhoffte sich die Workshopleitung ein ungeschminktes Urteil über die Treffen und damit wichtige Hinweise für künftige Formen ihrer Engagementunterstützung. 89 % aller Teilnehmenden wünschten sich Folgeworkshops, um noch mehr Zeit für das Von- und Miteinanderlernen von Projektgruppen mit gleichem oder ähnlichem Thema zu bekommen. Denn man habe „Gute Anregungen für das eigene Team" erhalten, „interessante Aktionen und Menschen kennen gelernt", „Denkanstöße, Bewusstseinserweiterung (ohne Drogen!)" erfahren, „Anregungen von anderen, themenverwandten Gruppen bekommen, E-Mail-Adressen ausgetauscht – und wir wollen andere Gruppentreffen!", so eine kleine Auswahl aus den vielen Rückmeldungen.

Für den Beauftragten der Ministerpräsidentin ist das Ergebnis der Rückmeldungen zu den Workshops eine Bestätigung, dass die Nachhaltigkeitsphase der Initiative längst begonnen hat: „Die positive Resonanz der ehrenamtlichen Projektgruppen auf die Netzwerktreffen ist zudem ein Beleg dafür, dass es von Landesseite zur weiteren Förderung des Engagements vor Ort eines Bündels unterschiedlicher Impulse bedarf, fein abgestimmt auf die lokal relevanten Akteur/innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Findet dieses Anwendung, wird sich in den teilnehmenden Kommunen die Initiative noch weiter vertiefen und verbreitern."

Ein neuer Song aus Heidesheim - 21. September 2016

Zum „Tag des offenen Denkmals“ am 11. September 2016 hat die teilnehmende Kommune VG Heidesheim ein Bürgerfest der Initiative „Ich bin dabei!“ ausgerichtet und dabei wurde das neue Lied von Martin Weidmann und Benjamin Zwietasch für die Initiative uraufgeführt. Mit einem Grußwort von Ministerpräsidentin Malu Dreyer bedankte sich die Initiatorin für das hohe Engagement vor Ort.

Die Verbandsgemeinde Heidesheim ist seit Februar 2015 Teilnehmerin an der 3. Staffel der Initiative „Ich bin dabei!“ von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Seither haben sich dort über 100 Menschen gefunden, die sich in neun selbstgebildeten Projektgruppen organisieren und genau das umsetzen, was ihnen wichtig ist.

Das Gema-freie Lied wird an alle teilnehmenden Kommunen zur eigenen Nutzung weitergegeben. Die beiden Produzenten des Songs arbeiten derzeit an einem Imagefilm. Bis zum Jahresende soll das viereinhalb-Minuten-Video fertig sein und dann offiziell vorgestellt werden.

 

Die Videobotschaft der Ministerpräsidentin bei YouTube.

Der Song als Audio.

Der Songtext als pdf-Datei.

Film zum Song.

Erfolgreiche Pionierarbeit - 12. Februar 2016

„Für die erste Phase der von mir ins Leben gerufenen Initiative „Ich bin dabei!“ können wir nach drei Jahren eine außergewöhnliche Bilanz ziehen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute in Mainz. „Über 1.600 Menschen in den teilnehmenden Kommunen haben sich auf den Weg gemacht, um gemeinsam in Projektgruppen eigene Ideen zu realisieren."

"Sie fanden in 156 Projektgruppen Gleichgesinnte, die mit ihnen ihre eigenen Vorstellungen selbstverantwortlich realisierten“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie bedankte sich für diese Pionierarbeit bei allen Akteurinnen und Akteuren, die an der Initiative mitgewirkt haben.

16 rheinland-pfälzische Kommunen sind der Einladung der Ministerpräsidentin gefolgt und haben an der Initiative teilgenommen. Mit jeweils einem Moderationsteam vor Ort wurden zwei Aufgabenstellungen verfolgt: „Es geht um die Struktur- und Strategieentwicklung der Ehrenamtsförderung in den Kommunen und um die Gewinnung von Seniorinnen und Senioren für ein Engagement, das sie in Projektgruppen gemeinsam realisieren“, sagte die Ministerpräsidentin. Dieser Ansatz sei bislang in Deutschland einmalig. Er sei eine Ergänzung zu dem überaus hohen Engagement, das schon in den Kommunen existiere.

Besonders freue sie sich über das hohe Engagement im Bereich des demographischen Wandels, so die Ministerpräsidentin: „In 46 Projektgruppen sind 563 Menschen in diesem Arbeitsfeld aktiv. Das geht von Nachbarschaftshilfe über gemeinsame Geselligkeit bis zu Fahrdiensten und Wandergruppen. Es werden neue Kontakte geknüpft, neue Freundschaften entstehen.“ Auch wies sie auf 16 Projektgruppen mit 161 Menschen hin, die sich den Themen Gesundheit und Sport widmen. Andere Schwerpunktthemen sind zum Beispiel Förderung von Kindern und Jugendlichen, Reparatur Cafés, Kultur- und Landschaftspflege und vieles mehr.

„Angesichts der aktuellen Flüchtlingsthematik ist es von besonderer Bedeutung, dass sich 220 Menschen in 14 Projektgruppen engagieren, die in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kommunalverwaltung ihre Aufgabe eigenständig entwickelt haben, wobei die Zahl der Engagierten immer noch steigt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Mit diesem neuen Ansatz können wir offensichtlich eine gute Unterstützung geben für viele Kommunen, die bei der Flüchtlings- und Integrationshilfe vor großen Aufgaben stehen.“ Dabei verwies sie auf die Stadt Boppard, die durch die Initiative eine methodische Arbeitsweise kennenlernte, um damit über 100 interessierten Menschen den Weg in die Flüchtlingshilfearbeit zu ebnen.

Mehr als 60 Moderatoren der Teams in den Kommunen wurden für die neue Aufgabe auf Landesebene geschult und bei ihrer Arbeit, die Initiative vor Ort zu moderieren, ein Jahr lang begleitet. Die Teams haben Bestandsaufnahmen über das Ehrenamt in der Kommune und deren Unterstützung in der Verwaltung durchgeführt, Wege einer neuen Anerkennungskultur gesucht und gefunden, neue Formen der Förderung des Ehrenamtes entwickelt und erprobt sowie Unterstützung für die Vereine in Angriff genommen – der jeweiligen kommunalen Situation entsprechend. Unter ihrer Moderation wurde in jeder Kommune eine Projekte-Werkstatt durchgeführt, in der die eingeladenen Seniorinnen und Senioren ihren eigenen Weg zum Engagement gefunden haben. „Die Teams sind der Motor und das Rückgrat der Initiative. Nach der jeweiligen Projektphase haben sie sich zu Strategieteams der Ehrenamtsförderung für die Bürgermeister entwickelt“, sagte die Ministerpräsidentin, denn die Entwicklung vor Ort gehe nach dem Ende der Projektphase weiter.

Der Beauftragte der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement und Leiter der Initiative, Bernhard Nacke, unterstrich: „Der Erfolg der Initiative liegt vor allem in der Auswahl der Mitglieder für das Moderationsteam und deren Kompetenzen. Hier ist ihre Teamfähigkeit, ihr sensibler und methodisch-didaktisch stringenter Umgang mit den Menschen in der jeweiligen Projekte-Werkstatt zu nennen. Ein Erfolgsfaktor ist auch das Zusammenspiel zwischen den Moderationsteams und der jeweiligen politischen Spitze. Wer den Perspektivenwechsel wagt und aus der Sicht der engagierten Menschen auf die aufkommenden Probleme schaut, findet Lösungen, die für alle Seiten akzeptabel sind.“ Nur hierdurch werde der Weg geöffnet zu neuen Ideen und neuem Engagement.

Die an der Initiative teilnehmenden Kommunen sind Boppard, Kirn-Land, Nierstein-Oppenheim, Prüm, Sprendlingen-Gensingen, Worms, Andernach, Adenau, Bernkastel-Kues, Otterbach-Otterberg, Traben-Trarbach, Stadt Kirn, Bad Marienberg, Heidesheim, Montabaur, Stromberg und Rhein- Selz. „Anfänglich waren nicht wenige der Oberbürgermeister und Bürgermeister skeptisch. Aber die Begeisterung in vielen Projektgruppen machte deutlich, welche Chancen in dieser Initiative stecken“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Aufgrund dessen wurde am 2. September 2015 eine gemeinsame Erklärung mit der Ministerpräsidentin unterzeichnet, in der die Oberbürgermeister und Bürgermeister darum bitten, die Initiative fortzuführen. Sie selbst würden dafür werben, dass weitere Kommunen an der Initiative teilnehmen. Darüber hinaus bitten sie in der Erklärung um eine weitere Begleitung durch das Land.

„Wir werden die Initiative verbreitern, das heißt wir werden weitere Kommunen zur Teilnahme an einer 4. Staffel einladen. Und wir werden die Initiative vertiefen, indem wir die begonnene Netzwerkbildung systematisch weiterentwickeln, damit die Impulse und der Erfahrungsaustausch über die kommunalen Grenzen hinweg auch weiterhin möglich sein werden. Wir werden die Initiative weiterentwickeln, das heißt auch den deutschlandweit erstmalig erprobten Ansatz mit Wissenschaftlern und Experten aus anderen Bundesländern reflektieren“, so die Ministerpräsidentin.

Die Bilder der Pressekonferenz finden Sie in unserer Bildergalerie.

Initiative ist großer Erfolg - 7. Dezember 2015

„Mit der dritten Staffel unserer Ehrenamts-Initiative ‚Ich bin dabei!‘, an der sechs Kommunen seit diesem Frühjahr teilnehmen, geht das Engagement ungebremst weiter. Auch diesmal sind alle teilnehmenden Kommunen sehr erfolgreich“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim dritten Landestreffen, zu dem sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Staffel in die Staatskanzlei eingeladen hatte.

Die beteiligten Kommunen sind Bad Marienberg, Heidesheim, Montabaur, Rhein-Selz, Stadt Kirn, Stromberg. Dort engagieren sich mehr als 400 Personen in 55 Gruppen.

Vor zwei Jahren hatte die Ministerpräsidentin die Initiative mit dem von ihr berufenen Beauftragten für ehrenamtliches Engagement, Bernhard Nacke, gestartet. Es war das erklärte Ziel, vor allem ältere Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. „Wir dürfen feststellen, dass in allen drei Staffeln das Konzept erfolgreich durchgeführt wird. Das bestätigt uns, dass die Initiative auf ein riesiges Potential trifft, das gehoben werden will“, sagte die Ministerpräsidentin.

Sie bedankte sich bei allen 220 Gästen, bei den Senioren, den Moderationsteams und der Bürgermeisterin sowie den Bürgermeistern, dass man sich auf die neue Idee der Initiative eingelassen hat. „Wie bei den ersten beiden Landestreffen für die ersten zwei Staffeln wollen wir auch den Menschen dieser dritten Staffel beim dritten Landestreffen die Möglichkeit bieten, den Austausch über die kommunalen Grenzen hinweg landesweit zu gestalten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Alle Oberbürgermeister und Bürgermeister wünschten, bei diesem neuen Weg auch zukünftig von Seiten des Landes begleitet zu werden. Das zeige eine gemeinsame Erklärung, die alle teilnehmenden Kommunen mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 2. September in der Staatskanzlei unterschrieben haben. „Die Kommunen wünschen sich auch weiterhin eine Vernetzung über die kommunalen Grenzen hinweg und wollen auch selber aktiv werben für die Teilnahme weiterer Kommunen an dieser Initiative“, sagte die Ministerpräsidentin. „Einige Kommunen beginnen jetzt schon eine zweite Projekte-Werkstatt durchzuführen und zeigen damit, dass viele weitere Möglichkeiten für eine Belebung des kommunalen Lebens gegeben sind", so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Für das alltägliche Leben in einer Kommune böten die vielen Projekte neue Chancen der Kommunalentwicklung, ohne dass die Kommunalpolitiker Vorgaben machen müssten. „Es ist eben das Neue, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Projektgruppen, die ihren eigenen Weg suchen, ihre Ideen zu realisieren, von den jeweiligen Kommunen begleitet werden“, so die Ministerpräsidentin. „Und was wir erfreut beobachten dürfen ist, die Menschen arbeiten zusammen in Gruppen und knüpfen dadurch neue Beziehungen, die viele auch über die Projektarbeit hinaus pflegen. Das wird uns oft berichtet“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Viele den Gemeindealltag belebende Projekte seien entstanden. In der Stadt Kirn erhalte durch den „Sulzbacher Treff" ein ganzer Stadtteil neue Impulse für das Gemeindeleben. In Montabaur sei ein „Arbeitskreis Historischer Stammtisch“ entstanden, der das historische Wissen in der Kommune sammle, um es der Öffentlichkeit neu zugänglich zu machen. In Bad Marienberg entstehe ein „Kasperletheater“, mit dem man in die Kindergärten und Schulen gehen wolle, um womöglich auch Spielstücke im Dialekt vorzutragen. In Stromberg wolle eine Gruppe eine „Kulturinitiative“ in Gang setzen, um damit unter anderem auf Persönlichkeiten aus der eigenen Geschichte aufmerksam zu machen. In der Verbandsgemeinde Heidesheim sei schon eine Reparatur-Werkstatt erfolgreich errichtet worden und habe einen großen Zulauf. In Rhein-Selz verfolge eine Gruppe das Ziel „Barrierefreie Verbandsgemeinde“.

„Dass sich viele Gruppen wie in den Kommunen der ersten und zweiten Staffel um dieselben Themen wie Computerhilfe, Reparaturwerkstatt, Unterstützung für Senioren, Wanderungen, Bachpatenschaften und ähnliches kümmerten, sei bemerkenswert, denn viele Menschen würden damit Aufgabenstellungen aufgreifen, die für viele andere in der Kommune eine Hilfe seien“, so die Ministerpräsidentin.

Besonders beachtenswert sei, dass auch in der dritten Staffel viele Projektgruppen entstanden seien, die Hilfe für Flüchtlinge und Migranten bieten würden. „Dabei konnten wir alle diese Projektgruppen zu einem landesweiten Erfahrungsaustausch am 19. Oktober in der Staatskanzlei begrüßen, die über den Tag hinaus auch weiterhin den Austausch auf Landesebene wünschen“, so die Ministerpräsidentin.

Hier finden Sie alle Bilder der Veranstaltung.

Treffen: Migrations- und Flüchtlingshilfe - 19. Oktober 2015

 

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit fand in der Staatskanzlei das erste Thementreffen der Initiative statt. Dabei griff der Beauftragte für ehrenamtliches Engagement, Bernhard Nacke, den Wunsch nach Informationen und Austausch zur Flüchtlingsarbeit auf. Nach der Begrüßung sprach der Chef der Staatskanzlei, Clemens Hoch, und dankte für die unverzichtbare Hilfe aller Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlings- und Integrationshilfe engagieren. Er hob hervor, dass diese Unterstützung für unsere Gesellschaft ein Segen sei.

An diesem Nachmittag präsentierten sich rund zehn Projektgruppen, stellten anschaulich ihre Arbeit, die dabei überstandenen Hürden und neue Ideen vor. Bürgermeister Werner Müller aus der Verbandsgemeinde Kirn-Land schilderte seine Erfahrungen aus seinen Gemeinden. 

Nach einem allgemeinen Erfahrungsaustausch wurde beispielsweise der Workshop „Integration in der Praxis“ aus Andernach vorgestellt. Anschließend gaben die Regionalkoordinatorin Heide Erz vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und Nina Gartenbach von der Koordinierungsstelle „Ehrenamtliche Aktivitäten im Flüchtlingsbereich in Rheinland-Pfalz“ weitere Information.

Zum Abschluss dankte Landesbeauftragter Nacke für die Unterstützung der Ehrenamtlichen bei der Flüchtlingsarbeit. Eine Fortsetzung des Erfahrungsaustausch wurde vereinbart.

Die Rede von Staatssekretär Clemens Hoch als pdf-Datei.

Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung - 2. September 2015

„Wir sind uns einig, den begonnenen Weg nachhaltig weiterzuführen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung der Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei!“. Mit dieser fördert die Landesregierung das ehrenamtliche Engagement von älteren Menschen. Die Bürgermeisterin und Bürgermeister der 16 teilnehmenden Kommunen waren in die Staatskanzlei gekommen, um das bisher Erreichte zu bewerten und über die Zukunft der Initiative zu sprechen.

„Ziel ist es, in Zukunft weiterhin voneinander zu lernen und miteinander zu wirken", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Im Sinne der nachhaltigen Fortführung der Initiative seien drei Punkte besonders wichtig: „Wir wollen die Initiative durch die Gewinnung weiterer Kommunen breiter aufstellen, sie im Hinblick auf eine langfristige Netzwerkbildung vertiefen und das Erreichte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Expertinnen und Experten auf Bundesebene reflektieren“, so die Ministerpräsidentin.

Bisher haben sich mehr als 1.000 Menschen in über 120 Gruppen in 16 Kommunen im Rahmen der Initiative engagiert. Das Fazit der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Prüm, Kirn-Land, Sprendlingen-Gensingen, Rhein-Selz, Worms, Boppard, Andernach, Adenau, Bernkastel-Kues, Otterbach-Otterberg, Traben-Trarbach, Bad Marienberg, Montabaur, Stromberg, Kirn Stadt und Heidesheim fiel dabei einhellig positiv aus: „Die Initiative steht für einen neuen Ansatz zur Gewinnung von Seniorinnen und Senioren für ein freiwilliges Engagement. Wir sind uns sicher: Es lohnt sich, weitere Städte, Gemeinden und Kreise für diesen Weg zu gewinnen“, hieß es in der Erklärung.

Rund zwei Jahre nach Beginn der Initiative könne man feststellen, dass in allen teilnehmenden Kommunen neue Ziele und neue Wege des Engagements gefunden worden seien: „Es wurden vor Ort Räume für ein neues Miteinander geschaffen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Bernhard Nacke, der von der Ministerpräsidentin berufene Beauftragte für ehrenamtliches Engagement, erläuterte die Kommunikations- und Arbeitsform der Initiative: Die Initiative schaffe es, durch fördernde Rahmenbedingungen, stärkende Anerkennung und gewinnende und unterstützende Begleitung durch Land und Kommunen, Bürgerinnen und Bürger zu motivieren. „Es gibt ein großes Potenzial, besonders bei den jungen Seniorinnen und Senioren, die wir gewinnen können“, so Bernhard Nacke.

Professorin Gisela Jakob, die an der Hochschule Darmstadt über Zivilgesellschaft und bürgerschaftliches Engagement forscht, erklärte bei der Vorstellung der Nachhaltigkeitsstrategie in der Staatskanzlei, was die gelungene Engagementpolitik der Initiative ausmache, und hob vor allem das Schaffen von Freiräumen bei den Engagementmöglichkeiten, den kooperativen Arbeitsstil, die dialogische Kommunikationskultur, die Unterstützungsstruktur zur Stärkung der Selbstorganisation der Engagementgruppen bei der Initiative „Ich bin dabei!“ hervor.

„Das Zusammenleben im Land wird entscheidend geprägt durch ehrenamtliches Engagement. Rund 1,6 Millionen Menschen im Land sind ehrenamtlich aktiv. Mit einer Engagementquote von 41 Prozent nimmt das Land damit bundesweit den Spitzenplatz unter den Flächenländern ein“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Dieses Engagement zu unterstützen und zu fördern, sei eine immer wichtiger werdende Zukunftsaufgabe.

Die gemeinsame Erklärung der Ehrenamtsinitiative "Ich bin dabei!" finden Sie hier

 

 

 

Landestreffen der 2. Staffel - 24. Juni 2015

„Unsere Ehrenamts-Initiative ‚Ich bin dabei!‘ hat eine Bewegung in Gang gesetzt, die sich immer noch weiter fortsetzt. Immer mehr Menschen engagieren sich in einer wachsenden Zahl von Projekten. Genau das hatten wir uns von der Initiative erhofft.“ Das unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim zweiten Landestreffen der Initiative, zu dem sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der mittlerweile zweiten Staffel in die Staatskanzlei eingeladen hatte. In der zweiten Staffel engagieren sich 593 Menschen in insgesamt 59 Projekten. Beteiligt sind die Kommunen Andernach, Adenau, Bernkastel-Kues, Otterbach-Otterberg und Traben-Trarbach. In der ersten Staffel, die im vergangenen Herbst zu Ende ging, waren es noch 230 Menschen in 42 Gruppen.

Die Ministerpräsidentin hatte die Initiative vor zwei Jahren mit dem von ihr berufenen Beauftragten für ehrenamtliches Engagement, Bernhard Nacke, gestartet. Ziel ist es, vor allem ältere Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. „Die Tatsache, dass in den fünf Kommunen der zweiten Staffel noch mehr Projekte entstanden sind, zeigt, dass die Initiative auf ein riesiges Potential trifft, das gehoben werden will“, sagte die Ministerpräsidentin. Und dass sich die erste Staffel nach der eigentlichen Modellphase weiter fortsetze, beweise, dass das Projekt nachhaltig sei: so sei die Zahl der in den Pilotkommunen engagierten Menschen mittlerweile von 230 auf 502 angestiegen.

Besonders den Verantwortlichen in den Kommunen, aber auch allen anderen Beteiligten dankte die Ministerpräsidentin, dass sie die Idee der Initiative aufgegriffen haben und sie mit Leben erfüllen. „Mit dem heutigen zweiten Landestreffen wollen wir die guten Erfahrungen beim ersten Landestreffen nutzen und den Austausch über die kommunalen Grenzen hinweg landesweit ermöglichen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Das Besondere ist, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Projektgruppen ihren eigenen Weg suchen, ihre Ideen zu realisieren und dabei eng von den jeweiligen Kommunen begleitet werden“, so die Ministerpräsidentin. „Menschen haben genügend eigene Ideen, die sie gerne mit anderen realisieren möchten. Und sie wissen sehr gut, was in ihrer Gemeinde nötig ist. Sie wissen aber auch am besten, was sie selbst gerne tun“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für das alltägliche Leben in einer Kommune böten die vielen Projekte neue Chancen der Kommunalentwicklung.

Es seien viele praxisnahe Projekte entstanden, so die Ministerpräsidentin. In Andernach baue beispielsweise eine Gruppe einen Freundschaftskreis auf, der Menschen im Senegal mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen will und somit einen Beitrag zur Entwicklungshilfe leistet. In Bernkastel-Kues werde ein Nachbarschafts-Notfallnetz aufgebaut, bei dem jetzt schon 32 Menschen aktiv sind und durch das die älteren Bürgerinnen und Bürger weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung leben können. In Adenau entstehe durch eine Gruppe ein Öko-Traumpfad, mit dem man zeigen will, dass Ökologie Spaß machen kann und ökonomisch sinnvoll ist. In Otterbach-Otterberg habe sich eine Seniorenband gegründet, die ihre Freude an der Musik teilt. In Traben-Trarbach trete eine Gruppe an, um unter dem Motto „die blühende Stadt“ brachliegende Flächen zu verschönern, zu bepflanzen und neu zu gestalten. Bemerkenswert sei, dass sich viele Gruppen wie in den Pilotkommunen um dieselben Themen wie Computerhilfe, Reparaturwerkstatt, Unterstützung für Senioren, Wanderungen, Bachpatenschaften und ähnliches kümmerten. Besonders auffallend sei, dass in der zweiten Staffel viele Projektgruppen entstanden seien, die Hilfe für Flüchtlinge und Migranten bieten wollten, so die Ministerpräsidentin.

 

 

Erstes Nachhaltigkeitstreffen der Moderationsteams der 1. Staffel - Mai 2015

Rund eineinhalb Jahre nach Beginn der Initiative und ein halbes Jahr nach Beendigung der Projektphase fand ein erstes Nachhaltigkeitstreffen der Moderationsteams, das Ministerpräsidentin Malu Dreyer zugesagt hatte, auf Landesebene mit Frau Mörchen, der pädagogischen Leitung der Strategie-Werkstatt und ihrer Co-Referentin, Frau Dr. de Jong statt.

Obwohl die Projektphase schon ein halbes Jahr beendet ist, engagiert man sich in den Projektgruppen an allen Standorten weiter. „Die Aktivitäten werden sogar mancherorts ausgedehnt. Die Zahl der Projektgruppen ist von 42 auf 48 gestiegen. Und die Teilnehmerzahl hat sogar die 500-Marke durchbrochen“, sagt Bernhard Nacke, Beauftragter der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement und Leiter der Initiative. Wie sich gezeigt hat, ist es unter anderem die hilfreiche Begleitung der Gruppen durch die Moderationsteams, die diese motiviert, immer weiter zu machen. „So wie beim ehrenamtlichen Engagement allgemein, so brauchen auch wir hier eine Anerkennungskultur, denn Menschen wollen wissen, ob ihr Tun, das sie für andere geben, auch gern gesehen wird“, macht Nacke deutlich. Die Moderationsteams an den Standorten sind allermeist ehrenamtlich tätig, arbeiten auch selbst weiter und loben die gute Zusammenarbeit mit der jeweiligen politischen Spitze der Kommune. Ihre in der Initiative gewonnenen Erfahrungen nutzen sie jetzt, um entstandene Netzwerke zu stabilisieren, neue Wege der Gestaltung zu gehen, Synergieeffekte zu erzielen und die Projektgruppen bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Die aktuelle Liste der Projektgruppen der Pilotkommunen mit Kümmerer und Anzahl der Mitglieder finden Sie hier: Projektgruppen der Pilotkommunen.

Austausch über Landesgrenzen - März 2015

"Die Erfahrungen mit der Förderung der Ehrenamtsentwicklung in den rheinland-pfälzischen Kommunen interessieren uns in Bremen sehr", mit diesen Worten begrüßte Dr. Jürgen Hartwig, Mitveranstalter des 20. europäischen Verwaltungskongresses 2015 den Leiter der Initiative "Ich bin dabei!", Bernhard Nacke am 5. März in Bremen. Dieser hatte die Möglichkeit, Konzepte, Praxis und Erfahrungen der Initiative beim 20. Europäischen Verwaltungskongress vorzustellen.

Besonderes Interesse galt den bei Aufgaben des deutschlandweit neuen Ansatzes, a) Menschen der nachberuflichen Lebensphase einzuladen, eigene Ideen mit anderen gemeinsam zu finden, zu entwickeln und dann auch eigenständig zu realisieren und b) die Kommunalverwaltung zu befähigen, neue Wege der Anerkennungskultur und der Vereinsförderung zu finden sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Gruppen des freiwilligen Engagements in den Gemeinden zu gestalten.

Überrascht zeigten sich die Hörer über die große Resonanz bei den „Jungen Alten“. Besonders intensiv wurden die Erfahrungen diskutiert, wie die Kommunalverwaltung und die Kommunalpolitiker auf diesen neuen Ansatz reagierten, woraufhin Nacke deutlich machte: "Dieser Ansatz lässt sich überall dort realisieren, wo zwischen Politik, Verwaltung und Bürger eine grundständige Offenheit und Bereitschaft für ein neues Miteinander vorzufinden ist."

Die Rede von Bernhard Nacke können Sie hier lesen.

Beginn der 3. Staffel - 10. Februar 2015

Die Initiative „Ich bin dabei!“ von Ministerpräsidentin Malu Dreyer geht in die dritte Runde. Nun stehen die sechs Kommunen, die an der dritten Staffel teilnehmen werden, fest. Es sind die Stadt Kirn und die Verbandsgemeinden Montabaur, Bad Marienberg, Heidesheim, Stromberg und Rhein-Selz, wie die Ministerpräsidentin am Dienstag in Mainz mitteilte.

Sie dankte der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der Kommunen für ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dem bereits in der ersten und zweiten Staffel sehr erfolgreichen Projekt. „Ich freue mich, gemeinsam mit den Kommunen das Ehrenamt weiter zu fördern und vielen Seniorinnen und Senioren einen Weg zu neuem freiwilligem und eigenständigem Engagement zu eröffnen“, so die Ministerpräsidentin.

Obwohl heute schon 41 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer ehrenamtlich aktiv sind, gibt es vor allem unter den älteren Bürgerinnen und Bürgern immer mehr, die sich gerne ehrenamtlich engagieren würden, wenn sie wüssten, wo und wie. Mit der Initiative sollen diese Menschen konkret angesprochen werden. „Die Kommunen sind dabei die wichtigsten Partner, denn sie sind der Ort, an dem sich das ehrenamtliche Engagement konkret entfaltet. Daher bin ich sehr froh über die weiterhin positive Resonanz auf unsere Initiative“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

Die einjährige Begleitung der Pilotkommunen Worms, Nierstein-Oppenheim, Kirn-Land, Sprendlingen-Gensingen, Prüm und Boppard, die in der ersten Staffel teilgenommen haben, ist in diesem Winter zu Ende gegangen. Die zweite Staffel mit den Kommunen Adenau, Andernach, Otterbach-Otterberg, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach hat im letzten Herbst begonnen. Die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim hatte bereits an der ersten Staffel teilgenommen. Aufgrund von Veränderungen in der kommunalen Struktur ist Nierstein-Oppenheim heute Teil der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, die an der dritten Staffel teilnimmt. Somit kann sie wertvolle Erfahrungen aus der früheren Teilnahme am Projekt einbringen.

„In den teilnehmenden Kommunen sind viele nachhaltige Projekte entstanden, die weitergeführt werden. Mittlerweile haben sich durch die Initiative „Ich bin dabei!“ über 90 Projektgruppen gebildet. Mehr als 550 Menschen sind bislang in den 11 Projekte-Werkstätten oder bei den Projektgruppen in den Ortsgemeinden aktiv geworden. Parallel dazu beschäftigen sich die im Rahmen der Initiative gebildeten Moderationsteams der Kommunen mit den übergeordneten Themen Bestandsaufnahme, Anerkennungskultur, Stärkung der Vereine, Beteiligung von Unternehmen und Verbesserungen an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und freiwilligem Engagement, um die Entwicklung der kommunalpolitischen Ehrenamtsförderung weiter voranzubringen“, sagte Bernhard Nacke, Beauftragter der Ministerpräsidentin für ehrenamtliches Engagement.

Landestreffen der 1. Staffel - 17. Juni 2014
Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Gespräch

© Staatskanzlei RLP / Bauer

Alle Akteurinnen und Akteure der Initiative „Ich bin dabei!“ trafen sich auf Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 17. Juni 2014 in der Staatskanzlei. Die Ministerpräsidentin begrüßte die über 200 Gäste, die sich derzeit in 42 Projektgruppen in sechs Pilotkommunen engagieren, mit den Worten:
„Wir wollen allen die Gelegenheit bieten, sich über die bisher gemachten vielfältigen Erfahrungen austauschen zu können.“ Sie dankte allen Bürgermeistern für die Teilnahme an der Initiative und verwies auf die vorbildliche Arbeit der Moderationsteams vor Ort: „Ich bin beeindruckt von Ihrem sensiblen und achtsamen Umgang mit den Menschen, die ihre eigenen Ideen in Gemeinschaft umsetzen wollen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Auch die Oberbürgermeister, Landräte und Bürgermeister der rheinland-pfälzischen Kommunen, die bisher nicht an der Initiative teilnehmen, waren eingeladen, um die Arbeitsweise und Ergebnisse der sechs Pilotkommunen kennenzulernen und sich gegebenenfalls für die zweite Staffel zu bewerben.

Ministerpräsidentin Dreyer hob in ihrer Rede den neuen Ansatz, der mit der Initiative erprobt wird, hervor, Menschen zu motivieren und zu begleiten, ihre eigenen Ideen für ein freiwilliges Engagement zu finden und selbst zu realisieren. Dabei betonte sie, dass die freiwillig Engagierten sehr genau wissen, was das Leben in der Kommune bereichern kann. Die vielen Projektgruppen seien eine Chance für die zukünftige Kommunalentwicklung. Die Unterstützung dieser Gruppen durch die Kommunalverwaltungen sei aber kein Politik ersetzendes, sondern ein Politik ergänzendes Handeln. Beispielsweise würden Seniorinnen und Senioren zu Partnern in der kommunalen Kulturpolitik. Viele Projekte seien ein Beitrag der Bürgerinnen und Bürger zur Bewältigung des demographischen Wandels.

Der Beauftragte für ehrenamtliches Engagement und Leiter der Initiative, Bernhard Nacke, berichtete über die unterschiedlichen Erfahrungen: „Wir betreten mit dem Konzept der Initiative Neuland, denn nach unserem Kenntnisstand finden wir in keinem Bundesland ein solches Konzept.“ Zudem dankte er Annette Mörchen, die die pädagogische Leitung der Strategie-Werkstatt inne habe, und Dr. Jutta de Jong, die als Co-Referentin mitwirkt.

Dem Beauftragten war es ein Anliegen, auf neue Wege der Teilnehmergewinnung für ein eigenständiges Engagement hinzuweisen. In drei Pilotkommunen habe man mit einem persönlichen Brief des Bürgermeisters an potentielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Informationsveranstaltung geworben und es seien jeweils zwischen 80 und140 Personen gekommen, wovon sich 50 bis 70 Personen für die Teilnahme entschieden hätten. Der größere Teil sei bis heute in den Projektgruppen aktiv. Es herrsche in den Projekte-Werkstätten vor Ort eine besondere Gesprächskultur. Nicht Kritik um der Kritik Willen, sondern ein gemeinsames Arbeiten an Problemen durch konstruktive Vorschläge kennzeichne das Geschehen. Hier zeige sich die Kompetenz der Moderationsteams, die dieses komplexe pädagogische Geschehen moderieren und begleiten.

Für die Bürgermeister, die sich gegebenenfalls für die zweite Staffel bewerben werden, nannte er stichwortartig die Aufgabenfelder für die Mitglieder aus der Kommunalverwaltung in den Moderationsteams: Bestandsaufnahme der Ehrenamtsförderung in Kommune und in Verwaltung, Anerkennungskultur, Vereinsförderung, Kontaktpflege mit freiwillig Engagierten, kommunale Unternehmenskultur und anderes. Als Fazit stellte er unter anderem fest: Ehrenamtsförderung sei ausbaufähig, das Potenzial für freiwilliges Engagement sei unendlich groß und die Moderationsteams seien die neue Scharnierstelle zwischen Ehrenamt, Kommunalverwaltung und Politik, sie seien das neue Strategieteam für die Ehrenamtsförderung in den Pilotkommunen.

Vorab hatte Ministerpräsidentin Dreyer den Oberbürgermeister und die Bürgermeister mit ihren Moderationsteams in kleiner Runde eingeladen, um einen ersten Austausch auf landespolitischer Ebene zu ermöglichen. Dabei verwiesen mehrere Bürgermeister auch auf ihre Erfahrung, dass mit der Initiative in der Kommune ein „Pusch“ im Bereich des ehrenamtlichen Engagements gegeben wurde. Man wünsche sich entsprechend der nachhaltigen Wirkung der Initiative auch nach der Pilotphase einen regelmäßigen Austausch auf Landesebene mit einer begleitenden Unterstützung durch die Landesregierung. Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte diese Begleitung durch den Beauftragten, Bernhard Nacke, zu. Auch wurde deutlich, dass viele Pilotkommunen nach der Projektphase ein zweites Mal wiederum andere Seniorinnen und Senioren zu einer Projekte-Werkstatt einladen wollen, um die neuen Erfahrungen der Moderationsteams für weitere Interessierte fruchtbar zu machen.

Der Oberbürgermeister und die Bürgermeister wiesen im Rahmen des Landestreffens auf die Entwicklung ihrer kommunalen Ehrenamtsförderung hin: In Worms hat man in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit bürgerschaftlichem Engagement gemacht.

Man hat sich beworben, "um neue Strukturen für die Stadt, was die ehrenamtliche Unterstützung angeht, herauszufinden", sagte Michael Kissel Oberbürgermeister der Stadt Worms. Aloisius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, erklärte: "Seit gut zehn Jahren haben wir bereits mit dem Thema demographischer Wandel begonnen, verschiedene Workshops durchgeführt und dabei die Initiative "Wir Eifeler tun was" gegründet.“ Da der demographische Wandel weitergehe, sei man froh, "dass dieses Projekt angestoßen wurde“. Bürgermeister Manfred Scherer von der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen machte deutlich, dass es sehr wohl möglich sei, Menschen zu bewegen, sich für die Gemeinschaft in der Kommune zu engagieren, "allerdings außerhalb der üblichen Vereinsstrukturen". Das Projekt des Landes komme "genau passend und auch zum richtigen Zeitpunkt".

Andere hoben die Besonderheit der Initiative hervor: "Alle Seniorinnen und Senioren der Stadt Boppard habe ich mit einem persönlichen Brief eingeladen" und dabei habe er darauf hingewiesen, dass es allen Spaß machen müsse, hob Bürgermeister Dr. Walter Bersch hervor. Und Bürgermeister Werner Müller von der Verbandsgemeinde Kirn-Land erläuterte: „Wir haben mit der Idee der Initiative, keine Themen vorzugeben, sondern die Kreativität der Bürgerinnen und Bürger in diesem Lebensalter zu fördern, sehr positive Erfahrungen gemacht. Das ist der Unterschied zu dem Ehrenamt, wie wir es bis jetzt kennen." Bürgermeister Klaus Penzer von der Verbandsgemeinde Rhein-Selz machte deutlich: "Die neuen Ideen, die die Menschen miteinander realisieren bzw. realisieren wollen, müssen nicht immer deckungsgleich mit meinen Ansichten als Bürgermeister sein, das bringt Leben in die Gemeinde, das ist der große Vorteil."

Auch wurden einige Folgerungen für die Ehrenamtsförderung in der eigenen Kommune angesprochen: "Wir sind derzeit in der Überlegung, wie wir eine Koordinierungsstelle, Scharnierstelle oder Vermittlungsstelle zwischen der Kommunalverwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern errichten können", so Oberbürgermeister Kissel. Bürgermeister Müller spricht sich "für eine gemeinschaftliche Internetplattform aus". Ab dem 1. Oktober wird in der Verwaltung der Verbandsgemeinde Prüm ein Büro errichtet, in dem vom Moderationsteam angebotene Sprechtage durchgeführt werden, so Bürgermeister Söhngen. Bürgermeister Scherer hat eine Stabsstelle eingerichtet, die ihm direkt unterstellt ist. Bürgermeister Penzer weist auf das hohe Engagement seiner Mitarbeiter/in im Moderationsteam hin.

Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass auch weiterhin ein regelmäßiger Austausch auf Landesebene ermöglicht werden solle. Dabei gehe es um Reflexion, um Austausch darüber, wo es hakt, und um neue Impulse. Andere finden es gut, wenn sich die Initiative über die Pilotkommunen hinaus in die restlichen Kommunen fortpflanzen würden.

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