Malu Dreyer und US-Botschafterin Dr. Amy Gutmann betonen Bedeutung transatlantischer Beziehungen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat heute die neue amerikanische Botschafterin Dr. Amy Gutmann zum Antrittsbesuch in der Staatskanzlei empfangen. Themen des Kennenlerngesprächs waren unter anderem die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften im Land und die erfolgreiche Kooperation von BioNTech und Pfizer bei der Entwicklung und Herstellung des Corona-Impfstoffs.

„Rheinland-Pfalz und die Vereinigten Staaten pflegen eine langjährige partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die rund 50.000 US-Bürgerinnen und Bürger (Mitglieder der US-Streitkräfte, US-Zivilbeschäftigte sowie deren Familienangehörige), die bei uns mit ihren Familien in guter Nachbarschaft und Freundschaft leben, prägen Teile unseres Landes. Die großen sicherheitspolitischen Herausforderungen infolge der völkerrechtswidrigen russischen Invasion zeigen deutlich, wie wichtig eine enge Kooperation zwischen den NATO-Partnern ist und welche Bedeutung den US-Stützpunkten in Europa zukommt“, so die Ministerpräsidentin. Es sei die gemeinsame Aufgabe, die transatlantischen Beziehungen weiter zu stärken. Nur so werde es gelingen, Frieden, Freiheit und Demokratie zu schützen.

US-Botschafterin Dr. Amy Gutmann sagte, „Wir sind Rheinland-Pfalz sehr dankbar für die Gastfreundschaft, die unsere Soldat:innen täglich bei Ihnen erfahren. Deutschland und Rheinland-Pfalz sind unverzichtbare Partner für uns, um den aktuellen Herausforderungen in Europa und der Welt zu begegnen, wie die Verteidigung der Demokratie, die Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine, der Klimaschutz und, für mich besonders wichtig, der lebendige Austausch junger Schüler:innen und Student:innen als Grundlage der weiteren Stärkung unserer Beziehungen. Auch werden wir uns immer an die ausgezeichnete Unterstützung im Rahmen der Afghanistan Evakuierung im August 2021 erinnern.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte den engen Austausch des Landes und der kommunalen Ebene mit den US-Streitkräften. Ebenso pflege die Landesregierung die ständigen Kontakte mit der US-Regierung und fördere die Zusammenarbeit unter anderem im Wissenschafts- und Bildungsbereich. „67 Schulen unterhalten eine Schulpartnerschaft mit den USA. Die Hochschulen und Universitäten des Landes kooperieren mit vielen Einrichtungen in den USA. Beispielsweise hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz allein Verbindungen zu 23 amerikanischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen“, so die Ministerpräsidentin.

Die enge Verflechtung zwischen Rheinland-Pfalz und den USA werde auch im wirtschaftlichen Bereich und bei den Handelsbeziehungen sichtbar. „Auch wenn die Exporte durch die Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 leicht rückläufig waren, sind die USA noch vor Frankreich die wichtigsten Abnehmer rheinland-pfälzischer Ausfuhren“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ein Leuchtturm der erfolgreichen deutsch-amerikanischen Kooperation sei der Erfolg von BioNTech-Pfizer bei der Impfstoffproduktion, die überall auf der Welt Menschenleben rette.

Dr. Amy Gutmann hat seit Februar 2022 als erste Frau das Amt der US-Botschafterin in der Bundesrepublik Deutschland inne. Von 2004 bis 2022 war sie Präsidentin der University of Pennsylvania. 2009 wurde sie von US-Präsident Obama zur Vorsitzenden der Kommission des Präsidenten für bioethische Fragen ernannt, die sie sieben Jahre lang leitete. Sie ist preisgekrönte Autorin und Herausgeberin von 17 Büchern über ethische Aspekte der konstitutionellen Demokratie, Bildung, Gesundheitsversorgung und Menschenrechte.