Ministerpräsident Beck verleiht höchste Auszeichnung des Landes

13 verdiente Frauen und Männer wurden heute im Festsaal der Staatskanzlei von Ministerpräsident Kurt Beck mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. „Sie alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie seit vielen Jahren mit Leidenschaft und Tatkraft anpacken, um Ideen zu verwirklichen, Ziele zu erreichen und andere zu unterstützen“, sagte der Ministerpräsident zu den neuen Ordensträgerinnen und Ordensträgern. Der Landesverdienstorden werde nicht für eine fest definierte Form der Leistung verliehen, ganz im Gegenteil. „Gerade in der Vielfalt Ihres Handelns spiegelt sich die Kraft und der Reichtum unseres Landes wider“, betonte Beck.

Wer Außergewöhnliches geleistet habe, der verdiene es, dass ihm in besonderer Weise Dank zuteilwerde. Dies sei elementarer Bestandteil einer Kultur der Anerkennung, die in Rheinland-Pfalz bewusst gepflegt werde. „13 Persönlichkeiten, 13 Vorbilder für uns alle. Ihr Engagement wird gesehen, und es wird wert geschätzt“, sagte Ministerpräsident Beck. Möge es viele andere Menschen anregen und motivieren, diesem Beispiel zu folgen.

Der Landesverdienstorden wurde in diesem Jahr zum 31. Mal verliehen. Seine Schaffung hatte der Landtag durch Landesgesetz vom 2. Oktober 1981 beschlossen. Um die außergewöhnlich hohen Leistungen zu betonen, ist die Zahl der lebenden Ordensträgerinnen und -träger auf 800 begrenzt.

Stellvertretend für alle Geehrten hielt Professor Peter Schwenkmezger die Dankesrede. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Stipendiaten der Villa Musica. Der Mainzer Domchor trat als Überraschungsgast auf.

Die neuen Ordensträgerinnen und Ordensträger in alphabetischer Reihenfolge:

Gisela Bill, Weiler bei Bingen
Die langjährige Vorsitzende des Landesfrauenbeirats hat über Parteigrenzen hinweg frauenpolitische Anstöße gegeben. Die paritätische Teilhabe und eigenständige Existenzsicherung von Frauen sind Schwerpunkte ihres Engagements. Seit 1991 ist sie außerdem Vorsitzende im Förderverein des Frauennotrufs für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Mainz.

Stephan Bock, Dommershausen
Stephan Bock hat sich um die freie Musikszene in Rheinland-Pfalz Verdienste erworben. Er war Mitbegründer des Song-Festivals Ingelheim und beim Aufbau und an der Leitung des KUZ Mainz beteiligt. Er war außerdem Geschäftsführer der Kulturfabrik Koblenz, baute die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur und Kulturpädagogik auf und gründete das Kulturbüro Rheinland-Pfalz.

Detlef Bojak, Jettenbach,
Der ehemalige Landtagsabgeordnete wurde insbesondere für sein Engagement als langjähriger Präsident des Deutschen Jugendherbergswerks, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland, und für seine Aufbauarbeit bei der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Oppeln geehrt.

Prof. Mathias Breitschaft, Mainz
Prof. Mathias Breitschaft war als Mainzer Domkapellmeister eine weit über die Bistumsgrenzen hinaus geachtete Institution, die diesen Berufsstand über viele Jahrzehnte geprägt hat. Er hat sich große Verdienste um die Kirchenmusik und die musikalische Ausbildung junger Menschen erworben.

Avocat général Claude Chevalier, Metz
Claude Chevalier wurde für seine Verdienste um die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen Rheinland-Pfalz und Frankreich im Bereich der Justiz geehrt. Er ist Gründungsmitglied der grenzüberschreitenden Arbeitsgemeinschaft der Generalstaatsanwaltschaften und engagierter Ansprechpartner für das OLG Zweibrücken.

Prof. Dr. Dietmar Eifler, Frankweiler
Der Professor für Werkstoffkunde an der TU Kaiserslautern hat sich um wissenschaftliche Vorhaben der Spitzenforschung und zahlreiche Verbundforschungsaktivitäten verdient gemacht. Er war außerdem lange Jahre Vorsitzender des Technologiebeirats Rheinland-Pfalz.

Dr. Wolfgang Guth, Alzey
Der ehemalige Ärztliche Direktor der Rheinhessen-Fachklinik wurde insbesondere für seine Verdienste bei der Umsetzung der Psychiatriereform in Rheinland-Pfalz gewürdigt. Mit seinem Engagement hat er zur Verbesserung der psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung in Rheinland-Pfalz beigetragen.

Till Meyer, Dijon
Till Meyer hat mit außerordentlichem Engagement das Haus Rheinland-Pfalz in Dijon geplant und aufgebaut. Er ist seit 1991 engagierte Leiter des Hauses, das sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Partnerschaft mit Burgund entwickelt hat.

Ralph Rieker, Meersburg
Ralph Rieker ist Geschäftsführender Gesellschafter der Ricosta Schuhfabriken. Seit dem Jahr 2000 leitet er ehrenamtlich das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens (PFI), das sich unter seiner Leitung zu einem profitablen und weltweit beachteten Unternehmen entwickelt hat. Ralph Rieker wurde für seine Verdienste um den Schuhstandort Rheinland-Pfalz geehrt.

Prof. Dr. Günter Schmitt, Bonn
Prof. Schmitt setzt sich seit vielen Jahren in hervorragender Weise für den Strafvollzug in Rheinland-Pfalz ein. Als einer der ersten Anstaltspsychologen in Rheinland-Pfalz (JVA Zweibrücken) hat er ein sozialtherapeutisches Behandlungskonzept entwickelt, das heute noch als richtungsweisend gilt.

Winfried Schmitt, Mainz
Der langjährige Jugendleiter des VfL Fontana Finthen, einem Verein mit 300 jugendlichen Mitgliedern, von denen 120 einen Migrationshintergrund haben, wurde für seine engagierte Integrationsarbeit geehrt.

Prof. Dr. Peter Schwenkmezger, Trier
Prof. Schwenkmezger hat sich als Präsident der Universität Trier und als Vorsitzender der Landeshochschulpräsidentenkonferenz um die Hochschulentwicklung in Rheinland-Pfalz herausragende Verdienste erworben.

Karin Stock, Mainz
Die langjährige Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat sich in besonderer Weise für die Verankerung des Verbraucherschutzes im öffentlichen und politischen Bewusstsein engagiert. Auch in zahlreichen bundesweiten Gremien hat sie sich für den Verbraucherschutz eingesetzt.

Hinweis:
Aktuelle Bilder der Verleihung können im Internet unter www.rlp.de/mediathek/bildergalerie/ abgerufen werden. Der Abdruck ist honorarfrei, die Rechte liegen bei der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz.