Anerkennung erleichtert

Das Land Rheinland-Pfalz hat ein Gesetz mit weiteren Erleichterungen zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen beschlossen. Damit verbunden ist die Möglichkeit, den Antrag auf Anerkennung bequem beim Einheitlichen Ansprechpartner einzureichen. Der einheitliche Ansprechpartner ist ein Verwaltungslotse bei den Struktur- und Genehmigungsdirektionen.

Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, dass landesweite Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz an die Berufsanerkennungsrichtlinie der EU anzupassen und in vielen Fällen auf Drittstaatler zu erweitern. Teil der Neuregelung ist u.a. die Einführung eines europäischen Berufsausweises für zunächst einige Berufe. Damit soll die Mobilität innerhalb Europas erleichtert werden. Gleichzeitig soll im Sinne des Verbraucherschutzes durch einen verbesserten Informationsaustausch der zuständigen Behörden verhindert werden, dass Personen, die in einem EU Land ihren Beruf nicht mehr ausüben dürfen in ein anderes EU Land ausweichen.

Für Wirtschaftsministerin Lemke ist die Anerkennung von im Ausland erworbener Berufsqualifikationen in Zeiten des Fachkräftemangels ein weiterer wichtiger Schritt: „Grundsätzlich ist die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse eine gute Möglichkeit, für Einwanderer und Flüchtlinge, schneller die Gleichwertigkeit ihres Abschlusses aus der Heimat anerkannt zu bekommen. So können sie hier schneller wieder in ihrem ursprünglichen Beruf tätig werden. Das ist gut für die Zuwanderer und gerade in Zeiten des Fachkräftemangels auch gut für die Wirtschaft. Rheinland-Pfalz wird so für zuwandernde Fachkräfte noch attraktiver.“

Das 2013 verabschiedete Landesgesetz ist ein wichtiger Teil der rechtlichen Grundlagen zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen. Zusammen mit anderen Gesetzen des Landes ist es Grundlage für die Anerkennung von landesrechtlich geregelten Berufen wie z.B. Ingenieure, Kranken- und Gesundheitspflegehelfern, Architekten, Lehrern, Erzieher, Fachärzte, Fachapotheker und Heilpädagogen.