Bätzing-Lichtenthäler und Hubig: Bildung für die Zukunft gestalten!

„Bildung ist die Basis unserer Wissensgesellschaft und wird auch in der Zukunft eine wesentliche Grundlage einer stabilen Arbeits- und Sozialordnung sein.“ Mit diesen Worten begrüßte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute in Neuwied die rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dritten Themenkonferenz im Rahmen des Masterplans „Zukunft der Arbeit in Rheinland-Pfalz“.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie unser Bildungssystem verändert werden muss, um den Anforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt gerecht werden zu können. Knapp zwanzig Referentinnen und Referenten diskutierten im Plenum, via „Arbeit 4.0-App“ und an Thementischen die Konsequenzen für Schulen, Ausbildung, Studium und Weiterbildung.

Einig waren sich die Beteiligten, dass das Bildungssystem regelmäßig weiterentwickelt werden muss, damit es zeitgemäße Qualifikationen für eine immer schnellere und informationsverdichtete Arbeitswelt vermitteln kann. „Der Informationsflut Herr zu werden, Relevanzen einschätzen zu können, einzuordnen und zu bewerten – dies wird mehr Bedeutung bekommen“, so Bätzing-Lichtenthäler. „Wenn wir über die Bildung für eine digitalisierte Arbeitswelt sprechen, dann geht es nicht nur um die digitale Methoden der Wissensvermittlung, sondern – viel umfassender – darum, sich eine breit angelegte Orientierungsgrundlage verschaffen zu können. Es geht darum, die richtigen Fragen zu stellen und durch kluge Nutzung neuer Möglichkeiten zu verantwortungsvollen und sozial kompetenten Antworten zu gelangen. Denn das wird uns die Künstliche Intelligenz auch in Zukunft nicht abnehmen – und wir sollten es uns auch nicht abnehmen lassen.“

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, die bei der Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Praxis diskutierte, betonte, dass man bereits auf einem guten Weg ist: „Digitale Bildung ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt rheinland-pfälzischer Bildungspolitik. 2007 hat sich unser Land mit dem Landesprogramm ‚Medienkompetenz macht Schule‘ früher als andere in die digitale Zukunft der Bildung aufgemacht. Neben der Ausstattung der Schulen steht vor allen Dingen die Vermittlung von Medienkompetenz im Mittelpunkt des Landesprogramms. Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern sowie die Lehrkräfte werden dabei fit im Umgang mit digitalen Medien gemacht.“ Und das sehr erfolgreich - im Vergleich der Bundesländer nimmt Rheinland-Pfalz immer wieder Spitzenplätze in der digitalen Bildung ein.“

Dabei sei besonders wichtig, dass Digitalisierung in der Bildung kein Selbstzweck ist. Die Entwicklung müsse vom pädagogisch Sinnvollen, nicht vom technisch Machbaren ausgehen und der digitale Wandel solle die Chancen für jede Einzelne und jeden Einzelnen verbessern: „Wir wollen sicherstellen, dass alle jungen Menschen an der digitalisierten Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitswelt teilhaben können. Das heißt für Bildung auch, auf den Fachkräftebedarf eines grundlegenden wirtschaftlichen Wandels zu reagieren: zum Beispiel an den berufsbildenden Schulen, an denen im Schulversuch BS20 auch neue Ansätze des digitalen Lernens erprobt werden. Bildung darf sich aber auch nicht darin erschöpfen auf wirtschaftlichen Wandel zu reagieren. Sie muss agieren und sie muss befähigen. Sie muss Kompetenzen vermitteln, die die Menschen in die Lage versetzen, die Chancen der digitalen Welt zu nutzen, aber auch ihre Herausforderungen zu bewältigen“, so Hubig.