Clemens Hoch: Wertvolle Arbeit des Instituts bereichert die aktuelle Debatte

„Völkermühle Europas: Migrationen an Rhein und Mosel“ lautet der Titel des 20. Bandes der Mainzer Vorträge, den das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz vorgestellt und dem Chef der Staatskanzlei überreicht hat. „Die Erforschung und Vermittlung der Geschichte des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz ist uns als Landesregierung wichtig. Ich bin sicher, dass die neuen Erkenntnisse die aktuelle Debatte um Migration bereichern können, führen sie uns doch beispielhaft vor Augen, wie frühere Generationen und Epochen mit ähnlichen Prozessen umgegangen sind. Die historische Perspektive ist für die heutige reflektierte Standortbestimmung von großer Bedeutung“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, bei der Überreichung.

Der Band aus der Reihe „Mainzer Vorträge“ enthält ausgearbeitete Vorträge einer Vortragsreihe, die vom Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz angeboten wurde. Als die Veranstaltung im Jahr 2013 konzipiert wurde, ahnte niemand, wie stark das Thema Migration Politik und Gesellschaft in den folgenden Jahren prägen würde. „Die Beiträge im Band „Völkermühle“ sollen dazu einladen, die notwendigen Debatten über die aktuellen Migrationsströme zu versachlichen und sie nicht nur unter einem wirtschaftlichen Blickwinkel zu führen - sie vielmehr mit aus der Migrationsgeschichte schöpfenden Perspektiven und Argumenten zu bereichern“, erklärte der Herausgeber der Publikation sowie erster Vorsitzender und Direktor des Instituts für Geschichtliche Landeskunde, Prof. Dr. Michael Matheus.

Der Chef der Staatskanzlei nutzte die Gelegenheit, um die Arbeit des Instituts für Geschichtliche Landeskunde zu würdigen. Das Institut habe sich in der rheinland-pfälzischen Landesgeschichte fest etabliert. „Als Landesregierung sind wir dankbar, dass das Institut in seiner inhaltlich breitgefächerten Arbeit immer wieder auch Themen der Landesgeschichte von aktueller Relevanz in den Blick nimmt und einem breiten Publikum vermittelt“, sagte Staatssekretär Clemens Hoch. Dabei nutze es ganz verschiedene Vermittlungsformen: von Vorträgen, Publikationen, Exkursionen und Führungen bis zu digitalen Themenportalen. Mit dem „Geschichtsmobil“ sei das Institut auch regelmäßig beim Rheinland-Pfalz-Tag vertreten und vermittle so anschaulich die Geschichte unseres Landes. Dies sei eine wichtige Arbeit, die die Landesregierung deshalb auch finanziell fördere.

„Prof. Dr. Matheus und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen bei ihrer Arbeit zugleich etwas, das uns in Rheinland-Pfalz sehr wichtig ist: das Ehrenamt“, so der Chef der Staatskanzlei. Das Institut, das als Verein mit über 800 Mitgliedern organisiert sei, sowie dessen Vorstand und Geschäftsführung leisteten die gesamte Arbeit ehrenamtlich. Zudem fungiere das Institut als wichtige Kontakt- und Servicestelle für die vielen Heimat- und Geschichtsvereine in ganz Rheinland-Pfalz. „Sie sind damit ein lebendiges Beispiel für das wichtige ehrenamtliche Engagement in der Kulturarbeit und ich danke Ihnen dafür, auch im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, sehr herzlich“, so der Chef der Staatskanzlei.