Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei Kobil Systems in Worms

„Menschen und Unternehmen müssen sich auf die Sicherheit ihrer digitalen Technologie verlassen können, denn sie ist ein mögliches Einfallstor für Wirtschaftskriminalität, Datenmissbrauch und Spionage. Deshalb müssen sich Digitalisierung und Cybersicherheit gemeinsam weiterentwickeln.“ Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Besuch der Kobil Systems GmbH in Worms betont.

Das Unternehmen beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Thema Datensicherheit. Der Ministerpräsidentin präsentierte Kobil Systems eine neu entwickelte Verschlüsselungssoftware. Sie ermöglicht es Unternehmen, mit ihren Kunden, Partnern und Mitarbeitern gesichert Daten auszutauschen.

Fast die Hälfte der rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Kobil Systems in Worms arbeitet in der Forschung und Entwicklung. Vor diesem Hintergrund appellierte Ministerpräsidentin Malu Dreyer an die Unternehmensführung, auch wieder selbst Ausbildungsplätze anzubieten. Die Nachfrage nach Fachkräften in den sogenannten MINT-Berufen, also Berufen mit Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik sei auch in Rheinland-Pfalz größer als das Angebot.

Gegründet wurde die Kobil Systems GmbH 1986 von ihrem heutigen Geschäftsführer in einem Wormser Studentenwohnheim. Zunächst als Hersteller von hochsicheren PCs mit einer zusätzlichen Verschlüsselung der Festplatte. Schon bald setzte die Firma auf das Thema Datensicherheit bei Internet-Transaktionen und lieferte das erste Chipkartenlesegerät, das vom Zentralen Kreditausschuss zugelassen war – ein wichtiger Schritt für die Verbreitung des Online-Bankings. Mittlerweile werden in Deutschland rund 85 Prozent aller TAN Generatoren für das Online Banking von Kobil geliefert. Nach wie vor erwirtschaftet das Unternehmen den meisten Umsatz mit verschiedenen Chipkartenlesern. Jedoch nimmt der Umsatz aus Software-Lösungen, bei denen alle Funktionen von einer mobilen App erfüllt werden, kontinuierlich zu.

Die Kobil Systems GmbH hat eine Tochtergesellschaft in den USA und weitere Standorte in Darmstadt, in der Schweiz und in der Türkei. Zusätzlich beschäftigt das Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Großbritannien, Frankreich und Polen.