Ministerpräsidentin Malu Dreyer: mainzed bringt digitale Forschung voran

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat das neue Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften, kurz mainzed, als zukunftsweisenden Schritt gewürdigt, der den Wissenschaftsstandort Mainz nachhaltig stärken werde. „In mainzed bündeln sechs wissenschaftliche Einrichtungen ihre digitalen Kompetenzen und werden die digitale Forschung voranbringen“, sagte die Ministerpräsidentin bei der diesjährigen Jahresfeier der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz. Im Rahmen der Veranstaltung haben die Partner im Verbund, die Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz, die Hochschule Mainz, die Johannes Gutenberg-Universität, das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität e.V., das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und das Römisch-Germanische-Zentralmuseum, eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschrieben.

„Die Mainzer Akademie der Wissenschaften nimmt auf dem Gebiet der digitalen Geisteswissenschaften bereits seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle in. Mit dem neuen Verbund können nun fächerübergreifend neue Formen der Digitalen Geisteswissenschaften auf den Weg gebracht werden“, betonte die Ministerpräsidentin. Sie zeigte sich sehr erfreut darüber, dass mainzed seine Aktivitäten nicht nur im Bereich der Forschung, sondern auch in der Lehre entfalten werde. So sei für das Wintersemester 2016 ein Masterstudiengang für Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften vorgesehen, der von der Hochschule Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität getragen werde. „Der Studiengang greift eine bereits in den Natur- und Ingenieurswissenschaften erprobte Form der kooperativen Lehre auf, die praxisnah ausbildet. Damit beschreitet Rheinland-Pfalz einen neuen, innovativen Weg in der Hochschulpolitik“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie wünschte dem künftigen Direktor des Zentrums, Prof. Kai-Christian Bruhn, viel Erfolg in seinem neuen Amt.

Beim Stichwort Vernetzung lobte die Ministerpräsidentin auch die Kooperation zwischen der Akademie der Wissenschaften und der Hochschule Mainz, die gemeinsam eine Professur für digitale Geistes- und Kulturwissenschaften ins Leben gerufen haben. Aber auch die Verbindung zur Johannes Gutenberg-Universität sei durch die Einrichtung einer Akademiejuniorprofessur erheblich gestärkt worden.

„Die Gründung der „Jungen Akademie Mainz“  ist eine weitere Entwicklungslinie, bei der die Akademie die Weichen richtig gestellt hat. Sie ermöglicht mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen und ihr wissenschaftliches Netzwerk zu erweitern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.