Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Rückkehrrecht in Vollzeit orientiert sich an Bedürfnissen der Menschen

„Viele Menschen müssen zu anderen Zeiten arbeiten, als sie es sich wünschen. Familienverhältnisse ändern sich, Männer wie Frauen möchten ihre Arbeitszeit anpassen. Das Rückkehrrecht in Vollzeitarbeit ist für mich ein Meilenstein auf dem Weg zu einer selbstbestimmten, an den Bedürfnissen unterschiedlicher Lebensphasen orientierten Arbeitszeit. Deshalb unterstützt Rheinland-Pfalz den Vorschlag der Bundesregierung zur Einführung einer Brückenteilzeit aus voller Überzeugung.“ Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute im Plenum des Bundesrates bei der Einbringung des Gesetzentwurfs unterstrichen.

„Viele Frauen, aber auch einige Männer sitzen in der so genannten Teilzeitfalle. Um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen, haben sie die Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum reduziert. Die Möglichkeit der Rückkehr auf einen Vollzeitarbeitsplatz war dann eingeschränkt. Mit der neuen, so genannten Brückenteilzeit können sich Männer und Frauen auf bis zu fünf Jahre für Teilzeitarbeit entscheiden und dann in Vollzeit zurückkehren. Damit haben beide Seiten – auch die Arbeitgeber – Planungssicherheit“, so die Ministerpräsidentin.

Die Weiterentwicklung des Teilzeitrechtes entspreche der modernen Arbeitswelt, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Gesetzentwurf sei nicht einseitig, sondern verlange lediglich, dass Arbeitgeber den Wunsch auf Vollzeitarbeit prüfen und falls sie ihn nicht erfüllen nachweisen, dass tatsächlich kein Vollzeitarbeitsplatz zur Verfügung steht. Ministerpräsidentin Malu Dreyer forderte: „Die Arbeitszeitsouveränität der Beschäftigen muss weiter gestärkt werden. Denn umgekehrt wird den Beschäftigten immer mehr Flexibilität abverlangt.“