Ministerpräsidentin würdigt Zuckmayer-Preisträger Ludwig Harig

Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigte sich betroffen vom Tod des Schriftstellers Ludwig Harig, der am Samstag im Alter von 90 Jahren gestorben ist. „Ludwig Harig gehörte zur ersten Reihe der zeitgenössischen deutschen Autoren, der für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat. 1985 wurde er für seine Verdienste um die deutsche Sprache mit der Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille geehrt. Er war außerdem Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur“, so die Ministerpräsidentin.

Ludwig Harig sei ein Reisender gewesen, aber doch seinem Heimatort Sulzbach ein Leben lang treu geblieben. „Er war ein großer Erzähler und engagierter Streiter für die Werte einer demokratischen Gesellschaft“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie sprach der Familie im Namen des Landes Rheinland-Pfalz ihr Beileid aus.

Der am 18. Juli 1927 geborene Harig war zwei Jahrzehnte lang Volksschullehrer im Saarland, bevor er 1974 freier Schriftsteller wurde. Einem breiten Publikum wurde er unter anderem mit seiner autobiografischen Roman-Trilogie über die Erlebnisse seines Vaters im Ersten Weltkrieg, seine eigene Zeit in der Hitler-Jugend. In den meisten seiner Romane ist Harig selbst die Hauptfigur und stellt sich zumeist einen Freund oder Bekannten an die Seite.