Raab: Jugend im Mittelpunkt am Europatag

„Junge Menschen, die sich begegnen, werden Freunde und schaffen das zukünftige Europa“, sagte Staatssekretärin Heike Raab anlässlich des Colloque de la jeunesse de la Grande Region. „Bewusst haben wir am 9. Mai, dem Europatag, ein Zeichen mit einem grenzüberschreitenden Jugendkongress gesetzt. Das ist für mich ein schöner Moment gelebten Europas“, betonte die Bevollmächtigte des Landes für Europa, Staatssekretärin Heike Raab, heute in Luxemburg.

Raab unterstrich im Gespräch, in der Großregion funktioniere die europäische Wertegemeinschaft wirklich gut. Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, Unternehmen, Schulen und Hochschulen sei intensiv, die Mobilität groß, vor allem aber sei das Miteinander der Menschen bemerkenswert. „Es macht besondere Freude zu erleben, wie Kinder und Jugendliche von klein auf miteinander mehrsprachig aufwachsen. Viele Schul- und Austauschprojekte tragen dazu bei. Wenn wir heute am Europatag hier in Luxemburg über die Zukunft Europas sprechen, dann ist das ihre Zukunft. Die Großregion ist ein positives Beispiel, was in Europa möglich ist, wenn man Gemeinsamkeiten sucht, Herausforderungen zusammen angeht und das Wohl der Menschen im Blick behält. Unsere Großregion ist Europa im Kleinen: Wir respektieren uns als eigenständige Partner und sehen uns doch als Gemeinschaft.“

Der aus dem Herzen der Großregion stammende Europäer Robert Schuman hat am 9. Mai 1950 die Basis für ein vereintes und friedliches Europa gelegt. In der sogenannten Schuman-Erklärung legte er einen Plan für die Einigung des Kontinents vor, der als Ausgangspunkt der Bemühungen um ein geeintes Europa gilt. Am 9. Mai wird deshalb traditionell der Europatag gefeiert.

Anlässlich des Europatags sagte Staatssekretärin Heike Raab: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, dass wir für die nachfolgenden Generationen ein friedliches und prosperierendes Europa erhalten müssen. Europa und die EU haben für viele Regionen der Welt Vorbildcharakter und üben starke Anziehungskraft aus. Dennoch steht Europa derzeit vor vielen Herausforderungen. Vertrauensverlust und populistische Kräfte rütteln an den Grundfesten Europas. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass nationale Alleingänge und Abschottung kein probates Mittel sind.“

Die Staatssekretärin ermutigte Politik und Bürger, weiter zuversichtlich an Reformen der EU und einer soliden Basis für Europa zu arbeiten. Die Landesregierung hält an dem Ziel fest, allen rheinland-pfälzischen Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe an den Errungenschaften der europäischen Einigung zu ermöglichen. Dies ist in den Grenzregionen zu Belgien und Luxemburg und in der Nachbarschaft zu Frankreich bereits alltäglich gelebte Realität. 

Anlässlich des Europatags öffnen die EU-Institutionen ihre Türen: in Brüssel war es am 5. Mai, in Luxemburg am 5. und 9. Mai und in Straßburg am 10. Juni 2018.

Auch im übrigen Europa und weltweit veranstalten EU-Vertretungen ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen. Jedes Jahr nutzen Tausende Menschen diesen Tag, um im Rahmen von Führungen, Debatten, Konzerten und anderen Veranstaltungen mehr über die EU zu erfahren.

Der 9. Mai ist traditionell in die Europawoche eingebettet. In der Europawoche 2018 werden in Rheinland-Pfalz 25 facettenreiche Projekte mit europäischem Bezug im Land gefördert, die sich mehrheitlich an junge Menschen richten.