Staatssekretäring Heike Raab: Teilhabe auch bei der Mediennutzung

„Wir sind auf dem Weg zu einer möglichst umfassenden Barrierefreiheit der Medien besser geworden, aber müssen noch weitere wichtige Schritte gehen. Ich freue mich, dass die heutige Fachtagung Ideen, Anregungen und Projektvorschläge auf den Tisch gelegt hat, wie wir die Medien für Menschen mit Behinderungen noch leichter zugänglich machen können. Gerade Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland mit einem Aktionsplan zur Verwirklichung der Rechte von Menschen mit Behinderungen, der die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzt, engagiert sich auch hier für gleichberechtigte Teilhabe.“ Das hat die Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales, Staatssekretärin Heike Raab, bei der Konferenz im ZDF Sendezentrum in Mainz erklärt.

Raab betonte bei dem Informationsaustausch: „Es ist für mich selbstverständlich, dass Menschen mit Behinderungen von Anfang an und wie alle anderen auch die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben und in der Arbeitswelt teilhaben zu können. Inklusion ist für uns ein Menschenrecht, das überall in unserer Gesellschaft mitgedacht und gelebt werden muss. Teilhabe muss überall und jeden Tag praktisch organisiert werden, auch bei der Mediennutzung. Für uns gilt dabei stets der Leitgedanke der Bewegung von Menschen mit Behinderungen: Nichts über uns ohne uns!“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte die Schirmherrschaft der Tagung übernommen, die der Deutschen-Gehörlosen-Bund ausrichtete. Raab unterstrich: „Rheinland-Pfalz ist auch Vorsitzland der Rundfunkkommission der Länder und somit doppelt bei diesem Thema engagiert. Seit 2009 legt der Rundfunkstaatsvertrag fest, dass die öffentlich-rechtlichen und alle Veranstalter bundesweit verbreiteter Rundfunkprogramme über ihr bestehendes Angebot hinaus im Rahmen ihrer technischen und finanziellen Möglichkeiten vermehrt barrierefreie Angebote aufnehmen sollen. Seit der Neuausrichtung der Rundfunkfinanzierung im Jahr 2013 haben die öffentlich-rechtlichen Sender ihre barrierefreien Angebote im Programm deutlich ausgebaut.“

Raab erläuterte, im Übrigen sollten Verbesserungen der Barrierefreiheit im Medienbereich auch auf EU-Ebene folgen. Bei der Überarbeitung der EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste haben sich Bund und Länder bereits für die Prüfung einer schrittweisen, kontinuierlichen Verbesserung der barrierefreien Ausgestaltung der Dienste und für Angebote der Mediendienste-Anbieter mithilfe regulatorischer Anreize ausgesprochen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Pressereferentin der Landesvertretung, Michaela Veith (030 72 62 9 11 05, bzw. mveith(at)lv.rlp.de)