Malu Dreyer dankt für Einsatz und Koordination vor Ort

„In den Katastrophenregionen im nördlichen Rheinland-Pfalz arbeiten alle bis zur Erschöpfung, damit die 42.000 unmittelbar betroffenen Menschen mit dem Nötigsten versorgt werden. Dafür habe ich mich heute bei den Landräten der Regionen stellvertretend bedankt. Jetzt geht es darum, die Einsätze der rund 5.000 Rettungskräfte, Soldaten und Polizisten gut zu koordinieren, Doppelarbeit zu vermeiden und neben der Katastrophenhilfe einen zukunftsweisenden Plan für den Wiederaufbau anzugehen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute nach einer Videokonferenz mit den betroffenen Kreisen, der kreisfreien Stadt Trier sowie mit Innenminister Roger Lewentz in Mainz.

„Es ist entscheidend, dass wir uns mit Blick auf die zahlreichen Herausforderungen und der starken Belastung der Regionen miteinander austauschen. In Krisensituationen ist die Abstimmung genauso wichtig, wie die Hilfe vor Ort. Ich bin dankbar für die Unterstützung der Kreisverwaltungen, die in den betroffenen Regionen unbürokratisch die Soforthilfen des Landes von bis zu 3.500 Euro je Haushalt auszahlen werden. Zudem ist es mir ein Bedürfnis, unmittelbar mit den Entscheidungsträgern in den Kreisen das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Menschen haben Furchtbares erlebt, es geht jetzt nicht allein um die materielle Not. Wir müssen sie auch seelisch auffangen. Denn 128 Menschen sind bislang gestorben, 764 sind verletzt, immer noch ist das Schicksal von 155 Vermissten ungeklärt. Wir haben deshalb bereits vor einer Woche eine Hotline für psychosoziale Unterstützung unter der Nummer 0800 001 0218 freigeschaltet. Eine Übersicht aller Hilfsangebote hat unsere für Katastrophenschutz zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz auf ihrer Webseite zur Verfügung gestellt“, erläuterte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die Auswirkungen der Unwetter-Katastrophe auf die betroffenen Kommunen sind verheerend. Wichtig ist, dass den Gemeinden und Städten nicht nur in diesen Tagen, sondern auch in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren geholfen wird. Wir sind dankbar für die große Hilfsbereitschaft auch aus der kommunalen Familie, die uns aus der ganzen Republik signalisiert wurde. Die Kommunen im Land stehen zusammen und unterstützen über Patenschaften und Koordinierungsplattformen, wo es geht, mit Personal, Geräten und Material. Denn natürlich muss auch in den Krisenregionen gerade jetzt die Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft da sein“, sagte Dr. Karl-Heinz Frieden, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz für die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände.    

Innenminister Lewentz: „Die Versorgung der Bevölkerung vor Ort hat oberste Priorität. Deshalb hat die Technische Einsatzleitung bereits zahlreiche Servicepunkte in betroffenen Ortschaften eingerichtet. Vor Ort sind Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr präsent, um unter anderem zielgerichtete Informationen zur Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser zu geben, aber auch zur medizinischen Versorgung. Es wird an den Servicepunkten auch ein Zugang ins Internet über Starlink-Satellitenschüsseln ermöglicht.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte zur Videokonferenz mit Innenminister Roger Lewentz den Oberbürgermeister der Stadt Trier sowie die Landräte der Kreise Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Mayen-Koblenz sowie des Eifelkreises Bitburg-Prüm, den Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz sowie einen Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände eingeladen.