Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Digitale Transformation führt zu Nachhaltigkeit

Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden, hatte die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) aufgerufen, sich um den Titel „Zukunftsunternehmen 2021“ zu bewerben. Damit würdigt die ZIRP erstmals in Rheinland-Pfalz ein Unternehmen, dass seine Digitalisierungsstrategie mit den Werten der Nachhaltigkeit verbindet und die Mitarbeitenden auf diesem Weg einbezieht. Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Stellvertretende Vorsitzende der ZIRP, übergab den Preis heute im Festsaal der Staatskanzlei an das Siegerunternehmen.

Zukunftsunternehmen 2021 ist Eckes Granini Deutschland GmbH mit Sitz in Nieder-Olm. Ministerpräsidentin Malu Dreyer freut sich besonders, ein traditionsreiches Familienunternehmen aus Rheinland-Pfalz auszeichnen zu können, das mit seiner Digitalisierungsstrategie und mit seiner Ausrichtung auf Nachhaltigkeitsziele die unabhängige Jury überzeugte. „Digitalisierung und Nachhaltigkeit – beide Ziele werden dieses Jahrhundert prägen. Die digitale Transformation verändert unser Wirtschaften und Arbeiten. Verbunden mit Nachhaltigkeitszielen können Unternehmen sie mit einem Mehrwert für die Gesellschaft, für Mitarbeitende und Kunden gestalten. Unternehmen zeigen so Verantwortung weit über ihr betriebliches Interesse hinaus“, zeigte sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer beeindruckt. Die digitale Transformation in Wirtschaft und Arbeit sei eine Herausforderung, die die Landesregierung strategisch und mit vielen Maßnahmen unterstütze. Gleichermaßen könne aus Sicht der Landesregierung das Ziel der Klimaneutralität bis spätestens zum Jahr 2040 für Rheinland-Pfalz nur partnerschaftlich erreicht werden. „Wenn wir die digitale Transformation in Einklang mit Wertschätzung für Mensch und Natur und mit verantwortungsvollem Wirtschaften gestalten, können wir den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz zukunftsorientiert und attraktiv gestalten. Ich bin sicher, dass uns dies gelingt, denn dafür sprechen die substanziellen Bewerbungen um den Nachhaltigkeitspreis der ZIRP“, so die Ministerpräsidentin.

Das „Zukunftsunternehmen 2021“, die Eckes-Granini Deutschland GmbH, überzeugte in allen für die Jury maßgebenden Kriterien für ein digital nachhaltiges Unternehmen: Wertesystem und Unternehmenszweck; Strategie und Mitarbeiterengagement sowie Digitale Verantwortung. In ihrer Laudatio hob Ministerpräsidentin Malu Dreyer hervor, dass das Unternehmen eine klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeitsziele aufweist. Sie erwähnte die Nutzung von Daten aus Lager- und Logistikprozessen für Transportraum-Sharing in Kooperation mit einem Lebensmittelhändler mit dem Ziel der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen. „Dies ist eine Kernidee der digitalen Nachhaltigkeit: Datennutzung zur Erzeugung von nachhaltigem Mehrwert. Die Eckes-Granini Deutschland GmbH kann damit nachweisen, dass sowohl die digitale Transformation als auch Nachhaltigkeit gleichermaßen vorangebracht werden und sich gegenseitig verstärken“, lobte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die Auszeichnung als Zukunftsunternehmen ist für uns eine große Ehre“, erklärte Tim Berger, CEO der Eckes-Granini Gruppe. „Wir bei Eckes-Granini denken Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Dreiklang, bei dem auf keinen der drei Bausteine verzichtet werden kann. Vom Fruchtanbau über die Produktion hin zur Logistik leisten digitale Lösungen einen enormen Beitrag, um Prozesse und Strukturen nachhaltiger zu gestalten. Wir freuen uns sehr, dass unser bisheriges Engagement ausgezeichnet wird und können versprechen: Wir haben noch viel vor.“

Eine lobende Erwähnung sprach die Ministerpräsidentin an die Josef Seibel Schuhfabrik GmbH in Hauenstein aus, ein in der 5. Generation geführtes Familienunternehmen. „Die Josef Seibel Schuhfabrik GmbH hat besonders in den letzten beiden Jahren eine beeindruckende Transformation auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Bereiche E-Commerce und Datennutzung für Geschäfts- und private Kunden, die Sanierung und Erweiterung der ehemaligen Gläsernen Schuhfabrik hin zum neuen Besucher- und Erlebniszentrum, die Nutzung von Ökostrom am rheinland-pfälzischen Produktionsstandort und einen Schuh-Konfigurator zur Personalisierung individueller Schuhe. Schließlich ein Marken-Relaunch, der die digitale Strategie und die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit zum Ausdruck bringt“, begründete Prof. Dr. Arnd Huchzermeier, Mitglied der Jury und Lehrstuhlinhaber Produktionsmanagement an der WHU – Otto Beisheim School of Management die lobende Erwähnung.

 „Wir freuen uns sehr, dass unser Marken-Relaunch, mit all seinen Neuerungen, in diesem Maße wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, kommentierte Franziska Seibel aus dem dreiköpfigen Team der Geschäftsführung die lobende Erwähnung. „Wir haben uns für Revolution anstatt Evolution entschieden – und werden belohnt. Trotz einer starken Konkurrenz, gerade in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, sind wir überzeugt, den für uns richtigen Weg eingeschlagen zu haben.“

Die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Produktion betonte auch Professor Dr. Martin Ruskowski, Vorstand der Technologie-Initiative SmartfactoryKL, in seiner Keynote: "Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft sind die Herausforderungen für die Produktion der Zukunft. Unsere Vision Production Level 4 zielt auf einen Paradigmenwechsel. Wir entwickeln technische Werkzeuge, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Der Mensch ist bei uns der Souverän. Er muss jederzeit entscheiden können, was geändert werden muss. Aktuell steht die Rettung des Planeten als Orientierung im Zentrum. Was auch sonst?"

Zum fünften Mal vergibt die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V den Preis „Zukunftsunternehmen“, in diesem Jahr erstmalig für digital nachhaltiges Unternehmertum in Rheinland-Pfalz. Bewerben konnten sich Unternehmen jeglicher Größe und Branche mit Sitz oder Niederlassung in Rheinland-Pfalz, die in Bezug auf eine oder mehrere der in der Ausschreibung definierten Kategorien bemerkenswerte Strategien oder Projekte entwickelt haben und die im Sinne von good practice Anregungen für andere Unternehmen sein können.

Der Preis ‚Zukunftsunternehmen‘ ist der Nachhaltigkeitspreis der ZIRP und wird seit 2015 verliehen. Aus 17 Bewerbungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Rheinland-Pfalz hat eine unabhängige Jury den Sieger ausgewählt. Der Preis ist ein Unikat und besteht aus einer eigens vom Institut für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der Hochschule Koblenz entworfenen Skulptur.

Mehr zum Preis ‚Zukunftsunternehmen 2021‘ unter www.zirp.de.