Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität sowie gegen Antisemitismus ist unverzichtbar

„Menschen, die sich aus ihrem christlichen Glauben heraus für Gerechtigkeit, gegen Antisemitismus und für weltweite Solidarität einsetzen, sind unverzichtbar für eine Gesellschaft, die menschlich und erfolgreich zugleich sein will“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Das Kirchenparlament traf sich 500 Jahre nach dem Auftritt Martin Luthers in Worms. „Sie haben diesen historischen Ort Worms gewählt, um heute Fragen der Zukunft ihrer Landeskirche und unserer Gesellschaft zu debattieren, und erinnern an Martin Luther, der unter Berufung seines Gewissens dem Kaiser die Stirn bot“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

„Die verheerende Flutkatastrophe hat unser Land bis ins Mark erschüttert, das Ausmaß des Leids ist mit Worten nicht zu fassen, vielen Betroffenen ist buchstäblich nichts geblieben von ihrem Leben vor dem 14. Juli“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Auch Kirchen und Gemeindehäuser in den Flutgebieten seien zerstört oder schwer beschädigt. Inmitten aller Trauer und Verzweiflung sei die überwältigende Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit von tausenden von Helferinnen und Helfern überwältigend und für viele ein wertvoller Trost. „Ich bedanke mich für die große Unterstützung Ihrer Kirche, die ich gar nicht im Einzelnen würdigen kann“, unterstrich die Ministerpräsidentin. Stellvertretend nannte sie die Notfallseelsorge, die Hilfe bei der Koordinierung der Seelsorge, aber auch Spenden, Sonderkollekten und die Hilfe von einzelnen Pfarrern oder Jugendgruppen, die vor Ort anpackten. Jetzt gehe es darum, den Wiederaufbau in Gang zu setzen.

Die Flutkatastrophe sei neben der Corona-Pandemie die zweite große Krise, die wir aktuell meistern müssten. „Ich kann nur alle ermutigen, sich impfen zu lassen, um sich selbst, aber auch Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen vor einer Infektion zu schützen“, mahnte die Ministerpräsidentin. Sie sei der EKHN sehr dankbar, dass sie die Online-Kampagne #EinPikserFürAlle gestartet habe und damit auf allen Kanälen und mit Gesicht und Stimme vieler für die Impfung werbe.

„Flut und Corona fordern viele Kräfte, aber wir müssen auch die anderen großen Aufgaben unserer Zeit entschieden weiterverfolgen. Dazu gehören zu allererst Klimaschutz und der digitale Wandel“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Rheinland-Pfalz habe sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das Land bis spätestens 2030 klimaneutral zu machen. Sie nehme mit Freude und Respekt wahr, dass die EKHN mit ihrem Klimaschutzplan den Klimaschutz konsequent verfolge.