Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigt Beitrag der Diakonie für Menschlichkeit und Gerechtigkeit

„Die Diakonie leistet einen unschätzbaren Dienst für ein gutes Miteinander in unserem Land. Ihre Projekte und Hilfen tragen zu mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft bei“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Schwerpunktthema „Diakonie.“

Die Diakonie sei bei der Lösung drängender sozialer Probleme, wie beispielsweise der Bekämpfung von Armut, eine wichtige Partnerin des Landes. „Bei der Armut gilt: Jeder davon betroffene Mensch ist einer zu viel. Um Armut zu bekämpfen, braucht es viele Ansätze und Akteure auf den unterschiedlichsten Ebenen. Das Land will mehr Hilfesuchende erreichen und erarbeitet dazu gerade einen Landesaktionsplan zur Vermeidung und Bekämpfung von Armut. Auch dabei wissen wir die Evangelische Kirche an unserer Seite“, betonte die Ministerpräsidentin. Zum Maßnahmenpaket gehörten auch Projekte zur gezielten Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut, denn gerade auf Kinder und Jugendliche habe Armut fatale Auswirkungen. Jedes Kind müsse die gleiche Chance haben, an Bildung und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die in diesem Zusammenhang ihre Forderung nach Einführung einer Kindergrundsicherung bekräftigte.

Mit dem Blick über die Grenzen hinaus habe das neue Jahrzehnt leider gar nicht friedlich begonnen, immer mehr Orte der Welt stünden buchstäblich in Flammen. Die Menschen fürchteten die Folgen der verheerenden Brände an der Südostküste Australiens und sorgten sich wegen der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten um den Weltfrieden. „Statt auf nationale Alleingänge und die Kraft der Waffen müssen wir bei internationalen Konflikten wieder auf die Kraft der Diplomatie und internationaler Abkommen setzen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Bundesrepublik schaue in diesem Jahr dankbar auf 75 Jahre in Frieden und Freiheit. Derzeit würden die Demokratie und das friedliche Zusammenleben jedoch durch Hass und Hetze massiv bedroht. „Mit dieser Entwicklung dürfen wir uns nicht abfinden. Im Alltag und auch im Netz müssen wir einen respektvollen Umgang einfordern und Beleidigungen und Hass entschieden entgegentreten“, sagte die Ministerpräsidentin. Mit ihrem Schwerpunktthema setze die Synode ein wichtiges Zeichen gegen diese Entwicklung, denn Diakonie bedeute Zuwendung zu den Menschen aus dem biblischen Gebot der Nächstenliebe heraus. „Für eine menschliche und gerechte Gestaltung unserer Zukunft braucht es starke Allianzen. Dabei setze ich fest auf die Kirchen und engagierte Christen und Christinnen, die Nächstenliebe und Solidarität vorleben“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.