Ahnen: „Kultur gut stärken“ auf verschiedenen Ebenen

„Die Breite und Vielfältigkeit des Kulturangebots und des Kulturlebens ist ein ganz besonderer Wert unseres Landes, auf den wir zu Recht stolz sein können. Diesen Reichtum zu erhalten, zu pflegen und zu stärken, ist erklärtes Ziel der Landesregierung.“ Das erklärte Kulturministerin Doris Ahnen zu dem von der UNESCO ausgerufenen „Welttag der kulturellen Vielfalt“ am 21. Mai.

Die Generalkonferenz der UNESCO hat am 2. November 2001 die Allgemeine Erklärung zur kulturellen Vielfalt verabschiedet. Darin wird betont, dass Schutz vor Diskriminierung, gegenseitiger Respekt und Verständnis füreinander unabdingbar sind für einen erfolgreichen Dialog zwischen den Kulturen und Religionen. Der 21. Mai wurde zum „Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung" ausgerufen. An diesem Tag, der 2011 in Deutschland unter dem Motto steht „Kultur gut stärken“, werden auch in Rheinland-Pfalz zahlreiche Kultureinrichtungen, aber auch Künstlerverbände und freie Gruppen eine breite Palette an Aktionen durchführen und eigene Veranstaltungen organisieren.

Doris Ahnen begrüßt dieses Engagement. „Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass kulturelle Vielfalt kennzeichnend ist für eine freiheitliche und pluralistische Gesellschaft – was die Notwendigkeit eines offenen und nicht ausgrenzenden Umgangs mit unterschiedlichen Lebensstilen, Traditionen und Glaubensrichtungen impliziert“, sagte sie.

Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung sei von diesem Denken durchdrungen. Er weise sehr deutlich gerade die Bedeutung von Kultur für unsere Gesellschaft aus. Der Vertrag enthalte nicht nur ein klares Bekenntnis zur Sicherung des beeindruckenden kulturellen Erbes des Landes und zur Erweiterung seiner kulturellen Vielfalt, sondern auch die ausdrückliche Selbstverpflichtung, die Förderung der Kultur weiter zu verstärken, unterstrichen Doris Ahnen und Kulturstaatssekretär Walter Schumacher. „Das ist eine wichtige Botschaft, die von Rot-Grün ausgeht“, betonten sie. Hauptziel sei, es jedem Menschen zu ermöglichen, am kulturellen Leben der Gesellschaft aktiv teilzunehmen und selbst kreativ tätig werden zu können. „Um dies zu leisten, wollen wir in den kommenden Jahren Bewährtes fortführen und Neues ausprobieren, etwa mit einem regionalen Modellprojekt zur Förderung der kulturellen Bildung von Kindern“, erklärten die Ministerin und ihr Staatssekretär.

Der Erhalt und die stetige Weiterentwicklung kultureller Vielfalt sei aber nicht nur eine Aufgabe der öffentlichen Hand, also von Bund, Ländern und Gemeinden. „Kulturelle Vielfalt kann nur in einem engagierten Miteinander von Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft gelingen“, sagte Doris Ahnen. Sie rief deshalb Bürgerinnen und Bürger aber auch Unternehmen auf, sich für die Belange von Kunst und Kultur einzusetzen: „Ein solches Engagement vitalisiert unsere Gesellschaft und wirkt ihrem Auseinanderdriften entgegen.“ Wenn der Welttag am 21. Mai dazu beitrage, das Bewusstsein dafür zu fördern, dann verdiene er noch mehr – auch mediale – Aufmerksamkeit, sagte die Kulturministerin.

Mehr Informationen zum „Tag der kulturellen Vielfalt“ im Internet unter www.kulturstimmen.de