Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Gemeinsam für solidarisches Miteinander

„Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich seit 100 Jahren für sozial benachteiligte Menschen ein. Dabei steht sie bis heute für Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Festveranstaltung zum 100-jährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt in Neustadt an der Weinstraße. Sie betonte die Bedeutung der AWO für die Gemeinschaft: „Der Sozialstaat kann ohne ein solidarisches und menschliches Miteinander nicht funktionieren. Es braucht Verbände wie die AWO, die ein demokratisches und soziales Denken und Handeln fördern. Sie sind einer der sozialpolitisch bedeutsamsten Wohlfahrtsverbände und für das Funktionieren des Sozialstaates und unseres Gemeinwesens unerlässlich. Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrem Jubiläum.“

Der Erfolg der Arbeiterwohlfahrt sei eng verbunden mit der Arbeit, die die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen leisteten. „Ich möchte all den Menschen, die sich in der AWO engagieren, meinen Dank aussprechen. Ihr Wirken hilft ganz konkret den Menschen in der Region und Sie stehen für den guten Ruf der Arbeiterwohlfahrt. Vielen Dank für Ihren Einsatz und Ihr soziales Engagement“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die AWO sei ein wichtiger und vor allem auch verlässlicher Partner der Landesregierung. Bei ihrem Einsatz für die Gesellschaft gehe es der AWO nicht um ökonomische Effizienz, sondern um soziale Gerechtigkeit und den Menschen. Der Landesregierung sei es wichtig, diese Arbeit zu unterstützen und zu fördern. Ein gemeinsames Projekt sei beispielsweise die Wohn-Pflege-Gemeinschaft, die gerade in der Ortschaft Bruchweiler in Idar-Oberstein entstehe.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ging in ihrer Rede zudem auf das Thema Armut ein. Einer Umfrage der OECD in Deutschland zufolge, werde Altersarmut auf lange Sicht als das größte wirtschaftliche und soziale Risiko angesehen. Deshalb hielte sie die Debatte über die Einführung einer Grundrente für richtig, ebenso wie den Anspruch, dass Versicherte, die ein ganzes Berufsleben lang auf Mindestlohnniveau voll gearbeitet haben, eine Rente erhielten, die oberhalb des durchschnittlichen Grundsicherungsbedarfs liege. „In Sachen Armutsbekämpfung können wir aber auch vieles vor Ort positiv beeinflussen. Der Beteiligungsprozess der Landesregierung „Armut begegnen – gemeinsam handeln“ ist auf der Zielgeraden. Ende Juni werden die konkret entwickelten Maßnahmen vorgestellt, die anschließend in die Umsetzung gehen“, so die Ministerpräsidentin.

„100 Jahre sind ein ebenso beindruckendes wie ermutigendes Jubiläum. Es zeigt, wie viel Menschen für und mit anderen Menschen erreichen können. Ich bin stolz, dass wir den sozialpolitischen Herausforderungen in unserem Land gemeinsam begegnen, und zuversichtlich, dass wir diesen Weg für eine sozial gerechte Gesellschaft auch in Zukunft gemeinsam gehen werden“, schloss die Ministerpräsidentin.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist ein dezentral organisierter deutscher Wohlfahrtsverband und einer der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Die AWO in Rheinland-Pfalz gliedert sich in die Bezirksverbände AWO Bezirksverband Rheinland e.V. und AWO Bezirksverband Pfalz e.V.. Ihr Angebot umfasst Alten- und Pflegeheime, Seniorenwohnanlagen, Kindertagesstätten, Flüchtlingsunterkünfte, Beratungsangebote im Bereich Migration sowie Projekte im Bereich Kinder, Familie und Jugend, beispielsweise Ferienreisen und Hilfsprojekte.