Rheinland-Pfalz stärkt Sozialen Mietwohnungsbau

Die Bedeutung der sozialen Wohnraumförderung darf nicht ins Abseits geraten. Das forderte Finanz-Staatssekretär Salvatore Barbaro auf dem 11. Bauforum, einer Fachtagung in Zusammenarbeit mit der Landesbausparkasse in Mainz. „Wir müssen einer Tendenz zur Kasernierung unterer Einkommensschichten unbedingt entgegenarbeiten“, sagte Barbaro. Soziale und ökologische Wohnungsbaupolitik müssten gemeinsam gedacht und betrieben werden. Der Schlüssel hierfür sei eine stärkere Differenzierung der Wohnungsbauförderung.

In der Öffentlichkeit liege der Fokus mehr auf dem ökologischen Bauen, insbesondere der energetischen Sanierung. „Hier haben wir bereits vor vielen Jahren mit der Modernisierungsförderung den Schwerpunkt gelegt. Jetzt müssen wir auf die besondere Problemlagen in den Ballungszentren des Landes achten. Wir haben die Einkommensgrenzen angehoben, so können mehr Menschen in den Genuss der Förderprogramme kommen. Zudem haben wir die Förderkonditionen für Alleinerziehende verbessert. Das ist unsere Antwort auf den sozialen Wandel“, sagte der Staatssekretär, dem auch das Ressort Bauen zugeordnet ist. Der soziale Wohnungsbau werde auch mit einem Anreiz für die Verlängerung von Mietpreisbindungen gestärkt.

Barbaro zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung der Baugenehmigungen im Land. „Beim Geschosswohnungsbau haben sich die Zahlen glatt verdoppelt. Allerdings kommen wir von einem historisch niedrigen Niveau.“
 
Das 11. Bauforum fand unter der Überschrift "Wohnen und Bauen für ein langes Leben" am 9. Juni im ZDF Konferenzzentrum statt. Experten aus Bau- und Wohnungswirtschaft, aus Politik und Planungspraxis waren gekommen. Demographischer Wandel, Veränderung der Arbeitswelt, Digitalisierung in allen Lebensbereichen, Reduzierung der Mobilität, Verdichtung der Lebensräume waren die Themen.