Krankenhausförderung und Persönlicher Pflegemanager sind Schwerpunkte

„Mit den im Haushalt für Einzel- und Pauschalförderung in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt vorgesehenen Mitteln in Höhe von jeweils rund 123 Mio. Euro kann die bedarfsgerechte flächendeckende stationäre Krankenhausversorgung der Patientinnen und Patienten gut gesichert werden“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in Mainz.

„Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2017 und 2018 sind zudem erneut Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds enthalten, die gegenüber 2016 nochmal deutlich gesteigert werden konnten“, so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Der Strukturfonds soll in den nächsten Jahren dazu beitragen, dass Versorgungsstrukturen – besonders auch in ländlichen Regionen – noch besser auf die Zukunft ausgerichtet werden können. Damit sichert die Landesregierung langfristig eine solide und gut erreichbare Gesundheitsversorgung auch unter den Herausforderungen des demografischen Wandels. Insgesamt wird Rheinland-Pfalz im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds in den nächsten Jahren rund 24 Mio. Euro an Bundesmitteln erhalten, die in gleicher Höhe vom Land kofinanziert werden.

Für die Krankenhäuser stehen somit in 2017 insgesamt rund 137 Mio. Euro und in 2018 rund 143 Mio. Euro bereit. Damit stehen den Krankenhäusern gegenüber dem Jahr 2016 in 2017 9 Mio. Euro und in 2018 15 Mio. Euro mehr Finanzmittel zur Verfügung, so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Sozialministerium mit der Einführung so genannter Persönlicher Pflegemanager. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 850.000 Euro bereitgestellt. „Rheinland-Pfalz verfügt über ein vorbildliches Beratungs- und Unterstützungsangebot für rat- und hilfesuchende pflegebedürftige Menschen“, betonte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Der Leistungskatalog der Pflegeversicherung sei allerdings für viele nicht mehr überschaubar. Dies gelte umso mehr, wenn die verschiedenen Leistungen miteinander kombiniert werden. „Damit die Menschen in Rheinland-Pfalz auch weiterhin schnell ihren Anspruch auf gute Pflege umsetzen können, werden sie künftig von Persönlichen Pflegemanagern unterstützt“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Die Fachkräfte in den 135 Pflegestützpunkten werden dazu Schritt für Schritt zu Persönlichen Pflegemanagern weiterentwickelt. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess soll zunächst im Jahr 2017 gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern, den Anstellungsträgern der Fachkräfte der Beratung und Koordinierung, den Pflege- und Krankenkassen und den Kommunen ein Konzept erstellt werden. Im Jahr 2018 sollen die Persönlichen Pflegemanager zunächst in ausgewählten Regionen in Rheinland-Pfalz starten.