Malu Dreyer: Zusammenarbeit in der Bildung und für die jüdisch-arabische Aussöhnung

Bundesratspräsidentin Malu Dreyer hat am Rande des Plenums in Berlin den neuen israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff zum Antrittsbesuch empfangen. Wichtiges Thema des Gespräches war die anstehende Reise der Bundesratspräsidentin nach Israel. „Gerade im Hochschul- und Bildungsbereich ar­beiten Rheinland-Pfalz und Israel eng zusammen. Deshalb will ich in Kürze das For­schungsprojekt zum Abwassermanagement in der Olivenölproduktion in Gilat besuchen, an dem sich die Universität Koblenz-Landau sehr engagiert beteiligt. Auch das Physik-Labor mit High-Tech-Optical Lab in Be´er Schewa in Kooperation mit der Universität Mainz steht auf meinem Reiseplan, ebenso wie das vorbildliche Integrations- und Bildungskonzept der Bialik-Rogozin Schule in Tel Aviv“, so die Bundesratspräsidentin.

Der Besuch in Israel vom 21. bis 25. Oktober beschließe mit gutem Grund ihre Bundesratspräsidentschaft, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Beziehun­gen zwischen Deutschland und Israel gelten als besonders und freundschaftlich. Dabei trete Rheinland-Pfalz wie die gesamte deutsche Politik entschieden gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit und für das Existenzrecht Israels als jüdischer und demokratischer Staat ein. Rheinland-Pfalz engagiert sich stark für die jüdisch-arabische Aussöhnung und unterstützt seit mehr als zwei Jahrzehnten die Organisation Givat Haviva, inzwischen mit jährlich etwa 100.000 Euro. „Während meiner Bundesratspräsidentschaft galt der Lebenssituation junger Menschen mein besonderes Augenmerk und ich habe viele Kinder und Jugendliche getroffen. Daher freut es mich sehr, dass ich nach Israel drei rheinland-pfälzische Abiturienten und Abiturientinnen mitnehmen kann, die an Austauschprojekten mit jüdischen und arabischen Israelis teilgenommen haben.“ Organisiert wurde dieser Austausch durch die jüdisch-arabisch-palästinensische Begegnungsstätte Givat Haviva. Den Campus von Givat Haviva, auf dem sich Tausende Jugendliche aus Israel und den palästinensischen Gebieten treffen, wird auch zum Besuchsprogramm gehören.

 

Jeremy Issacharoff ist seit Ende August Botschafter des Staates Israels in Deutschland. Er war zuvor in leitender Funktion im Außenministerium in Jerusalem sowie als stellvertretender Leiter der Botschaft in Washington und als Mitglied des UN-Beraterausschusses für Abrüstung tätig.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Pressereferentin der Landesvertretung, Michaela Veith (030 72 62 9 11 05, bzw. mveith@lv.rlp.de)