„Rheinland-Pfalz und die USA verbinden seit mehr als 70 Jahren enge und vertrauensvolle Kontakte. Die US-Streitkräfte prägen zahlreiche Regionen unseres Landes und sind zugleich ein zentraler Bestandteil der gemeinsamen Sicherheitsarchitektur in Europa. Gerade in Zeiten globaler Krisen, Konflikte und Kriege ist unsere kontinuierliche transatlantische Partnerschaft von herausragender Bedeutung“, betonte Ministerpräsident Gordon Schnieder. „Ich freue mich daher sehr, dass ich General Jason T. Hinds als meinen ersten internationalen Gast in meinem Amt begrüßen durfte.“
Hinds hatte bereits mehrere Verwendungen in Deutschland und ist seit Oktober 2025 Befehlshaber der US Air Force für Europa und Afrika sowie Kommandeur des NATO Allied Air Command. Zuvor diente er als stellvertretender Befehlshaber von USAFE-AFAFRICA, als Leiter der Abteilung „Operationen“ des US-Europakommandos in Stuttgart, als stellvertretender Leiter der Abteilung Flugbetrieb sowie als Leiter der Abteilung für Pläne im Hauptquartier von USAFE-AFAFRICA. „Die engen Beziehungen zwischen der US Air Force und dem Land Rheinland-Pfalz sind die Grundlage für unsere hohe Einsatzbereitschaft“, sagte Hinds. „Seit Jahrzehnten ermöglichen unsere deutschen Gastgeber mit ihrer unübertroffenen Gastfreundlichkeit den Erfolg unserer Mission. Rheinland-Pfalz ist für USAFE-AFAFRICA mehr als nur eine Drehscheibe für unsere Operationen. Es ist unser Zuhause in Europa, und wir sind sehr dankbar für diese Freundschaft.“
Im Gespräch wurde die besondere Rolle von Rheinland-Pfalz als bedeutender Standort der US-Streitkräfte außerhalb der Vereinigten Staaten hervorgehoben. Neben der Air Base Ramstein zählen unter anderem die Air Base Spangdahlem, das Landstuhl Regional Medical Center sowie die Standorte in Kaiserslautern und Baumholder zu den wichtigsten Einrichtungen der US-Streitkräfte außerhalb der Vereinigten Staaten. Rund 50.000 US-Bürger, darunter Soldaten und US-Zivilangestellte sowie deren Angehörige, leben derzeit in Rheinland-Pfalz. Eigens aufgelegete Programme wie „Willkommen in Rheinland-Pfalz (WiR!)“, in das sich zahlreiche Kommunen und Städte einbringen, sowie Bildungseinrichtungen und Begegnungsstätten wie die Atlantische Akademie in Kaiserslautern fördern die schnelle Integration der ankommenden US-amerikanischen Gäste.
„General Hinds betonte die freundschaftliche Atmosphäre in den Militärgemeinden sowie die Qualität und Verlässlichkeit der gut ausgebildeten Ortskräfte als besonderes Gütesiegel für Rheinland-Pfalz. Viele seiner hier stationierten Landsleute transportierten diese Eindrücke auch nach Washington, D.C.“, gab der Ministerpräsident aus dem Gespräch wieder und unterstrich, dass Rheinland-Pfalz die bereits seit Jahrzehnten bestehenden Kooperationen seinerseit weiterhin aktiv mitgestalten werde. Dazu gehörten neben Baumaßnahmen an den Standorten, in der Infrastruktur, bei Innovation und im Bevölkerungsschutz auch die sicherheitspolitische Zusammenarbeit, beispielsweise aktuell insbesondere bei der Drohnenabwehr.
„Rheinland-Pfalz bleibt verlässlicher Partner, der auch künftig bedeutender Pfeiler in der gemeinsamen Sicherheitsarchitektur sein wird. Als zweite Heimat für die US‑Streitkräfte und ihre Familien setzen wir auf eine kontinuierliche und enge Kooperation auf sicherheitspolitischer, kultureller, wirtschaftlicher und zwischenmenschlicher Ebene“, so der Ministerpräsident.
