| Marie Juchacz-Frauenpreis 2024

Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeichnet Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck mit Frauenpreis aus

Für ihre Verdienste um die Gleichstellung von Mann und Frau zeichnet Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Rabbinerin und Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland, Prof. Dr. Elisa Klapheck, mit dem Marie Juchacz-Frauenpreis 2024 aus. Die Verleihung findet am Weltfrauentag am 8. März um 16.00 Uhr im Rahmen einer Feierstunde in der Staatskanzlei statt.
Elisa Klapheck Frauenpreis 2024
Elisa Klapheck wird von Ministerpräsidentin Malu Dreyer für ihre Verdienste um die Gleichstellung von Mann und Frau ausgezeichnet.

„Als Rabbinerin und als Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland übt Elisa Klapheck eine Vorreiterrolle aus. Mit ihr steht seit 2023 erstmals eine Frau an der Spitze dieses wichtigen Gremiums, in dem nicht-orthodoxe Rabbinerinnen und Rabbiner organisiert sind. ‚Auf zu neuen Ufern und neuen Themen‘ ist ihr Motto, mit dem sie sich sehr für die Emanzipation von Frauen im Judentum und den Dialog zwischen Religion und Politik engagiert“, so die Ministerpräsidentin. Es sei ihr ein besonderes Anliegen, mit der diesjährigen Preisverleihung eine herausragende Persönlichkeit des jüdischen Lebens in Deutschland zu ehren und damit das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie vielfältig Judentum in Deutschland und Rheinland-Pfalz ist.

Elisa Klapheck wurde 1962 in Düsseldorf geboren und wuchs in Deutschland sowie den Niederlanden auf. Sie ist Rabbinerin des Egalitären Minjan, der liberalen Gemeinschaft in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main, und Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn. Außerdem ist sie als Autorin tätig und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem „So bin ich Rabbinerin geworden. Jüdische Herausforderungen hier und jetzt“.

Der Frauenpreis der Ministerpräsidentin wurde 2019 anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts erstmalig verliehen. Erste Preisträgerin war die 2023 verstorbene Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, die sich vor allem für das Recht von Beamtinnen einsetzte, aus familiären Gründen in Teilzeit arbeiten zu können. Die Preisträgerin 2020 war Marlies Krämer, die sich für die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen stark macht. Sportjournalistin Claudia Neumann, die als Fernseh-Kommentatorin von Fußballspielen Vorbild und Pionierin in einer vermeintlichen Männerdomäne ist, wurde 2021 mit dem Frauenpreis geehrt. 2022 zeichnete die Ministerpräsidentin die Soziologin Jutta Allmendinger dafür aus, dass sie die die Rechte von Frauen in der Pandemie in den Blick genommen hat, sowie Rita Süssmuth für ihr Lebenswerk. Die Journalistin Golineh Atai, die sich für Frauen im Iran einsetzt, war im vergangenen Jahr Preisträgerin.

Mit dem Namen des Preises erinnert Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch an die frauenpolitische Vorreiterinnenrolle und die Verdienste von Marie Juchacz, die als Abgeordnete in der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau eine Rede hielt. Vorgeschlagen werden die Preisträgerinnen von einer Expertinnen-Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur sowie Vertreterinnen verschiedener Gremien aus dem Bereich der Gleichstellung und Frauenpolitik unter Vorsitz der Ministerpräsidentin.

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