Marlies Krämer prägte bundesweit die Debatte über Gleichstellung. Sie setzte unter anderem durch, dass seit Mitte der neunziger Jahre die weibliche Form „Inhaberin“ in deutschen Ausweisdokumenten verankert ist und Hoch- sowie Tiefdruckgebiete seit 1999 abwechselnd weibliche und männliche Namen tragen. Auch durch ihre juristische Auseinandersetzung um geschlechtergerechte Formulare bei Sparkassen machte sie die Bedeutung einer diskriminierungsfreien Sprache öffentlich sichtbar.
Über ihr sprachpolitisches Engagement hinaus trat Krämer zeitlebens für demokratische Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und Frieden ein. Sie ermutigte Generationen von Frauen, ihre Rechte einzufordern, und brachte gleichstellungspolitische Anliegen in kommunale Gremien ebenso ein wie in bundesweite Diskurse.
„Die Landesregierung Rheinland-Pfalz wird Marlies Krämer nicht vergessen; ihr mutiger Einsatz bleibt Ansporn, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entschlossen voranzutreiben“, so der Ministerpräsident.
