| Kindersoldaten

Rote Hände für die Kanzlerin

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat rote Handabdrücke von 350 Kindern aus Speyer an Bundeskanzlerin Angela Merkel weitergeleitet mit dem Appell, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass Kinder in Konflikten erst nach Erreichen des völkerrechtlichen Mindestalters im staatlichen Militär und gar nicht in paramilitärischen Gruppen eingesetzt werden dürfen.
Kinderministerin Irene Alt übergibt 350 rote Handabdrücke der Aktion „Red Hand Day“ aus Speyer an Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Bild: Pipprich / Staatskanzlei
Kinderministerin Alt übergibt 350 rote Handabdrücke der Aktion „Red Hand Day“ aus Speyer an Ministerpräsidentin Dreyer. Bild: Pipprich / Staatskanzlei

Außerdem sollen Personen, die völkerrechtswidrig Kinder zum Dienst im Militär oder in paramilitärischen Gruppen zwingen, dafür bestraft werden müssen.

„Die Aktion des ‚Red Hand Day’ setzt sich dafür ein, dass der Bund keine Rüstungsexporte in Krisengebiete und in Länder zulassen soll, in denen die Menschenrechte massiv missachtet und verletzt werden, indem zum Beispiel vom Staat Kindersoldaten unter dem völkerrechtlichen Schutzalter geworben werden. Dieser Forderung schließe ich mich voll und ganz an. Darüber hinaus sollte Deutschland Kindersoldaten-Hilfsprogramme finanziell angemessen unterstützen“, erklärte Ministerpräsidentin Dreyer.

Sie hatte die Handabdrücke vor wenigen Tagen von Integrationsministerin Irene Alt übergeben bekommen. Die Abdrücke stammen aus einer Aktion am sogenannten ‚Red Hand Day‘ am 12. Februar 2013, dem internationalen Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten, im Rahmen der weltweiten Kinderaktion.

„Ich bitte Sie als Bundeskanzlerin, diese Aktion ebenfalls zu unterstützen und würde mich freuen, wenn Sie sie an eine überstaatliche Stelle weitergeben würden. Ich freue mich sehr darüber, dass sich die Kinder für ein so wichtiges Thema engagieren. Sie protestieren dagegen, dass trotz völkerrechtlichen Verbots weltweit schätzungsweise 250.000 bis 300.000 Kinder im Militär oder in paramilitärischen Einheiten dienen müssen“, so Dreyer.

Teilen

Zurück